10X Research prognostiziert zwei Wochen für Bitcoin, Bitwise-CEO warnt vor Risiken

In den kommenden zwei Wochen stehen für Bitcoin entscheidende Ereignisse an, die die Marktbewegungen beeinflussen könnten. Während 10X Research von einem drohenden Rückgang ausgeht, warnt Bitwise-CEO Hunter Horsley, dass das eigentliche Risiko darin liegt, das Interesse der Anleger zu wecken.

10X Research gibt Bitcoin zwei Wochen, während Bitwise-CEO auf das eigentliche Risiko hinweist

„Im Grunde interessiert es niemanden“, sagte Bitwise-CEO Hunter Horsley und verwies auf die Herausforderungen, vor denen Bitcoin steht.

10X Research hat eine kritische Einschätzung zur aktuellen Situation von Bitcoin (BTC) abgegeben und sieht in den kommenden zwei Wochen entscheidende Ereignisse, die den Kursverlauf beeinflussen könnten. Währenddessen hebt Horsley hervor, dass das größte Risiko für Bitcoin nicht in der makroökonomischen Lage liegt, sondern in der mangelnden Aufmerksamkeit der Anleger.

Wichtige Ereignisse im Blick

Der Bericht vom 7. Juni von 10X Research beschreibt ein entscheidendes Zeitfenster, das durch den Verbraucherpreisindex (CPI) am 10. Juni und das Treffen der US-Notenbank (Fed) am 16. und 17. Juni geprägt ist. Die Analysten von 10X erwarten, dass die Fed eine straffere Geldpolitik anstrebt, was zu einem weiteren Druck auf Bitcoin durch steigende Zinsen führen könnte.

Bereits am 16. Mai hatte 10X einen Stopp beim 30-Tage-Durchschnittspreis von Bitcoin bei 78.404 USD gesetzt. Nach eigenen Angaben fiel der Bitcoin-Kurs daraufhin um 23% unter diese Marke, was bärische Chart-Signale bestätigte. Ethereum (ETH), als bevorzugte Short-Position, verzeichnete einen Rückgang von 30%.

Liquidität statt Inflationsschutz

In ihrem Bericht betont 10X Research, dass Bitcoin in der aktuellen Marktsituation kein Inflationsschutz, sondern ein Liquiditätsschutz ist.

„Er steigt, wenn die Geldpolitik locker wird, und fällt, wenn sie straffer wird“,

heißt es in der Analyse. Diese Argumentation stützt sich auf eine abnehmende Liquidität, die durch eine Verbraucherpreisinflation von 2,4% auf 3,8% sowie steigende Produzentenpreise auf 6,0% und 30-jährige Renditen über 5,0% belegt wird.

Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass es diesmal keine politische Unterstützung durch US-Präsident Trump gibt, die in der Vergangenheit bei Zoll-Rücknahmen und Waffenstillständen hilfreich war.

Marktinteresse als zentrale Herausforderung

Bitwise-CEO Hunter Horsley sieht das Hauptproblem für Bitcoin in der mangelnden Aufmerksamkeit der Anleger. Er vergleicht die Marktkapitalisierung von Kryptowährungen, die bei etwa 2 Billionen USD liegt, mit anderen Anlageklassen:

  • Globale Aktien: rund 130 Billionen USD
  • Festverzinsliche Wertpapiere: 150 Billionen USD
  • Immobilien: 300 Billionen USD
  • Gold: 30 Billionen USD

„Kryptos sind weniger als 1% davon, also sogar kleiner als Microsoft allein“, so Horsley. Er kritisiert die Fokussierung des Marktes auf interne Themen und verweist auf den ersten Bitcoin-Verkauf durch Strategy seit 2022 sowie auf Michael Saylors Äußerungen zur Kapitalumschichtung in KI. Die meisten Investoren würden solche Entwicklungen nicht verfolgen.

„Das größte Hindernis ist vielmehr: Im Grunde interessiert es niemanden. Niemand muss in irgendetwas investieren, auch nicht in Krypto. Dieser Bereich muss den Menschen einen Grund geben, sich dafür zu interessieren“,

betont Horsley.

Unterschiedliche Perspektiven auf die Herausforderungen

Die Warnungen von 10X und Horsley zeigen unterschiedliche Perspektiven auf die Herausforderungen, vor denen Bitcoin steht. 10X sieht ein akutes Liquiditätsproblem mit einer Frist von zwei Wochen, während Horsley ein langfristiges Aufmerksamkeitsproblem identifiziert. Die kommenden Ereignisse, insbesondere der Verbraucherpreisindex und die Fed-Entscheidung, werden die erste These in den nächsten Tagen testen. Die zweite Herausforderung könnte jedoch Jahre in Anspruch nehmen, um sich zu klären.

Beide Experten sind sich jedoch einig, dass die nächste Bewegung von Bitcoin maßgeblich davon abhängt, ob das Interesse der Anleger geweckt werden kann.


Quellen: de.beincrypto

Bildquelle: KI generiert

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