Das Ende der quantitativen Straffung (QT) durch die Fed am 1. Dezember 2024 könnte einen signifikanten Wandel für Bitcoin und Altcoins darstellen. Historisch gesehen haben Altcoins in Phasen ohne aktive QT starke Rallyes gegenüber Bitcoin gezeigt. Experten weisen darauf hin, dass die Auswirkungen dieser geldpolitischen Veränderung Zeit benötigen könnten, um sich zu entfalten, wobei eine Bilanzausweitung möglicherweise bis Anfang 2026 verzögert wird.
Die Geldpolitik der Fed hat einen zunehmenden Einfluss auf die Krypto-Märkte, wobei Altcoins in der Vergangenheit bemerkenswerte Stärke gegenüber Bitcoin zeigten, wenn QT nicht aktiv war. Analyst Matthew Hyland hebt hervor, dass Zeiträume ohne QT oft von nachhaltigen Altcoin-Rallyes begleitet wurden, die zwischen 29 und 42 Monaten dauerten, was durch das OTHERS.D/BTC.D-Verhältnis belegt wird.
Hyland verweist auf die Zeiträume von 2014 bis 2017 sowie von 2019 bis 2022, in denen das Fehlen von QT zu signifikanten Aufwärtstrends bei Altcoins führte. Er betont, dass die starke Korrelation zwischen der Bilanz der Fed und der Performance von Altcoins vorteilhaft für deren zukünftige Entwicklung ist.
Das OTHERS.D/BTC.D-Verhältnis stieg, als sich die monetären Bedingungen verbesserten und eine größere Risikobereitschaft förderten. Von 2014 bis 2017 führte eine unterstützende Haltung der Fed zu starkem Altcoin-Wachstum, und ein ähnlicher Aufschwung folgte nach dem Ende der QT im August 2019, der bis 2022 anhielt.
Die technische Analyse zeigt, dass das ALT/BTC-Paar historisch bei 0,25 endete, nachdem QT abgeschlossen war. Diese Marke gilt als wichtiger Indikator für den möglichen Beginn einer Altcoin-Rallye. Aktuell liegt das ALT/BTC-Verhältnis bei 0,36, was über dieser kritischen Unterstützungsmarke liegt. Ein Rückgang in Richtung 0,25 könnte die typischen Anzeichen einer bevorstehenden Altcoin-Stärke signalisieren.
Obwohl QT offiziell beendet ist, sind unmittelbare Auswirkungen auf den Markt unwahrscheinlich. Die Erfahrungen aus 2019 zeigen, dass Verzögerungen bei der Bilanzausweitung die Reaktionen des Kryptomarkts hinauszögern können. Analyst Benjamin Cowen weist darauf hin, dass es bis Anfang 2026 dauern könnte, bis die Auswirkungen der geldpolitischen Veränderungen spürbar werden.
Diese operativen Realitäten sind entscheidend für das Markt-Timing. Mechanismen wie Schatzamtsabrechnungen können die Bilanzausweitung um einige Monate verzögern, was zu Unsicherheiten für Händler führen kann, die auf klare politische Auswirkungen warten. Trotz kurzfristiger Unsicherheiten bleibt der Ausblick für den Altcoin-Markt positiv, da historische Trends darauf hindeuten, dass Altcoins von einer durch die Fed angetriebenen Liquiditätsausweitung profitieren.
Bildquelle: Unsplash / Ewan Kennedy











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