Bitcoin bleibt deutlich bärisch: Fällt jetzt die 60.000-USD-Marke?

Der Bitcoin-Kurs fällt unter 63.000 USD und nähert sich der kritischen 60.000-USD-Zone. Miner kapitulieren und verkaufen massiv, während institutionelle ETF-Abflüsse die Unsicherheit verstärken.

Bitcoin bleibt deutlich bärisch: Fällt jetzt die 60.000-USD-Marke?

Der Bitcoin-Kurs hat die 63.000 USD-Marke unterschritten und nähert sich nun der kritischen Grenze von 60.000 USD.

Miner verkaufen in großem Umfang, während die Abflüsse bei Bitcoin-ETFs zunehmen.

Die 60.000 USD-Zone könnte entscheidend für die Stabilisierung oder den weiteren Rückgang des Kurses sein.

Der Bitcoin-Kurs ist in diesem Monat um nahezu 30 Prozent gefallen, was auf eine signifikante Schwäche im gesamten Netzwerk und ein nachlassendes Interesse von institutionellen Anlegern hinweist.

Aktuell durchlebt Bitcoin die längste Phase der Miner-Kapitulation seit einem Jahr. Zudem ist die Nachfrage nach Bitcoin-ETFs von institutionellen Investoren rückläufig. Diese beiden Faktoren führen dazu, dass Bitcoin auf eine der entscheidenden Unterstützungszonen in diesem Zyklus zusteuert.

Bärisches Muster und Rückgang der Miner-Einnahmen zeigen Anzeichen von Schwäche

Die Kursstruktur von Bitcoin zeigt auf dem 8-Stunden-Chart erste Anzeichen von Schwäche. Ein Kopf-Schulter-Muster hat sich gebildet, dessen Nackenlinie bei der 60.000 USD-Zone verläuft. Dieses Niveau stellt kurzfristig die wichtigste Unterstützung dar.

Diese technische Schwäche tritt ein, während Miner weiterhin stark verkaufen. Daten von Glassnode belegen, dass die Netto-Positionsänderung der Miner vom 9. Januar bis zum 23. Februar durchgehend negativ war. Dieser Zeitraum von 46 Tagen stellt die längste ununterbrochene Kapitulationsphase der Miner im Jahresvergleich dar. Der Höhepunkt dieser Phase wurde am 6. Februar erreicht, zwei Tage nachdem der Bitcoin-Kurs bei etwa 60.400 USD seinen Tiefpunkt erreichte.

Miner-Kapitulation bedeutet, dass Miner mehr Bitcoin verkaufen, als sie ansammeln. Dies geschieht häufig nicht aus Gewinnabsicht, sondern oft aufgrund finanzieller Schwierigkeiten.

Ein exklusives Dashboard von Dune, bereitgestellt von BeInCrypto, zeigt zudem die Gründe für diese Entwicklung. Der Umsatz im Bitcoin-Netzwerk, der die Transaktionsgebühren aller Miner abbildet, ist im vergangenen Jahr stark gesunken. Die monatlichen Gebühren sind von 194 BTC im Mai 2025 auf lediglich 65 BTC im Februar 2026 gefallen, was einem Rückgang von fast zwei Dritteln der Einnahmen für die Miner entspricht.

Mit sinkenden Einnahmen und einem rückläufigen Bitcoin-Kurs haben Miner weniger Anreize, Bitcoin zu halten, was zu einem weiteren Verkaufsdruck führt. Diese Situation schwächt die Struktur von Bitcoin zusätzlich. Doch nicht nur die Miner sind betroffen.

Nachfrage von Institutionen sinkt: ETF-Abflüsse und realisierter Kurs als Warnsignal

Das Interesse von institutionellen Anlegern an Bitcoin-ETFs hat in den letzten Wochen deutlich nachgelassen. Der Kurs verzeichnete bereits sechs Wochen in Folge Abflüsse bei den ETFs, was die längste Phase solcher Abflüsse seit Einführung der Bitcoin-ETFs darstellt.

Diese Abflüsse deuten darauf hin, dass große Investoren ihre Positionen eher reduzieren, als neue Coins zu erwerben.

Gracy Chen, CEO von Bitget, äußerte sich kürzlich zur angespannten Lage, kurz bevor der Bitcoin-Kurs unter die 63.000 USD-Marke fiel. Sie erklärte: „Heute bewegt sich Bitcoin im Bereich von 64.000 bis 66.000 USD, und wir glauben, dass insbesondere makroökonomische Faktoren den Kurs beeinflussen. Der Verkaufsdruck bleibt stark und spürbar. Der Coin reagiert sehr empfindlich auf aktuelle Schlagzeilen, und die jüngsten Turbulenzen im Bereich der Zölle verstärken die Unsicherheit.“

Sie betonte zudem die Bedeutung der 60.000 USD-Marke: „Aus technischer Sicht ist die 60.000 USD-Marke die zentrale Unterstützung. Sollte der Kurs durch ein starkes Ereignis oder anhaltende ETF-Abflüsse unter diese Marke fallen, könnte der Coin sogar auf 50.000 USD sinken. Dort ist die Liquidität hoch und die Unterstützung ebenfalls stark. Daher erwarten wir von beiden Marken eine Gegenbewegung nach oben und einen neuen Versuch, nach oben zu steigen.“

Ihre Aussagen verdeutlichen, wie eng ETF-Ströme und globale Entwicklungen mit der Struktur von Bitcoin verknüpft sind. Dieses Risiko wird besonders deutlich, wenn man es mit dem realisierten Kurs vergleicht.

Der realisierte Kurs als nächste wichtige Unterstützungszone

Der realisierte Kurs liegt derzeit bei etwa 54.700 USD. Dieses Niveau spiegelt die durchschnittlichen Gesamtkosten aller im Umlauf befindlichen Bitcoins wider. In der Vergangenheit stabilisierte sich der Kurs häufig in der Nähe dieses Wertes, da er die durchschnittlichen Haltekosten am Markt widerspiegelt.

Wenn die Nachfrage nach Bitcoin-ETFs weiter sinkt und der Kurs die 60.000 USD-Marke verliert, könnte der realisierte Kurs zur nächsten entscheidenden Unterstützungszone werden. Daher ist der aktuelle Bereich für den BTC-Kurs von besonderer Bedeutung.

Die Bedeutung der 60.000 USD-Zone für den Bitcoin-Kurs

Die jüngsten Kursbewegungen von Bitcoin verdeutlichen die Wichtigkeit der 60.000 USD-Zone, wie auch die CEO von Bitget hervorhob. Dieses Niveau fungierte am 6. Februar bereits als Unterstützung, als die größte Miner-Kapitulation im aktuellen Zyklus stattfand. Zudem korreliert dieses Level mit einer bedeutenden Fibonacci-Retracement-Zone bei etwa 60.100 USD.

Diese Überschneidung macht diesen Bereich sowohl psychologisch als auch technisch relevant. Sollte Bitcoin über dieser Zone bleiben, könnte sich der Kurs stabilisieren und einen erneuten Anstieg versuchen.

Fällt der Kurs jedoch klar unter 60.000 USD, würde dies das „Head-and-Shoulders“-Abwärtssignal bestätigen. Nach dem Muster und den technischen Retracement-Marken könnte dies zu einem Rückgang auf 54.800 USD führen, was nahezu dem realisierten Bitcoin-Kurs entspricht. Tether (USDT) sendet Signal wie 2022: Was bedeutet das für den Bitcoin-Kurs?

Die Warnung von Gracy Chen verdeutlicht erneut die Bedeutung dieser Zone. Sie betont, dass die 60.000 USD eine zentrale Unterstützung bleibt, insbesondere wenn die ETF-Abflüsse anhalten. Dies passt zur aktuellen technischen Lage von Bitcoin, die entscheidend ist.

Überwindet Bitcoin die wichtige Hürde von 63.300 USD, wäre der nächste Widerstand bei 65.400 USD zu erwarten. Dennoch bleibt ein vollständiger Richtungswechsel hin zu einer bullischen Struktur derzeit eher unwahrscheinlich.

Die Kapitulation der Miner sorgt weiterhin für ein erhöhtes Angebot, während die Verkäufe bei ETFs darauf hindeuten, dass große Investoren weniger in den Markt einsteigen. Solange dieser Druck anhält, bleibt die 60.000 USD-Marke die Grenze zwischen Stabilisierung und einer potenziell stärkeren Korrektur. Beobachte den Rückgang: Bitcoin-Coinbase-Premium auf Rekordtief 100.000-USD-Marke für Bitcoin noch möglich? Muster sprechen dafür

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