Michael Saylor hat die jüngsten Berichte über einen angeblichen Bitcoin-Verkauf im Wert von 5 Milliarden USD durch MicroStrategy als irreführend zurückgewiesen. Er betonte, dass diese Informationen bereits vor einem Monat veröffentlicht wurden und somit keine Neuigkeit darstellen.
Die Diskussion über den vermeintlichen Verkauf entbrannte, nachdem MicroStrategy die Genehmigung erhalten hatte, bis zu 5 Milliarden USD in Bitcoin zu monetisieren. Saylor bezeichnete die Berichterstattung als alte Nachrichten, die in neuem Kontext präsentiert wurden.
Hintergrund des 5-Milliarden-Plans
Der Kapitalplan, der am 29. Juni 2026 vorgestellt wurde, sieht vor, dass MicroStrategy Bitcoin verkaufen kann, jedoch nicht dazu verpflichtet ist. Der Plan umfasst vier Hauptausgaben:
- 1,25 Milliarden USD zur Auffüllung der Barreserve
- 1 Milliarde USD für den Rückkauf von Vorzugsaktien
- 1 Milliarde USD für den Rückkauf von Stammaktien
- Etwa 1,76 Milliarden USD jährlich für Dividenden- und Zinszahlungen
Insgesamt ergibt dies 5,01 Milliarden USD, die in der viralen Diskussion zitiert wurden. Diese Zahl wurde jedoch bereits vor fünf Wochen veröffentlicht und ist Teil der MicroStrategy-Aktie.
Notwendigkeit der Auffüllung der Barreserve
Die Barreserve war bis zum 25. Mai auf 871 Millionen USD gesunken, nachdem MicroStrategy 1,38 Milliarden USD zur Rückzahlung von Schulden verwendet hatte. Dies führte zu der Entscheidung, die Reserve wieder aufzufüllen.
Missverständnisse über die Verkaufsstrategie
Ein Grund für die Verwirrung könnte die frühere Aussage von Saylor sein, der im Februar 2025 erklärte: „Never sell your Bitcoin“. Diese Aussage wurde von vielen als feste Regel interpretiert. Allerdings stellte der CEO von MicroStrategy, Phong Le, am 26. Mai klar, dass der Verkauf von Bitcoin Teil der Unternehmensstrategie sei.
„Wir hatten nie eine ‚Never Sell‘-Politik. Das Programm verpflichtet nicht zum Verkauf von BTC, und wir erwarten, langfristig Netto-Käufer von Bitcoin zu bleiben,“ sagte Saylor.
Aktuelle Verkaufszahlen und Marktentwicklung
Die Handelsaktivitäten von MicroStrategy zeigen, dass zwischen April und Juni 85.296 Bitcoin gekauft und lediglich 1.395 verkauft wurden. Dies entspricht einem Verhältnis von 61 gekauften zu einem verkauften Bitcoin, was zu einem Anstieg des Bestands auf 846.000 BTC führte.
Bis zum 26. Juli beliefen sich die Verkaufsvolumina auf 218,4 Millionen USD, die vollständig in Dividenden flossen. Dies stellt lediglich 0,4 % eines Bestands im Wert von 54,8 Milliarden USD dar. Im Juli stiegen die Verkaufszahlen jedoch an, wobei etwa 135 Millionen USD in diesem Monat erzielt wurden, was die Verkäufe des gesamten vorhergehenden Monats übertraf.
Der Bitcoin-Kurs lag am Sonntag bei etwa 63.378 USD, was ungefähr der Hälfte des Rekordpreises im Oktober entspricht. Die Entscheidung, weiterhin Netto-Käufer zu bleiben, hängt derzeit von den finanziellen Rahmenbedingungen ab und nicht von einer festen Überzeugung.
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Quellen: de.beincrypto
Bildquelle: KI generiert











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