3 KI-Aktien, die Nvidia im März 2026 schlagen können

Drei KI-Aktien könnten bis März 2026 besser abschneiden als der Marktführer Nvidia. Während Nvidia mit Herausforderungen wie Zöllen und hohem Bewertungsdruck kämpft, bieten TSMC, Alphabet und Broadcom vielversprechende Alternativen für Anleger.

3 KI-Aktien, die Nvidia im März 2026 schlagen können

Drei KI-Aktien mit Potenzial, Nvidia bis März 2026 zu übertreffen

TSMC beeinflusst die Kostenstruktur und Preismacht von Nvidia – bei nahezu halb so hoher Bewertung.

Alphabets 13.000-USD-TPUs stellen eine direkte Konkurrenz zu NVIDIAs 30.000- bis 40.000-USD-GPUs im Cloud-AI-Sektor dar.

Broadcom: Eine inverse Kopf-Schulter-Formation deutet auf ein Kursziel von 420 USD hin – die Zahlen am 4. März könnten als Katalysator wirken.

Nvidia ist der führende Anbieter im Bereich KI-Chips. Dennoch bedeutet diese Marktführerschaft nicht zwangsläufig das beste Risiko-Chancen-Verhältnis. Angesichts der zunehmenden Vorsicht großer Investoren, der Zölle auf Chips aus Taiwan und der Notwendigkeit eines über 60-prozentigen Wachstums zur Rechtfertigung der aktuellen Bewertung, richten erfahrene Anleger ihren Blick auch auf andere KI-Aktien. Polymarket: Bots generieren Rekordgewinne und verändern Prognosemärkte

Hier sind drei KI-Aktien, die bis März 2026 sowohl technisch als auch fundamental eine vorteilhaftere Ausgangslage bieten könnten. Am Ende des Artikels wird eine riskante, aber interessante Aktie vorgestellt.

Aktuelle Situation von Nvidia (NVDA)

Nvidia hat derzeit eine Gewichtung von 15,79 Prozent und ist die größte Position im Technologiesektor (XLK).

Die Erwartungen an Nvidia sind hoch, jedoch reichten diese zuletzt nicht immer aus. Nach einem Rekordergebnis im dritten Quartal von 57 Milliarden USD blieb der Kurs nahezu unverändert und bewegte sich seitdem seitwärts.

Obwohl der Kurs im Jahresvergleich um über 50 Prozent gestiegen ist, zeigt NVIDIAs Chart seit Ende Oktober einen fallenden Trendkanal. Aktuell scheint der Kurs aus diesem Kanal ausbrechen zu wollen, jedoch fehlt noch die Bestätigung.

Ein stabiler Kurs über 195 USD und das Überschreiten der Marken bei 203 und 212 USD würden einen bullischen Trend signalisieren.

Scheitert der Ausbruch, sind die Bereiche bei 190 und 179 USD wichtige Unterstützungsniveaus; darunter droht ein signifikanter Rückgang. Der Chaikin Money Flow (CMF), der anzeigt, ob große Investoren ein- oder aussteigen, bleibt jedoch ein Warnsignal.

Der CMF liegt seit Mitte Januar unter null, was bedeutet, dass trotz des Kursanstiegs weiterhin Geld abfließt.

Wenn der CMF nicht, wie Mitte Januar, wieder in den positiven Bereich dreht, könnte der Kursrallye die Unterstützung größerer Anleger fehlen und der Abwärtstrend könnte zurückkehren.

Fundamental betrachtet produziert Nvidia alle seine GPUs bei TSMC in Taiwan, was das Unternehmen anfällig für Section 232-Zölle auf Halbleiterimporte macht und die Chipkosten erhöht.

Zusätzlich ist der Umsatz in China aufgrund von US-Exportbeschränkungen stark eingebrochen, was den zweitgrößten KI-Markt der Welt ausschließt.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 35x (EV/EBITDA) zeigt, dass Nvidia ein dauerhaftes Wachstum von über 60 Prozent benötigt, um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen. Vor diesem Hintergrund könnten drei andere KI-Aktien bis März die bessere Wahl sein.

Taiwan Semiconductor (TSM): Lohnt sich jetzt der Einstieg?

TSMC (TSM), die erste Aktie auf der Liste, hat sich im Jahresvergleich nahezu verdoppelt und übertrifft damit den Nvidia-Kurs, der um rund 50 Prozent gestiegen ist. Dies hat einen klaren Grund: TSMC produziert über 90 Prozent der fortschrittlichsten Chips weltweit.

Jede Nvidia-GPU, jeder Broadcom-ASIC und jeder AMD-Prozessor wird bei TSMC gefertigt. Wer den KI-Chip-Wettlauf gewinnt, spielt für TSMC keine Rolle.

Viele Anleger übersehen, dass TSMC die Kostenstruktur von Nvidia kontrolliert. Neue Preiserhöhungen von 10 bis 20 Prozent bei High-End-Chips wurden sofort akzeptiert, da es keine Alternativen gibt.

Intel ist mehrere Generationen im Rückstand, während Samsung mit geringen Ausbeuten kämpft. Steigen die Preise bei TSMC, steigen auch die Gewinne. Nvidia zahlt und verdient dadurch weniger.

Im Gegensatz zu Nvidia unterliegt TSMC keinen Importzöllen. Zölle betreffen den Importeur, nicht den Exporteur. TSMC exportiert, Nvidia importiert. Zudem produziert TSMC in neuen Werken in Arizona jetzt auch Chips in den USA – völlig zollfrei.

Mit einem Verhältnis von 18x EV/EBITDA ist TSMC fast halb so teuer wie Nvidia mit 35x. Im letzten Quartal sind 1.945 Institutionen neu eingestiegen – mit einem Volumen von 49 Milliarden USD. Dies stellt einen der höchsten Zuflüsse bei KI-Aktien dar.

Im Chart bewegt sich TSM seit Mitte Dezember in einem aufwärtsgerichteten Kanal. Ein bevorstehender Ausbruch könnte Kursziele von 470 USD ermöglichen, was über 20 Prozent Plus ab März bedeuten würde.

Der CMF steht bei 0,21, was deutlich positiv ist und einen konstanten Zufluss großer Investoren zeigt. Ein Sprung über 0,28 würde das Ausbruchssignal verstärken.

Nach unten ist der Bereich um 386 USD eine wichtige Unterstützung. Bei geopolitischen Spannungen um Taiwan könnten auch die Zonen bei 362 oder 346 USD getestet werden. Erst bei einem dauerhaften Fall unter 346 USD wird der Chart neutral.

Alphabet (GOOGL): Überraschende Entwicklungen beim Tech-Giganten

Diese KI-Aktie könnte für Überraschungen sorgen. Im Tageschart zeigt sich Alphabet derzeit schwach: Der Kurs ist seit Jahresbeginn nahezu unverändert, im vergangenen Monat fiel er sogar um 7 Prozent. Aktuell bildet sich ein Kopf-Schulter-Muster mit einer abwärts geneigten Nackenlinie. Doch es gibt einen interessanten Punkt.

Seit dem rechten Hoch am 23. Februar versucht der Kurs, sich zu erholen. Aktuell notiert Alphabet nahe diesem rechten Hoch. Ein Ausbruch über 319 USD würde das bärische Muster auflösen und den Chart neutralisieren.

Über 349 USD wird die kurzfristige bärische Annahme vollständig ungültig.

Der CMF zeigt ein anderes Bild als der Kurs. Während NVIDIAs CMF weiterhin negativ ist und institutionelles Geld abfließt, ist Alphabets CMF nun positiv bei 0,09.

Ähnlich wie bei TSM fließt trotz schwacher Kursbewegung Geld in die Aktie. Ein dauerhafter Wert über 0,19 würde bestätigen, dass institutionelle Anleger bis ins erste Quartal 2026 ihr Engagement erhöhen.

Im letzten Quartal haben 520 Institutionen neue Positionen mit durchschnittlich 74 Millionen USD eröffnet.

Google hat einen einzigartigen Vorteil. Das Unternehmen nutzt nicht nur KI, sondern verkauft auch günstigere KI-Infrastruktur an NVIDIAs Kunden. Die Ironwood-TPUs kosten etwa 15.000 USD, während NVIDIAs GPUs zwischen 30.000 und 40.000 USD kosten.

Google Cloud wuchs im letzten Quartal um 48 Prozent, und die operative Marge stieg innerhalb eines Jahres von 17,5 auf 30,1 Prozent.

Als Software- und Dienstleistungsunternehmen hat Alphabet keine Zollrisiken – im Gegensatz zu NVIDIAs hundertprozentiger Belastung.

Fällt der Kurs unter 286 USD, würde sich das bärische Muster bestätigen. Dies könnte die Preise in Richtung 276 USD und darunter drücken – häufig ausgelöst durch breitere Tech-Verkäufe oder schwache Cloud-Prognosen.

Dennoch deuten die CMF-Divergenz und institutionellen Flüsse darauf hin, dass kluge Anleger auf eine Umkehr und nicht auf einen weiteren Rückgang setzen.

Broadcom (AVGO): Starke Wachstumschance für Anleger

Zuletzt in der Liste, aber nicht weniger wichtig: Diese KI-Aktie ist im Jahresvergleich um 64 Prozent gestiegen, blieb jedoch in den letzten sieben Tagen unverändert.

Aktuell bildet sich eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Dies ist ein klassisches Umkehrsignal, das kurzfristige Schwäche ausgleichen kann. Der AVGO-Kurs nähert sich dem Nacken bei 350 USD.

Ein Ausbruch über diese Marke eröffnet Potenzial für einen Anstieg um nahezu 20 Prozent – damit könnte AVGO auf etwa 420 USD steigen. Dieses Ausbruchsfenster fällt auf Anfang März, rund um die Q1-Ergebnisse am 4. März 2026. Ein positives Ergebnis könnte den Ausbruch aus dem bullischen Muster auslösen.

Dies macht Broadcom zu einem direkten Herausforderer von Nvidia: KI verschiebt sich von der Trainingsphase zur Inferenz – dem Einsatz bei Millionen von Nutzern. Während Nvidia-GPUs das Training dominieren, sind speziell entwickelte ASICs für die Inferenz drei- bis fünfmal energieeffizienter und deutlich kostengünstiger.

Broadcom entwickelt diese ASICs für Google, Meta, ByteDance und jetzt auch OpenAI. Mit der zunehmenden Nutzung von Inferenz wird Broadcom noch stärker profitieren.

Der Money Flow Index (MFI), der Kauf- und Verkaufsdruck durch Kurs und Volumen misst, zeigt, dass bei Kursrückgängen eingekauft wird.

Seit dem 10. Februar fielen die Kurse, während der MFI stieg. Dies ist eine bullische Divergenz. Der MFI liegt aktuell bei etwa 67 – noch weit entfernt von der überhitzten 80er-Marke. Es besteht also noch Potenzial nach oben. Dies deutet darauf hin, dass möglicherweise viele Privatanleger jetzt AVGO-Anteile erwerben.

Nach unten ist 314 USD wichtig. Ein Unterschreiten würde das bullische Szenario schwächen. Unter 295 USD würde das inverse Schulter-Kopf-Schulter-Muster vollständig ungültig. Eine langsamere KI-Ausgabedynamik oder schwache Zahlen am 4. März könnten einen solchen Rückgang auslösen.

Besondere Erwähnung: Palantir Technologies (PLTR) – riskante Chance

Palantir hat es nicht auf die Hauptliste der KI-Aktien geschafft – der Grund ist das hohe Bewertungsrisiko.

Der Chart zeigt jedoch Umkehrsignale, die von Bedeutung sind. Zwischen dem 5. und 24. Februar erreichte der Kurs ein tieferes Tief, während der Relative-Stärke-Index (RSI), ein Momentum-Indikator, ein höheres Tief verzeichnete. Dies ist eine klassische bullische Divergenz.

Der CMF bestätigt dies. Zwischen dem 9. und 25. Februar fielen die Kurse, während der CMF stieg. Zwei verschiedene Indikatoren deuten auf eine bullische Tendenz hin.

Hält der Kurs bei 126 USD als Basis, ist das erste Ziel 143 USD. Darüber hinaus wird 170 USD – ein starker Widerstand vom Jahresanfang – zur entscheidenden Marke.

Grundsätzlich ist Palantir eines der wenigen KI-Unternehmen, die mit KI tatsächlich Geld verdienen. Im letzten Quartal erzielte Palantir Einnahmen von 1,41 Milliarden USD – das sind 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Palantir hat keine Schulden, besitzt 4 Milliarden USD in bar und, wie bei den drei Hauptempfehlungen, gibt es keine Zollrisiken. Es handelt sich ausschließlich um Software.

Allerdings gibt es einen Haken. Die Aktie von PLTR wird mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 200 gehandelt – das bedeutet, man zahlt 200 USD für jeden 1 USD, den das Unternehmen verdient. Dieser Preis setzt voraus, dass alles reibungslos verläuft.

Sollten beim Wachstum Schwierigkeiten auftreten, könnte der Kurs stark fallen. Zudem würde ein Verlust von 126 USD bedeuten, dass die gesamte Strategie nicht mehr gilt.

Mehr zum Thema:

  • Ethereum-Kurs steigt über 2.100 USD: Droht Trendumkehr?

    Ethereum-Kurs steigt über 2.100 USD: Droht Trendumkehr?

    Der Ethereum-Kurs überschreitet die 2.100 USD-Marke und weckt das Interesse der Anleger. Doch unterschiedliche Marktindikatoren und das Verhalten der Investoren deuten auf mögliche Gewinnmitnahmen hin, was die Stabilität gefährden könnte.


  • Ripple-Managerin enthüllt: Das ist unser Geheimnis für 100 Mrd. $!

    Ripple-Managerin enthüllt: Das ist unser Geheimnis für 100 Mrd. $!

    Ripple-Managerin Cassie Craddock erläutert, wie das Unternehmen Finanzinstitute mit einer umfassenden End-to-End-Infrastruktur unterstützt. Mit über 100 Milliarden Dollar verarbeitetem Volumen und strategischen Übernahmen positioniert sich Ripple als dominanter Akteur im Bereich der grenzüberschr…


  • XRP bildet bullisches Muster

    XRP bildet bullisches Muster

    XRP zeigt ein bullisches Tassenmuster und hat in den letzten 24 Stunden um fünf Prozent zugelegt. Trotz des Aufwärtstrends sinkt jedoch die XRPL-Aktivität, während Verkaufsdruck durch steigende Börsenzuflüsse zunimmt.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert