MicroStrategy klärt: Was passiert zuerst bei einem Bitcoin-Kollaps?

MicroStrategy analysiert die Folgen eines möglichen Bitcoin-Kollapses und warnt vor einem drastischen Rückgang des Kurses. Bei einem Rückgang um 90 Prozent könnte das Unternehmen gezwungen sein, Schulden umzustrukturieren, bevor ein Verkauf der Bitcoin-Reserven in Betracht gezogen wird.

MicroStrategy klärt: Was passiert zuerst bei einem Bitcoin-Kollaps?

MicroStrategy warnt vor den möglichen Folgen eines dramatischen Rückgangs des Bitcoin-Kurses. Ein Rückgang um 90 Prozent auf 8.000 USD könnte das schuldenbasierte Geschäftsmodell des Unternehmens erheblich belasten.

Führungskräfte des Unternehmens betonen, dass in Extremsituationen eine Umstrukturierung oder zusätzliche Finanzierungsmaßnahmen Vorrang vor einem Notverkauf von Bitcoin haben würden.

In ihrem Bericht für das vierte Quartal 2025 hat MicroStrategy ein pessimistischeres Szenario skizziert, das die Stabilität des Bitcoin-Treasury-Modells des Unternehmens gefährden könnte.

Erste Warnsignale bei Bitcoin-Rückgang

CEO Phong Le erläuterte, dass ein Rückgang des Bitcoin-Kurses um 90 Prozent auf etwa 8.000 USD der Punkt wäre, an dem die Bitcoin-Reserven des Unternehmens in etwa dem Betrag seiner Netto-Schulden entsprechen würden. Beobachte den Rückgang: Bitcoin-Coinbase-Premium auf Rekordtief

In diesem Fall könnte MicroStrategy seine wandelbaren Schulden nicht mehr allein durch die BTC-Reserven tilgen. Das Unternehmen müsste dann möglicherweise über eine Umstrukturierung, die Ausgabe neuer Aktien oder die Aufnahme zusätzlicher Schulden nachdenken.

Die Unternehmensführung stellt jedoch klar, dass dieses Szenario als äußerst unwahrscheinlich erachtet wird und sich über mehrere Jahre entwickeln würde. Daher hätte das Unternehmen ausreichend Zeit, um auf eine signifikante Marktverschlechterung zu reagieren.

Verkauf von Bitcoin als letzte Option

Le wies darauf hin, dass die Einschätzung, dass ein Verkauf von Bitcoin in bestimmten Situationen notwendig sein könnte, weiterhin gilt. In einem früheren Interview hatte er erklärt, dass ein Verkauf in Betracht gezogen werden könnte, wenn die Marktkapitalisierung des Unternehmens unter den Wert der Bitcoin-Bestände fällt und die Kapitalmärkte geschlossen sind.

Die neue Aussage von Le ergänzt diese Überlegungen, indem sie klarstellt, dass bei einem extremen Rückgang des Bitcoin-Kurses zuerst die Bedienung der Schulden problematisch werden könnte. Ein Verkauf der Bitcoin-Bestände wäre dann nicht sofort erforderlich.

Hohe Verluste durch Bitcoin-Volatilität

MicroStrategy bleibt der größte Bitcoin-Investor unter den börsennotierten Unternehmen und meldete Anfang Februar 2026 einen Bestand von 713.502 BTC, die für insgesamt etwa 54,26 Mrd. USD erworben wurden.

Allerdings hat der Rückgang des Bitcoin-Kurses in den letzten Monaten zu erheblichen Auswirkungen auf die Bilanz des Unternehmens geführt. Im vierten Quartal wurden nicht realisierte Verluste aus digitalen Vermögenswerten in Höhe von 17,4 Mrd. USD und ein Nettoverlust von 12,4 Mrd. USD verzeichnet. 100.000-USD-Marke für Bitcoin noch möglich? Muster sprechen dafür

Strategien zur Stärkung der Liquidität

MicroStrategy hat im Jahr 2025 insgesamt 25,3 Mrd. USD aufgenommen und sich damit als einer der größten Aktienemittenten in den USA positioniert. Das Unternehmen hat zudem eine Reserve von 2,25 Mrd. USD aufgebaut, um Dividenden- und Zinszahlungen für etwa zweieinhalb Jahre zu sichern.

Die Unternehmensführung betont, dass diese Maßnahmen die Liquidität stärken und dem Unternehmen auch in schwierigen Marktphasen Flexibilität bieten.

Marktreaktionen und zukünftige Risiken

Die Reaktionen auf die Gewinnmitteilungen und das negative Szenario fallen unterschiedlich aus. Einige Marktteilnehmer sind der Meinung, dass die großen Bitcoin-Vorräte und die Möglichkeit zur Ausgabe neuer Aktien dem Unternehmen ausreichend Spielraum geben, um auch in schwierigen Zeiten zu bestehen.

Andere warnen jedoch vor den Risiken eines langen Bärenmarktes, der zu schwierigen Entscheidungen führen könnte, wie etwa der Verwässerung von Anteilen oder einem möglichen Verkauf von Bitcoin. Wann könnte der Bitcoin-Kurs ein neues Rekordhoch erreichen?

Aktuell bleibt MicroStrategy von seiner Strategie überzeugt, auch wenn die jüngsten Äußerungen darauf hinweisen, dass selbst die größte Bitcoin-Strategie ihre Grenzen hat. Die Entwicklung der Kurse und die Möglichkeiten zur Fremdkapitalaufnahme spielen dabei eine entscheidende Rolle.

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