Globaler Krypto-Betrug endet mit 20 Jahren Haft eines Flüchtigen

Ein US-Gericht verurteilt einen flüchtigen Mann zu 20 Jahren Haft wegen eines Krypto-Betrugs in Höhe von 73 Millionen USD. Der Fall verdeutlicht die wachsende Bedrohung internationaler Betrugsmaschen im Krypto-Sektor.

Globaler Krypto-Betrug endet mit 20 Jahren Haft eines Flüchtigen

Ein US-Gericht hat einen flüchtigen Mann zu einer Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt, nachdem er in einen Krypto-Betrug verwickelt war, der einen Schaden von 73 Millionen USD verursachte.

Dieser Fall verdeutlicht, dass die USA verstärkt gegen internationale Betrugsmaschen im Krypto-Bereich vorgehen.

Details zum Krypto-Betrug in Höhe von 73 Millionen USD

Ein Bundesgericht in den USA hat einen flüchtigen Täter zur maximalen Haftstrafe verurteilt. Der Mann war an einem Krypto-Betrug beteiligt, der insgesamt 73 Millionen USD betrug. Die Betrüger nutzten gefälschte Investitionsplattformen und Online-Betrug, um ihre Opfer zu täuschen.

Der Fall zeigt das zunehmende Risiko von Krypto-Betrug, der über nationale Grenzen hinweg operiert. Infolgedessen haben die US-Behörden ihre Ermittlungen und Maßnahmen gegen internationale Geldwäsche intensiviert.

Der Ablauf des Betrugs

Laut dem Justizministerium war Daren Li, ein Staatsbürger von China und St. Kitts und Nevis, maßgeblich an einem internationalen Krypto-Investmentbetrug beteiligt, der aus Betrugszentren in Kambodscha organisiert wurde.

Diese Betrugsmasche bediente sich unter anderem von Social Engineering, gefälschten Handelsplattformen und Geldwäsche-Netzwerken, um Menschen in den USA um ihr Geld zu bringen. Die Staatsanwaltschaft berichtete, dass nicht angeklagte Mitglieder der Gruppe die Opfer über unerwünschte Nachrichten in sozialen Netzwerken, Anrufe und Dating-Apps kontaktierten.

Nachdem das Vertrauen der Opfer oft durch professionelle oder romantische Kontakte, meist über verschlüsselte Messenger-Apps, aufgebaut wurde, wurden sie auf nachgebaute Webseiten geleitet, die wie echte Krypto-Handelsplattformen aussahen, jedoch gefälscht waren.

Bill Essayli, Erster Stellvertretender US-Staatsanwalt im Central District of California, erklärte: „Die Technik ermöglicht es Menschen heutzutage, mit anderen weltweit in Kontakt zu treten. Gleichzeitig macht sie es Kriminellen leichter, unschuldige Opfer auszunutzen.“

Die dramatische Flucht des Täters

Li wurde im April 2024 am Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport festgenommen. Am 12. November 2024 gestand er seine Beteiligung an einer Verschwörung zur Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Krypto-Betrug.

Im Rahmen seines Geständnisses gab Li zu, dass mindestens 73,6 Millionen USD von Opfern auf Konten eingezahlt wurden, die er und seine Komplizen kontrollierten. Davon wurden mindestens 59,8 Millionen USD über US-Scheinfirmen zur Geldwäsche geleitet.

Li erklärte zudem, dass er andere anleitete, Bankkonten für Scheinfirmen in den USA zu eröffnen. Er überwachte sowohl inländische als auch internationale Überweisungen und wandelte das gestohlene Geld in Krypto um, um dessen Herkunft und Besitz zu verschleiern.

Die Staatsanwaltschaft gab an, dass Li der erste Angeklagte in diesem Fall ist, der auf diesem Niveau verurteilt wurde. Acht Mitverschwörer haben bereits gestanden.

Allerdings floh Li vor seiner Verurteilung. Ermittler berichten, dass er im Dezember 2025 sein elektronisches Fußfesselgerät abnahm und untertauchte. Er ist weiterhin auf der Flucht.

Urteil und internationale Zusammenarbeit

Trotz seines Verschwindens setzte das Gericht die Urteilsverkündung fort. Am 9. Februar 2026 wurde Li von einem Bundesrichter zu der gesetzlich maximalen Strafe von 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Haftstrafe soll er drei Jahre unter Aufsicht stehen.

A. Tysen Duva, Assistent des Generalstaatsanwalts der Strafrechtsabteilung im US-Justizministerium, erklärte: „Die Strafrechtsabteilung wird mit ihren Partnern weltweit zusammenarbeiten, damit Li in die USA zurückkehrt und seine gesamte Strafe absitzt.“

Diese Verurteilung verdeutlicht, dass das US-Justizministerium verstärkt gegen globale Betrugszentren und Krypto-Betrug vorgeht. Im vergangenen Monat wurde ein chinesischer Staatsbürger von einem US-Gericht zu fast vier Jahren Haft verurteilt und musste über 26 Millionen USD Schadensersatz für seine Beteiligung an einem 36,9 Millionen USD schweren Krypto-Betrug zahlen.

Zusätzlich zeigen die aktuellen Entwicklungen, dass die Regulierung von Bitcoin-ATMs möglicherweise auf der Kippe steht, insbesondere nach einem 333 Millionen USD Betrug. Die Auswirkungen der Cyberkriminalität sind ebenfalls besorgniserregend, da über 35 Millionen Dollar in Krypto gewaschen wurden.

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