Die Renditen von US-Staatsanleihen haben am 27. März 2025 einen signifikanten Anstieg verzeichnet. Die zehnjährige Anleihe erreichte einen Wert von 4,46%, während die 30-jährige Anleihe auf 4,986% kletterte. Diese Entwicklungen markieren den stärksten Ausverkauf von Anleihen seit der Zollkrise im April 2025.
Die Märkte berücksichtigen nun die Möglichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank, anstatt von Zinssenkungen auszugehen. Diese Wende erfolgt etwa einen Monat nach dem Beginn des Konflikts zwischen den USA und Iran, der Ende Februar mit militärischen Auseinandersetzungen begann.
Warnsignale am Anleihemarkt
Die Rendite der zehnjährigen Anleihe nähert sich der kritischen Marke von 4,5%, die vor weniger als einem Jahr eine bedeutende politische Wende auslöste. Im April 2025, als die Rendite diesen Wert überschritt, setzte US-Präsident Trump seine wechselseitigen Zölle innerhalb weniger Stunden aus und bezeichnete den Anleihenmarkt als „ein bisschen nervös”. Dieses Vorgehen wird nun erneut diskutiert.
„Am 9. April, als die zehnjährige US-Staatsanleihen-Rendite auf 4,52% stieg, pausierte Trump die Liberation Day-Zölle. Seinen Worten nach wurde der Anleihenmarkt ‚nervös‘. Die zehnjährige Rendite liegt jetzt bei 4,46% und steigt weiter. Sobald die Renditen 4,52% überschreiten, wird der Markt noch nervöser reagieren. Wird Trump den Krieg pausieren?“
Diese Bedenken werden auch von Krypto-Analyst Max Crypto geteilt, der auf historische Muster verweist und eine mögliche Intervention von Trump zur Beruhigung der Märkte erwartet.
Langfristige und kurzfristige Renditen im Fokus
Die 30-jährige Rendite hat mit 4,986% den höchsten Stand seit September erreicht. Diese Entwicklung bei langlaufenden Anleihen deutet auf anhaltende Sorgen über Inflation und steigende staatliche Kreditkosten in der Zukunft hin.
Die zweijährige US-Staatsanleihe, die besonders empfindlich auf kurzfristige Entscheidungen der Federal Reserve reagiert, ist seit Beginn des Iran-Konflikts um etwa 60 Basispunkte gestiegen und erreichte am 27. März einen Wert von 4,00%. Dieser Anstieg reflektiert eine klare Neubewertung der Inflationserwartungen.
„Die Inflationserwartungen sind so schlimm geworden, dass der Markt wie in einem Notfall handelt und eine sofortige Fed-Zinserhöhung erwartet“, schrieb Adam Kobeissi.
Aktuelle Daten über das Tool CME FedWatch zeigen steigende Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung der Fed im April, die im Zuge des eskalierenden Konflikts auf bis zu 5% ansteigen könnten. Dieser Wert könnte weiter steigen, falls die Ölpreise, die bereits über 100 USD pro Fass gestiegen sind, weiterhin zulegen.
Globale Auswirkungen auf den Anleihemarkt
Die Entwicklungen beschränken sich jedoch nicht nur auf die USA. Auch die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen Japans stieg auf 2,38%, was den höchsten Stand seit 1999 darstellt. Dieser Anstieg spiegelt die Besorgnis über ölgetriebene Inflation in einer Volkswirtschaft wider, die stark auf Energieimporte angewiesen ist.
Die Bank of Japan hat die Zinsen in ihrer Sitzung im März unverändert gelassen, jedoch eine mögliche Erhöhung im April nicht ausgeschlossen. Analysten rechnen nun mit einer Erhöhung um 25 Basispunkte auf 1%.
Steigende Renditen in Japan könnten den Yen-Carry-Trade gefährden, der eine wichtige Quelle globaler Liquidität darstellt und in der Vergangenheit Risiko-Vermögenswerte wie Bitcoin und Aktien unterstützt hat.
Folgen für die Kryptomärkte
Für die Kryptomärkte sind die Entwicklungen bei den Renditen von großer Bedeutung. Höhere US-Renditen erhöhen die Opportunitätskosten für das Halten von nicht ertragbringenden Vermögenswerten wie Bitcoin. Zudem könnte der Anstieg der Renditen in Japan dazu führen, dass gehebelte Positionen, die mit Yen finanziert wurden, zwangsweise aufgelöst werden müssen.
Im April 2025 führte der Anleihemarkt zu einer Wende in der Zollpolitik. Es bleibt abzuwarten, ob auch eine geopolitische Entspannung herbeigeführt werden kann, während die Märkte in die nächste Woche gehen.
Wenn die zehnjährige Rendite über 4,52% schließt, deutet die Vergangenheit darauf hin, dass das Weiße Haus unter Druck steht, zu reagieren.
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Bildquelle: ai-generated-gemini











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