Kevin O’Leary, ein kanadischer Unternehmer und Investor aus der Fernsehsendung Shark Tank, äußerte Bedenken, dass die Furcht vor Quantencomputern institutionelle Investitionen in Bitcoin (BTC) hemmt.
Diese Äußerung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Fachleute darauf hinweisen, dass die Risiken, die von Quantencomputern ausgehen, bereits erste Auswirkungen zeigen könnten – jedoch in einer Form, die viele nicht erwartet hätten.
Quantenrisiken beeinflussen institutionelle Bitcoin-Investitionen
O’Leary bezeichnete Quantencomputer als „ein neuartiges Risiko, das gegenwärtig besteht“. Seiner Einschätzung nach reicht das theoretische Risiko, dass ein leistungsstarker Quantencomputer die Kryptografie der Blockchain irgendwann knacken könnte, aus, um große Investoren zur Vorsicht zu bewegen.
Obwohl er nicht glaubt, dass diese Bedrohung unmittelbar bevorsteht, erklärte O’Leary, dass diese Möglichkeit bereits heute die Kapitalverteilung beeinflusst. Seiner Meinung nach wird die institutionelle Beteiligung an Bitcoin voraussichtlich nicht über eine Grenze von 3 Prozent hinausgehen, solange die Branche keine klare und vertrauenswürdige Lösung für die Quantenrisiken präsentiert. US-Banken im Widerstand: Risiken durch neue Krypto-Lizenzvergaben
„Bis das geklärt ist, erwarte nicht, dass sie über die 3-Prozent-Beteiligung hinausgehen. Sie bleiben vorsichtig, diszipliniert und warten auf Klarheit. Das ist die Realität“, so O’Leary.
Institutionen zeigen sich vorsichtig gegenüber Quantenbedrohungen
Seine Aussagen verdeutlichen, dass Institutionen das Risiko durch Quantencomputer als so erheblich erachten, dass sie sich lieber absichern. Währenddessen scheinen einige Analysten das potenzielle Problem sogar noch ernster zu nehmen.
Christopher Wood, globaler Leiter der Aktienstrategie bei Jefferies, hat seine Bitcoin-Gewichtung in Modellportfolios um 10 Prozent reduziert, da er vor den Risiken durch Quantencomputer warnt. Strategy-Aktie fällt um 10 % – Bitcoin-Verbindung sorgt für neue Risiken
Wood erklärte, dass Fortschritte in diesem Bereich die Argumente für Bitcoin als verlässlichen Wertspeicher untergraben – insbesondere für Anleger mit langfristigem Anlagehorizont, wie beispielsweise Pensionsfonds. Einige Analysten behaupten, dass die wachsende Besorgnis über Quantencomputer bereits den Bitcoin-Kurs beeinflusst.
Willy Woo äußerte kürzlich, dass die Ängste vor Quantencomputern dazu beigetragen haben, dass Bitcoin seinen zwölfjährigen Vorsprung gegenüber Gold verloren hat. Auch Charles Edwards, Gründer von Capriole Investments, teilt diese Einschätzung.
Edwards bemerkte, dass das Interesse an Quantencomputern verstärkt aufkam, als Bitcoin seinen Höchststand erreichte. Dies habe Anleger dazu veranlasst, ihr Risiko zu reduzieren, was wiederum zu einem Rückgang des Bitcoin-Kurses führte. Wann könnte der Bitcoin-Kurs ein neues Rekordhoch erreichen?
Entwickler arbeiten an BIP 360 zur Verbesserung der Sicherheit
Angesichts der wachsenden Bedenken haben die Entwickler von Bitcoin in der vergangenen Woche einen bedeutenden Schritt unternommen. Sie haben den Bitcoin Improvement Proposal 360 (BIP 360) offiziell im BIP-GitHub-Repository integriert.
Dies bedeutet, dass der Vorschlag nun offiziell gelistet ist und für zukünftige Bitcoin-Updates in Betracht gezogen werden kann. Er ist jedoch noch nicht genehmigt oder zur Umsetzung vorgesehen.
Mit BIP-360 wird ein neuer Ausgabe-Typ namens Pay-to-Merkle-Root (P2MR) vorgeschlagen. Dieser soll die Sichtbarkeit öffentlicher Schlüssel über einen längeren Zeitraum reduzieren: Die Key-Path-Ausgabe von Taproot wird entfernt.
„Pay-to-Merkle-Root (P2MR) ist ein vorgeschlagener neuer Ausgabe-Typ, der sich auf die Wurzel eines Skript-Baums bezieht. Die Funktionalität ist nahezu identisch mit P2TR (Pay-to-Taproot)-Ausgaben, jedoch ohne den für Quantencomputer anfälligen Key-Path“, wird im Vorschlag erläutert.
Traditionelle Formate wie P2PK zeigen öffentliche Schlüssel direkt an, während P2TR einen öffentlichen Schlüssel speichert und ihn bei der Key-Path-Ausgabe offenlegen kann. Dies könnte eine Schwachstelle für zukünftige Quantenangriffe darstellen. Mit dem rein scriptbasierten Ansatz von P2MR bleiben öffentliche Schlüssel so lange wie möglich außerhalb der Blockchain und werden erst bei der Ausgabe sichtbar, was das Risiko verringert.











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