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Ist das ein Krypto-Winter? Burry sieht 50.000 USD, Tiger widerspricht

Michael Burry warnt vor einem drohenden Krypto-Winter und einem möglichen Rückgang des Bitcoin-Kurses auf 50.000 USD, was Mining-Pleiten zur Folge haben könnte. Tiger Research hingegen sieht externe Faktoren als Hauptursache für die Marktbewegungen und glaubt nicht an einen langfristigen Abwärtst…

Ist das ein Krypto-Winter? Burry sieht 50.000 USD, Tiger widerspricht

Die Frage, ob sich ein Krypto-Winter anbahnt, steht im Raum, während Michael Burry, der Investor, der die Finanzkrise 2008 vorhersagte, am Montag darauf hinwies, dass der Rückgang des Bitcoin-Kurses zu massiven Verkäufen von Gold und Silber im Wert von 1 Mrd. USD führen könnte. Dies könnte insbesondere Mining-Unternehmen in Schwierigkeiten bringen, falls der Bitcoin-Kurs auf 50.000 USD fällt.

Die Unternehmen Strategy und BitMine sehen sich potenziellen Milliardenverlusten gegenüber, da das Krypto-Treasury-Modell unter Druck gerät und die mNAV-Verhältnisse sich der kritischen Grenze nähern.

Michael Burrys Warnung und der Bitcoin-Kurs

Burry äußerte in einem Beitrag auf Substack, dass institutionelle Investoren und Unternehmen gezwungen waren, Edelmetalle im Wert von bis zu 1 Mrd. USD zu verkaufen, um ihre Krypto-Verluste auszugleichen. Er betonte, dass es keinen triftigen Grund gebe, warum der Bitcoin-Kurs seinen Rückgang stoppen sollte. Sollte BTC auf 50.000 USD fallen, könnten Mining-Firmen Insolvenz anmelden und der Markt für tokenisierte Metalle könnte dramatisch einbrechen.

Am Dienstag erreichte der Bitcoin-Kurs kurzfristig 73.000 USD, was einem Rückgang von 40 Prozent im Vergleich zum Höchststand von über 126.000 USD im Oktober entspricht. Burry ist der Ansicht, dass Krypto bislang nicht als digitaler sicherer Hafen oder als Alternative zu Gold fungiert. Die Gewinne durch ETF-Zulassungen betrachtet er als spekulativ und nicht als Zeichen einer nachhaltigen Akzeptanz. Ein Rückgang könnte auch die Zölle von Trump betreffen, die den Bitcoin-Kurs 2026 massiv beeinflussen könnten.

Probleme bei Krypto-Treasury-Firmen

Burrys Warnung über einen möglichen Dominoeffekt spiegelt die Schwierigkeiten wider, mit denen Krypto-Treasury-Firmen konfrontiert sind. Strategy, das unter der Leitung von Michael Saylor steht, hat Buchverluste erlitten, da der Bitcoin-Kurs unter den durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 76.000 USD gefallen ist. Im vierten Quartal verzeichnete das Unternehmen offene Verluste in Höhe von 17,44 Mrd. USD.

Die Marktkapitalisierung von Strategy ist von 128 Mrd. USD im Juli auf 40 Mrd. USD gesunken, was einem Rückgang von 61 Prozent im Vergleich zum Bitcoin-Hoch im Oktober entspricht. Das mNAV des Unternehmens fiel von über 2 auf 1,1, was auf eine kritische Schwelle hindeutet, bei deren Unterschreitung ein Verkauf von Token erforderlich werden könnte.

Strategy erwägt nun den Verkauf von Krypto-Beständen, falls das mNAV unter eins fällt, was einen Bruch mit Saylors früheren Aussagen darstellen würde. Zudem hat das Unternehmen über eine Aktienemission 1,44 Mrd. USD gesammelt, um zukünftige Dividenden und Schulden zu bedienen.

BitMine Immersion Technologies, unterstützt von Peter Thiel und geleitet von Tom Lee von Fundstrat, steht vor noch größeren Verlusten. Das Unternehmen hält 4,3 Mio. ETH, die es zu einem Durchschnittspreis von 3.826 USD erwarb; derzeit liegt der Wert bei etwa 2.300 USD pro Stück, was zu einem Verlust von über 6 Mrd. USD auf dem Papier führt.

Marktanalyse und mögliche Trends

Analysten warnen, dass Krypto-Treasury-Firmen in eine gefährliche Lage geraten sind. Jeder Verkauf, auch in geringem Umfang, könnte ein negatives Signal senden und sowohl den Aktienkurs des Unternehmens als auch den Preis der jeweiligen Token erheblich belasten.

Der japanische Analyst Hiroyuki Kato von CXR Engineering äußerte Bedenken, dass der Krypto-Markt möglicherweise in einen langfristigen Abwärtstrend eingetreten ist. Bitcoin hat das November-Tief durchbrochen, was dazu führt, dass anstelle von „Buy the Dip“ nun eher Short-Positionen eingegangen werden. Zudem könnte die 100.000-USD-Marke für Bitcoin noch möglich sein, da Muster dafür sprechen.

Ethereum hat zudem die wichtige Unterstützung bei 400.000 Yen (etwa 2.600 USD) unterschritten, was den Kursverfall beschleunigt hat. Insgesamt sind die Altcoins seit dem FOMC-Meeting im Januar um 20 bis 40 Prozent gefallen. Kato beobachtet im Wochenchart eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation; ein Bruch der Nackenlinie würde eine baldige Erholung sehr unwahrscheinlich machen.

„Die starke Volatilität bei Krypto und Edelmetallen vor den Aktienmärkten könnte ein Warnsignal für bevorstehende Probleme sein“, schrieb Kato und empfiehlt, vorsichtig zu bleiben, bis sich die Situation stabilisiert.

Tiger Research: Ein neuer Ansatz für den Krypto-Markt

Trotz der negativen Signale ist Tiger Research der Meinung, dass dieser Rückgang grundlegend anders ist als frühere Krypto-Winter. In den Jahren 2014, 2018 und 2022 gab es interne Fehler in der Branche, die das Vertrauen untergruben und viele Talente abschreckten.

„Wir haben den Frühling nicht erlebt, also gibt es auch keinen Winter“, heißt es im Bericht. Sowohl das Krypto-Hoch von 2024 als auch der aktuelle Rückgang sind auf externe Faktoren zurückzuführen: ETF-Zulassungen, Zölle und Zins-Erwartungen.

Der Markt hat sich in drei Bereiche unterteilt: einen regulierten Bereich mit begrenzten Schwankungen, einen unregulierten Bereich mit hohem Risiko und eine gemeinsame Infrastruktur wie Stablecoins, die von beiden genutzt wird. Das Prinzip, dass steigende Bitcoin-Kurse alle Token mitziehen, scheint nicht mehr zu gelten. Gelder aus ETFs fließen in Bitcoin und nicht mehr in Altcoins.

„Eine Krypto-Saison, in der alles steigt, wird es wahrscheinlich nicht mehr geben“, schlussfolgert Tiger Research. „Die nächste bullische Phase wird kommen, jedoch nicht für alle.“

Für eine bullische Phase müssen zwei Faktoren zusammenkommen: Ein starkes neues Anwendungsbeispiel aus dem unregulierten Bereich und ein positives makroökonomisches Umfeld. Bis dahin bleibt der Markt in einem Zustand, der weder einem echten Winter noch einem Frühling entspricht, sondern etwas völlig Neuem.

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