Öffentliche Bitcoin-Miner haben im ersten Quartal 2026 eine Rekordmenge von über 32.000 BTC verkauft, was einen neuen Höchststand in der Branche darstellt.
Diese Verkaufszahlen übertreffen die Nettoumsätze des Jahres 2025 und die Liquidation von rund 20.000 BTC während des Terra-Luna-Zusammenbruchs im zweiten Quartal 2022.
Margen der Miner unter Druck
Der Hashpreis, der sich im Bereich von etwa 30 USD pro PH/s bewegt, belastet die Gewinnmargen der Miner erheblich.
Zu den Verkäufern gehören bedeutende Akteure der Branche wie MARA Holdings, CleanSpark, Riot Platforms, Cango, Core Scientific und Bitdeer. Berichten zufolge hat Riot Platforms im ersten Quartal 2026 insgesamt 3.778 BTC verkauft und damit Einnahmen von fast 289,5 Millionen USD erzielt.
Core Scientific veräußerte allein im Januar etwa 1.900 BTC, was einem Wert von rund 175 Millionen USD entspricht. Cango verkaufte im März 2.000 BTC für ungefähr 143 Millionen USD, um Bitcoin-besicherte Kredite zurückzuzahlen. MARA veräußerte im März zudem 15.133 BTC für etwa 1,1 Milliarden USD.
Verkaufstaktik und Marktbedingungen
CleanSpark verkaufte im Januar rund 159 der 573 geminten BTC, um den laufenden Betrieb zu unterstützen. Im Februar produzierte das an der Nasdaq gelistete Unternehmen 568 BTC und veräußerte 553 BTC.
„Öffentliche Bitcoin-Miner haben ihre BTC-Bestände mit einer Geschwindigkeit verkauft, wie man sie seit den Tiefpunkten des letzten Krypto-Bärenmarkts nicht mehr gesehen hat, da eine anhaltende Schwäche der Mining-Ökonomie die Betreiber in den Überlebensmodus zwingt”, wird im Blog berichtet.
Sinkende Margen, hohe Schulden und eine strategische Neuausrichtung auf Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) sind laut dem Bericht entscheidende Faktoren für diese Entwicklung.
Aktuelle Marktsituation
Der Hashpreis liegt im niedrigen Bereich von 30 USD pro Petahash pro Sekunde und bewegt sich damit nahe den Allzeittiefs. Dieser Wert misst die erwarteten Mining-Einnahmen pro Einheit der Rechnerleistung.
Die Schwierigkeit im Netzwerk hat sich mittlerweile auf etwa das Zehnfache im Vergleich zu 2021 erhöht. Die Halbierung im April 2024 hat zudem die Blockbelohnungen halbiert.
„Insgesamt sind die Mining-Gewinne um den Faktor zehn geschrumpft, was den aktuellen Verkaufsdruck erklärt”, wird im Blog zitiert.
Dieser Rekordverkauf stellt einen entscheidenden Moment für den öffentlichen Mining-Sektor dar. Sollte der Hashpreis nicht signifikant steigen oder der Bitcoin-Kurs keine starke Rallye zeigen, um die engen Margen auszugleichen, könnte die Rekordliquidierung aus dem ersten Quartal der Beginn einer umfassenderen Marktkonsolidierung sein und nicht als Einzelfall betrachtet werden.
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Bildquelle: ai-generated-gemini











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