Arthur Hayes sieht Bitcoin-Crash durch ETF-Hedging ausgelöst

Arthur Hayes von BitMEX warnt, dass institutionelle Hedging-Strategien rund um Bitcoin-ETFs den Kursabsturz verstärken. Er erklärt, wie Delta-Hedging und komplexe Handelsmechanismen die Marktvolatilität beeinflussen.

Arthur Hayes sieht Bitcoin-Crash durch ETF-Hedging ausgelöst

Arthur Hayes, Mitgründer von BitMEX, sieht die aktuellen Kursverluste von Bitcoin als Folge von institutionellen Hedging-Strategien, die im Zusammenhang mit dem BlackRock-ETF stehen.

Im Gegensatz dazu führt Franklin Bi von Pantera Capital den Rückgang auf eine in Asien ansässige, angeschlagene Organisation zurück, die ihre gehebelten Positionen im japanischen Yen-Carry-Trade aufgelöst hat.

Diese unterschiedlichen Ansätze verdeutlichen, dass die Volatilität des Bitcoin-Kurses zunehmend durch komplexe institutionelle Handelsstrategien beeinflusst wird, anstatt durch das Verhalten der Community.

Institutionelle Absicherungen verstärken Abwärtsdruck

Hayes hebt hervor, dass die Absicherungen von institutionellen Händlern den gegenwärtigen Abwärtsdruck auf den Bitcoin-Kurs verstärken. In einem Beitrag auf X am 7. Februar verwies er auf strukturierte Finanzprodukte, die mit BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) verbunden sind.

Er warnt vor den versteckten Risiken, die mit Bitcoin-ETF-Notizen verbunden sind. Hayes erklärt, dass fallende Bitcoin-Kurse dazu führen, dass Finanzinstitute, die solche Produkte anbieten, gezwungen sind, den zugrunde liegenden Coin zu verkaufen, um ihr Risiko zu steuern. Dieser Vorgang wird als „Delta-Hedging“ bezeichnet.

Risikomanagement und Marktmechanismen

Hayes erläutert, dass diese strukturierten Produkte häufig von großen Banken herausgegeben werden, um institutionellen Kunden den Zugang zu Bitcoin zu ermöglichen. Diese Produkte enthalten spezielle Risikomanagement-Elemente, wie beispielsweise einen Kapital-Schutz.

Wenn der Marktpreis auf ein zuvor festgelegtes Niveau fällt, müssen Händler ihre Positionen schnell anpassen, um das Risiko auszugleichen. Obwohl dieser Mechanismus aus traditionellen Aktienmärkten bekannt ist, betont Hayes, dass er im Krypto-Bereich eine Rückkopplung erzeugt. Das bedeutet, dass Verkäufe oft zu weiteren Verkäufen führen, was den Kurs noch schneller fallen lässt.

Marktanalyse und Ausblick

„Ich werde eine vollständige Liste aller von Banken ausgegebenen Produkte erstellen, um besser zu verstehen, an welchen Punkten es zu schnellen Anstiegen oder starken Einbrüchen beim Kurs kommen kann“, äußerte Hayes.

Er stellt jedoch klar, dass er nicht an eine „geheime Verschwörung“ glaubt, um den Markt absichtlich zu destabilisieren. Hayes betont, dass diese Derivate nicht selbst für Kursbewegungen verantwortlich sind, sondern die Schwankungen – sowohl nach oben als auch nach unten – verstärken.

Er fügt hinzu, dass der Markt froh darüber sein sollte, dass es keine Rettungsmaßnahmen gibt, da dies den gehebelten Handel auf natürliche Weise abbaut.

Unruhige Woche für den Kryptomarkt

Hayes‘ Kommentare fallen in eine turbulente Woche für den Kryptomarkt, in der der Bitcoin-Kurs kürzlich den schwächsten Tag seit dem Zusammenbruch der FTX-Börse im November 2022 erlebte.

Andere Marktteilnehmer führen den Rückgang auch auf umfassende makroökonomische Herausforderungen und Bedenken hinsichtlich der Sicherheit im Zusammenhang mit Quantencomputern zurück.

Franklin Bi, General Partner von Pantera Capital, erklärt, dass die Kursschwankungen eher auf eine angeschlagene Nicht-Krypto-Firma zurückzuführen sind als auf typische Akteure aus der Branche. Er äußerte sich dazu auf X.

Bi vermutet, dass der Verkäufer ein großes Unternehmen aus Asien war, das zunächst unbemerkt blieb, da es wenig direkte Verbindungen zu Krypto-nativen Handelspartnern hat. Nach seiner Einschätzung war das Unternehmen wahrscheinlich mit gehebelten Strategien auf Binance aktiv, wobei das Kapital über den sogenannten Yen Carry Trade aus Japan kam. Beobachte den Rückgang: Bitcoin-Coinbase-Premium auf Rekordtief

Diese beiden Analysen verdeutlichen, dass sich im Bereich der digitalen Werte ein grundlegender Wandel vollzieht, bei dem zunehmend komplexe Handelsstrategien und nicht nur die Meinungen von Privatanlegern die Kursentwicklung von Bitcoin bestimmen. Bitcoin-Kurs springt um 20 Prozent – droht jetzt eine bullische Falle trotz steigender US-Nachfrage?

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