Die Entscheidung von Binance, ab dem 23. August keine Transaktionen mehr mit HTX und zehn weiteren Kryptowährungsplattformen durchzuführen, hat bereits erste Reaktionen ausgelöst. Nutzer sind besorgt über die Auswirkungen auf ihre Gelder und die Möglichkeit, dass Überweisungen zur Überprüfung eingefroren werden könnten.
Transaktionen ab 23. August eingestellt
Ab dem 23. August wird Binance keine Überweisungen zu und von HTX sowie zehn weiteren Plattformen mehr ermöglichen. Alle Überweisungen, die nach diesem Datum getätigt werden, können gemäß den Compliance-Richtlinien des Unternehmens zur Überprüfung zurückgehalten werden.
EU-Sanktionspaket als Grundlage
Die Liste der betroffenen Plattformen entspricht dem neuesten Sanktionspaket der Europäischen Union, das am selben Tag rechtlich in Kraft tritt. Diese Verordnung, die am 23. Juli verabschiedet wurde, verbietet Transaktionen mit insgesamt 14 Krypto- und Zahlungsplattformen. Bei elf dieser Plattformen wird die Zusammenarbeit ab dem 23. August als illegal eingestuft.
Hintergrund der Sanktionen
Die Entscheidung von Binance, diese Liste zu übernehmen, ist nicht willkürlich. Die Namen der betroffenen Unternehmen wurden exakt übernommen, einschließlich ungewöhnlicher Schreibweisen wie „NoOnecrypto INC.” und „Exnode Pay (Arvix)”. Zwei der genannten Plattformen, Shelbit und Aban Tether, wurden bereits am 7. August vom US-Finanzministerium wegen Verbindungen zu iranischen Netzwerken sanktioniert.
HTX und die britischen Sanktionen
HTX steht auf dieser Liste, da Großbritannien am 26. Mai die Vermögenswerte von Huobi Global S.A., der panamaischen Gesellschaft hinter HTX, eingefroren hat. Der Grund für diese Maßnahme war die Erbringung von Finanzdienstleistungen für A7 LLC und Garantex Europe OU, wobei A7 ein russisches Zahlungsnetzwerk ist, das mit dem sanktionierten moldauischen Politiker Ilan Shor und der russischen Staatsbank Promsvyazbank in Verbindung steht.
Rechtliche Auseinandersetzungen und Compliance
Die britischen Behörden haben bestätigt, dass die Einfrierung auch die HTX-Börse selbst betrifft. HTX hat die Sanktionen abgelehnt und seinen Nutzern versichert, dass ihre Vermögenswerte sicher seien. Zudem steht HTX vor einer Klage der Financial Conduct Authority (FCA) wegen illegaler Krypto-Werbung, deren Vergleichsfrist am 25. August endet.
Risiken für Nutzer
HTX gibt an, 59,49 Millionen registrierte Nutzer zu haben, jedoch haben nur etwa 420.000 tatsächlich im Spot-Markt gehandelt. Im Vergleich dazu hat Binance ein zehnmal höheres tägliches Spot-Volumen. Nutzer, die Gelder zwischen HTX und Binance transferieren, verlieren diesen Zugang, was insbesondere Trader betrifft, die auf die kleineren Plattformen für kostengünstige Einzahlungen angewiesen sind.
Auswirkungen auf Wallets und weitere Plattformen
Auch gewöhnliche Wallets sind von den neuen Regelungen betroffen. Der On-Chain-Ermittler ZachXBT hat darauf hingewiesen, dass die britische Anordnung auch unschuldige Adressen betreffen könnte, was die Risiko-Scores bedeutungslos macht. Das EU-Verbot gilt ab demselben Morgen für alle Unternehmen im Block, und andere Plattformen wie Bybit haben bereits ihre Kontrollen verschärft.
Nutzer haben nun neun Tage Zeit, um alle offenen Transaktionen abzuschließen, bevor die neuen Regelungen in Kraft treten.
Quellen: de.beincrypto
Bildquelle: KI generiert
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.











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