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Strategy CEO bestätigt mögliche Bitcoin-Verkäufe unter bestimmten Bedingungen

Strategy, ehemals MicroStrategy, hat erstmals die Möglichkeit eines Bitcoin-Verkaufs in Betracht gezogen, wie CEO Phong Le in einer Rede auf…

Strategy CEO bestätigt mögliche Bitcoin-Verkäufe unter bestimmten Bedingungen

Strategy, ehemals MicroStrategy, hat erstmals die Möglichkeit eines Bitcoin-Verkaufs in Betracht gezogen, wie CEO Phong Le in einer Rede auf What Bitcoin Did erläuterte. Dies stellt einen signifikanten Wandel von der bisherigen „Niemals verkaufen“-Philosophie dar, die von Michael Saylor propagiert wurde.

Bedingungen für einen Bitcoin-Verkauf

Le erklärte, dass ein Verkauf von 649.870 Bitcoin in Betracht gezogen werden könnte, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind:

  • Erstens muss der Aktienkurs des Unternehmens unter das 1x mNAV fallen, was bedeutet, dass die Marktkapitalisierung unter dem Wert der Bitcoin-Bestände liegt.
  • Zweitens muss das Unternehmen nicht in der Lage sein, neues Kapital durch die Ausgabe von Eigen- oder Fremdkapital zu beschaffen.

Le betonte, dass der Vorstand keine kurzfristigen Verkaufspläne hat, jedoch diese Option „im Werkzeugkasten“ bleibt, falls sich die finanziellen Bedingungen verschlechtern.

Wichtigkeit des mNAV-Schwellenwerts

Der mNAV vergleicht den Marktwert von Strategy mit dem Wert seiner Bitcoin-Bestände. Ein mNAV unter 1 bedeutet, dass das Unternehmen weniger wert ist als seine Bitcoin-Bestände. Aktuell liegt der mNAV bei 0,95x, was nahe an der kritischen „Gefahrenzone“ von 0,9x ist.

Analysten warnen, dass ein Rückgang des mNAV unter 0,9x das Unternehmen dazu zwingen könnte, Teile seiner Bitcoin-Bestände zu verkaufen, um Dividendenzahlungen zu decken. Diese jährlichen Zahlungen belaufen sich auf 750 bis 800 Millionen USD.

Strukturelle Herausforderungen und Risiken

Laut Astryx Research hat sich Strategy in einen „fremdfinanzierten Bitcoin ETF mit einem angeschlossenen Softwareunternehmen“ verwandelt. Diese Struktur ist vorteilhaft, solange der Bitcoin-Kurs steigt, kann jedoch zu erhöhtem Stress führen, wenn die Liquidität sinkt oder die Volatilität steigt.

Die SEC-Berichte haben bereits auf das Liquiditätsrisiko bei einem starken Rückgang des Bitcoin-Kurses hingewiesen. Während das Unternehmen angibt, dass es aufgrund seiner Wandelschuldstruktur keinem Zwangsliquidationsrisiko ausgesetzt ist, bestätigen die jüngsten Äußerungen des CEOs einen mathematisch definierten Auslöser für mögliche freiwillige Verkäufe.

Auswirkungen auf Bitcoin-Investoren

Als größter Bitcoin-Inhaber weltweit hat Strategy eine zentrale Rolle in der institutionellen Bitcoin-These gespielt. Das Eingeständnis einer potenziellen Verkaufssituation könnte das Narrativ in Richtung Realismus verschieben und verdeutlichen, dass Liquidität die Ideologie beeinflussen kann. Die Marktstruktur ist ebenso entscheidend wie die Überzeugungen der Investoren.

Die Anleger werden die Entwicklungen am Montag genau verfolgen, um zu sehen, ob sich der mNAV stabilisiert oder weiter in Richtung 0,9x sinkt. Jede weitere Schwäche von Bitcoin oder der MSTR-Aktie könnte die Bilanzstrategie von Strategy im Jahr 2026 weiter unter Druck setzen.

Bildquelle: Unsplash / Kanchanara

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