Kryptomarkt: Benjamin Cowen warnt vor weiterem Rückgang trotz historisch niedriger Preise

Benjamin Cowen warnt, dass Kryptowährungen derzeit 62% unter ihrem fairen Wert liegen, was den größten Abschlag seit 2010 darstellt. Trotz der günstigen Preise erwartet er in den kommenden Wochen einen weiteren Rückgang, bevor ein möglicher Markttiefpunkt im November erreicht wird.

Kryptomarkt: Benjamin Cowen warnt vor weiterem Rückgang trotz historisch niedriger Preise

Benjamin Cowen, Gründer von Into The Cryptoverse, äußerte sich besorgt über die aktuelle Situation im Kryptomarkt und erklärte: „Wir sind derzeit 62% unter dem fairen Wert, was den größten Abschlag seit 2010 darstellt.“ Trotz dieser alarmierenden Zahlen warnt Cowen, dass der Markt möglicherweise noch nicht seinen Tiefpunkt erreicht hat.

Aktuelle Marktentwicklung und Prognosen

In zwei neuen Videos analysierte Cowen die gesamte Marktkapitalisierung der Kryptowährungen und stellte fest, dass diese am 31. Juli 2,152 Billionen USD betrug. Laut seiner logarithmischen Regressionstrendlinie liegt der faire Wert jedoch bei 5,737 Billionen USD, was bedeutet, dass der Markt aktuell um 62,49% unterbewertet ist. Cowen betont, dass der Markt derzeit nur 37,52% des fairen Wertes handelt, was den niedrigsten Stand seit dem 20. September 2010 darstellt.

Ein Blick auf die Zukunft

Der Analyst erwartet, dass Bitcoin in den kommenden zwei bis drei Wochen eine Schwächephase durchlaufen wird. „Falls die Vergangenheit ein Hinweis ist, wird das nächste Zeitfenster der Schwäche innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen beginnen“, warnte Cowen. Diese Vorhersage basiert auf historischen Mustern, die in Zwischenwahljahren beobachtet wurden, in denen Bitcoin in den Monaten August und September häufig Verluste verzeichnete.

Marktbedingungen und makroökonomische Faktoren

Aktuell wird Bitcoin (BTC) bei etwa 62.648 USD gehandelt, was einem Rückgang von 45% im Jahresvergleich und 27% seit Jahresbeginn entspricht. Cowen verweist auf makroökonomische Faktoren, die den Markt beeinflussen könnten, insbesondere die steigenden Anleiherenditen und die Unsicherheit der Federal Reserve bezüglich ihrer Zinspolitik. „Der Anleihemarkt beginnt sich zu verweigern, aber die Fed erhöht die Zinsen nicht“, sagte er.

Erwartungen für den November

Trotz der kurzfristigen Unsicherheiten zeigt Cowens Modell für Marktzyklen, dass das Ende des aktuellen Bärenmarktes möglicherweise näher rückt. Er äußerte die Hoffnung, dass der Markt im November entweder bereits den Tiefpunkt erreicht hat oder zumindest kurz davor steht. „Ich hoffe, dass wir etwa im November entweder bereits am Markttief angekommen sind oder es zumindest nah bevorsteht“, erklärte Cowen.

Strategien für Anleger

Cowen empfiehlt Anlegern, eine Dollar-Cost-Averaging (DCA) Strategie in Betracht zu ziehen, um die Volatilität des Marktes auszugleichen. „Ich würde Ihnen raten, dies ist keine Finanzberatung, aber meistens ist eine DCA-Strategie besser als zu versuchen, das genaue Tief zu erwischen“, fügte er hinzu. Diese Methode ermöglicht es Anlegern, ihre Käufe über einen längeren Zeitraum zu verteilen, um das Risiko zu minimieren.

Langfristige Perspektiven

Langfristig bleibt Cowen optimistisch, dass der Kryptomarkt einen Wert von 10 Billionen USD erreichen könnte, auch wenn es Schwankungen in dieser Schätzung geben kann. Allerdings warnt er, dass sich die Erholung bis 2027 verzögern könnte, sollte sich der Vierjahreszyklus wie im Jahr 2022 verlängern. In diesem Fall könnte die Widerstandszone des Bärenmarktes möglicherweise bis dahin nicht erreicht werden.


Quellen: de.beincrypto

Bildquelle: KI generiert

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