Aktuelle Daten belegen, dass die massiven Käufe von Bitcoin durch sogenannte „Whales“ lediglich auf eine Umstrukturierung innerhalb der Börsen zurückzuführen sind.
Wenn man diese technischen Transfers ausblendet, zeigen die Zahlen: Große Anleger waren im Dezember in Wahrheit Netto-Verkäufer.
Diese Veräußerungen stehen im Einklang mit den Daten von Glassnode, die negative Kapitalflüsse und Rekordverluste bei Langzeit-Haltern dokumentieren. Die jüngsten Marktdaten, die angebliche große Bitcoin-Ansammlungen durch bedeutende Investoren suggerieren, basieren anscheinend auf einem Missverständnis der internen Abläufe bei den Kryptowährungsbörsen.
Missverständnisse über Whale-Käufe
Am 2. Januar erläuterte Julio Moreno, Geschäftsführer von Research beim Analyseunternehmen CryptoQuant, dass On-Chain-Signale, die anfangs als Käufe von „Walen“ wahrgenommen wurden, überwiegend durch interne Aktivitäten innerhalb der Exchanges erklärt werden können.
Moreno erklärte weiter, dass die vermeintliche Ansammlung hauptsächlich auf die Umverteilung von Vermögenswerten durch Krypto-Exchanges zurückzuführen sei. Diese führen regelmäßig Umstrukturierungen in ihren digitalen Tresoren durch, indem sie Guthaben von mehreren kleineren Einzahl-Adressen in weniger und größere Cold-Wallets verschieben.
Solche technischen Vorgänge können fälschlicherweise als Kauf großer Mengen von Bitcoin durch einen Investor interpretiert werden, was häufig zu irreführenden Signalen für Marktbeobachter führt.
Verkäufe dominieren die Marktbewegungen
Nach der Filterung dieser internen Umstrukturierungen stellte Moreno einen bärischen Trend bei großen Investoren fest. Er betonte, dass Bitcoin-„Wale“ (Einheiten mit über 1.000 Coins) sowie mittlere Investoren, auch „Delfine“ genannt, im Dezember insgesamt mehr verkauft als gekauft haben.
Die Gesamtbilanz dieser Gruppen fiel von rund 3,2 Millionen Bitcoin auf knapp unter 2,9 Millionen im Dezember, gefolgt von einer kleinen Korrektur auf 3,1 Millionen.
Auffällig ist, dass diese Verkaufsaktivitäten mit einer volatilen Phase des Bitcoin-Kurses korrelierten. Im Dezember fiel der Bitcoin-Kurs von einem Hoch von 94.297 USD auf ein Tief von 84.581 USD.
Zusätzlich zeigen Daten des Blockchain-Analyseunternehmens Glassnode, dass die monatlichen Kapitalzuflüsse ins Bitcoin-Netzwerk Ende Dezember negativ wurden, was das Ende von zwei Jahren durchgehend positiver Zuflüsse signifiziert, die Ende 2023 begonnen hatten.
Anleger-Müdigkeit zeichnet sich ab
Parallel dazu verkaufen auch Langzeit-Investoren, die in der Regel in schwierigen Phasen festhalten, zunehmend mit Verlusten. Das Tempo dieser Verluste übersteigt kürzlich die bisherigen Rekorde aus 2024. Dieser Anstieg bei realisierten Verlusten deutet auf eine Welle von „Anleger-Müdigkeit“ und Kapitulation innerhalb der sonst als widerstandsfähig geltenden Anlegergruppe hin.











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