Krypto-Märkte erleiden massive Liquidationen von 934 Millionen USD nach US-Angriffen auf Iran

Nach den jüngsten US-Angriffen auf den Iran verzeichnen die Kryptomärkte Liquidationen von fast 1 Milliarde USD. Besonders betroffen sind Long-Positionen in Bitcoin und Ethereum, während die Marktstimmung kippt und neue Unsicherheiten aufkommen.

Krypto-Märkte erleiden massive Liquidationen von 934 Millionen USD nach US-Angriffen auf Iran

In den letzten 24 Stunden kam es zu Krypto-Liquidationen in Höhe von 934,24 Millionen USD, nachdem die USA erneut militärische Angriffe im Iran durchgeführt hatten. Diese Vorfälle führten dazu, dass rund 167.400 Trader-Konten aufgrund gescheiterter Long-Positionen liquidiert wurden.

Bitcoin und Ethereum am stärksten betroffen

Die Liquidationen betrafen hauptsächlich Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH). Bei Bitcoin beliefen sich die Liquidationen auf 363 Millionen USD, während Ethereum mit 240 Millionen USD folgte. Die größte Einzelposition, ein Long auf Bitcoin im Wert von 15,34 Millionen USD, wurde auf der Handelsplattform Hyperliquid geschlossen.

Überwiegende Liquidationen von Long-Positionen

Die Mehrheit der Verluste traf Trader, die auf eine Marktbelebung gesetzt hatten. Laut Daten von CoinGlass machten Long-Positionen 93% der gesamten Liquidationen aus, während Short-Positionen kaum betroffen waren. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass die Derivatemärkte zuvor von einer optimistischen Stimmung bezüglich einer möglichen Waffenruhe geprägt waren. Viele Trader hatten ihre Long-Positionen mit Hebel verstärkt, was zu einer erhöhten Anfälligkeit führte.

Marktentwicklung und geopolitische Einflüsse

Der Bitcoin-Kurs fiel während dieser Ereignisse unter die Marke von 73.000 USD, was die bereits bestehende Abwärtsbewegung verstärkte. Diese Bewegung setzte ein, nachdem US-Präsident Trump zu Beginn der Woche Zweifel an einem möglichen Abkommen geäußert hatte. Auch andere riskante Vermögenswerte, wie Aktien und Öl, zeigten signifikante Bewegungen. Der Brent-Ölpreis stieg, da Händler mit möglichen Lieferengpässen rund um die Straße von Hormus rechneten. Die Liquidationen führten zum Ende von Long-Investitionen, die während der vorherigen Rallye aufgrund einer Waffenruhe aufgebaut worden waren.

US-Angriffe und deren Auswirkungen auf den Markt

Der Verkaufsdruck begann, nachdem das US-Zentralkommando bestätigte, dass militärische Ziele im Iran angegriffen wurden. Dabei wurden vier Angriffs-Drohnen in der Nähe der Straße von Hormus zerstört, und eine Bodenkontrollstation in Bandar Abbas wurde ebenfalls angegriffen. Laut US-Angaben stellten diese Ziele eine Bedrohung für amerikanische Streitkräfte sowie für die Schifffahrt dar. Iranische Staatsmedien berichteten, dass es keine Opfer gegeben habe. Zudem aktivierte Kuwait eigene Luftabwehrsysteme gegen mögliche Raketen- und Drohnenangriffe.

Diplomatische Bemühungen und Marktstimmung

Diese Eskalation trat nur wenige Tage nach der Andeutung eines Waffenruhe-Abkommens auf. US-Präsident Trump erklärte in einer Kabinettsitzung, dass die Verhandlungen gescheitert seien und warnte, dass die USA ihre militärischen Aktivitäten möglicherweise einstellen könnten, falls keine Einigung erzielt werde. Diese Äußerungen führten zu einem Stimmungsumschwung auf den Märkten, die zuvor durch Trumps positive Signale bezüglich einer Konfliktlösung optimistisch waren.

Ausblick auf die Märkte

Die zukünftige Entwicklung hängt davon ab, ob Washington und Teheran erneut Verhandlungen aufnehmen. Eine zweite Angriffswelle innerhalb von drei Tagen könnte jedoch die Chancen auf eine diplomatische Lösung verringern. Jede Störung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus hätte direkte Auswirkungen auf den Ölpreis und könnte zu einem Rückzug aus risikobehafteten Anlagen führen. Die USA haben zudem den Druck durch die Operation Economic Fury erhöht, die sich gegen Irans digitales Vermögensnetzwerk richtet.

Im Kryptomarkt hatte eine Liquidationswelle von 1,7 Milliarden USD zu Beginn des Jahres bereits gezeigt, wie schnell gehebelte Positionen wieder aufgebaut werden können. Trader werden daher in den kommenden Sitzungen die Finanzierungsraten und das Open Interest genau beobachten, um zu erkennen, ob sich die Marktstimmung ändert oder ob die Long-Seite erneut aufgebaut wird. Angesichts des bereits bekannten rückläufigen Bitcoin-Kurses im Zusammenhang mit den Ereignissen in Hormus könnte eine weitere Schlagzeile die 70.000-USD-Marke erneut herausfordern.


Quellen: de.beincrypto

Bildquelle: KI generiert

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