ClarityAct verpasst Frist – Streit um Stablecoin-Renditen bremst

Die Frist für den Clarity Act ist verstrichen, ohne dass ein Kompromiss zu Stablecoin-Renditen erzielt wurde. Dies könnte weitreichende Folgen für die Krypto-Branche und institutionelle Investitionen haben.

ClarityAct verpasst Frist – Streit um Stablecoin-Renditen bremst

Die selbst gesetzte Frist des Weißen Hauses für Banken und Krypto-Unternehmen, um ihren Konflikt bezüglich der Renditen von Stablecoins zu klären, ist am 1. März abgelaufen.

Da eine Einigung bislang aussteht, steht nun institutionelles Kapital in Höhe von Billionen Dollar auf dem Spiel.

Warum ist das von Bedeutung?

Ein Gesetz für Stablecoins wird als entscheidender Schritt angesehen, um Krypto in den USA zu etablieren. Ohne klare Regelungen bleibt die Situation für alle Beteiligten ungewiss. Für Entwickler steigen zudem die Risiken, da sie mit Strafen rechnen müssen. Darüber hinaus wandern zahlreiche Innovationen nach Europa und Asien ab, wo die regulatorischen Rahmenbedingungen günstiger sind. Bis Januar 2026: Lummis-Gesetz zur Klarheit im Krypto-Markt in den USA

Die Einzelheiten:

Die am 1. März gesetzte Frist, die von Patrick Witt, dem Leiter des White-House-Krypto-Rats, festgelegt wurde, ist verstrichen. Ein Kompromiss bezüglich der Zinsen für Stablecoins steht weiterhin aus.

Kryptounternehmen streben an, regulierte Belohnungen für Stablecoins wie USDC anzubieten. Gleichzeitig befürchten Banken, dass viele Kunden ihr Geld abziehen und lieber 4 bis 5 Prozent Rendite auf Stablecoin-Investitionen annehmen, anstatt nur 0,01 Prozent Zinsen auf ihren Sparkonten zu erhalten. Aus diesem Grund plädieren sie für strenge Einschränkungen oder sogar ein vollständiges Verbot. US-Banken im Widerstand: Risiken durch neue Krypto-Lizenzvergaben

Eine Quelle aus der Bankenbranche äußerte gegenüber Crypto In America, dass man grundsätzlich der Meinung sei, Stablecoin-Guthaben sollten keine direkten Zinsen generieren. Dennoch würden Kryptofirmen weiterhin versuchen, durch „Mitgliedschaftsprogramme, Belohnungen und Staking“ Erträge zu ermöglichen – ein Vorgehen, das die Einigung erschwere, so die Banken.

Die Aufsichtsbehörde OCC könnte die Argumentation der Banken gestärkt haben. Sie hat mit ihrem neuen GENIUS Act angekündigt, dass die Belohnungen für Stablecoins voraussichtlich strenger reguliert werden als von der Kryptobranche erwartet.

Das große Ganze:

Die Beratungen im Senatsausschuss für Banken werden nun Mitte bis Ende März erwartet. Weitere Verhandlungen sind für April geplant. Bis spätestens Juli soll eine Entscheidung getroffen werden, um einer politischen Blockade im Wahljahr zuvorzukommen.

Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnten die Behörden SEC und OCC mit strengeren Maßnahmen reagieren und somit die fehlenden gesetzlichen Regelungen ersetzen. Morph setzt auf Stablecoins mit USDC und Circles CCTP

Solche Maßnahmen könnten dazu führen, dass der erwartete große Zufluss institutioneller Gelder, den JPMorgan für Ende 2026 prognostiziert, auf sich warten lässt.

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Bildquelle: ai-generated-gemini

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