Brian Armstrong erkennt an: Bitcoin entspricht nicht Satoshis Ideal, alternative Lösung vorhanden

Brian Armstrong erkennt an, dass Bitcoin die ursprüngliche Vision Satoshi Nakomotos als alltägliches Zahlungsmittel nicht erfüllt hat und stattdessen zu digitalem Gold geworden ist. Stablecoins übernehmen zunehmend die Rolle der praktischen Krypto-Zahlungen und verzeichnen ein starkes Wachstum.

Brian Armstrong gibt zu: Bitcoin hat Satoshis Vision nicht erfüllt, eine andere Lösung schon

Brian Armstrong, CEO von Coinbase, äußerte sich in einem Interview zu der Entwicklung von Bitcoin und dessen ursprünglicher Rolle als Zahlungsmittel. Er stellte fest, dass Bitcoin nicht mehr als das alltägliche Zahlungsmittel fungiert, das Satoshi Nakamoto ursprünglich vorgesehen hatte, sondern sich stattdessen als digitales Gold etabliert hat.

Armstrong erklärte, dass Stablecoins mittlerweile die Funktion von Bitcoin im Zahlungsverkehr übernommen haben. Der Markt für Stablecoins nähert sich einem Gesamtvolumen von 310 Milliarden USD, während Bitcoin derzeit etwa 64.523 USD wert ist und damit rund 45 % unter seinem Höchststand von 126.080 USD aus Oktober 2025 liegt.

Armstrongs Überlegungen zur ursprünglichen Rolle von Bitcoin

In einem Gespräch mit Nikhil Kamath, Mitgründer von Zerodha und selbst Krypto-Skeptiker, wurde Armstrong gefragt, ob Bitcoin seinen ursprünglichen Zweck noch erfülle. Er antwortete:

„Sie haben recht, ich denke, es ist fair zu sagen, dass sich Bitcoin inzwischen als Wertspeicher durchgesetzt hat, aber ich glaube nicht, dass es ein Zahlungsmittel geworden ist.”

Der Abweichungsgrund von Satoshis Vision

Das Whitepaper von Nakamoto aus dem Jahr 2008 versprach digitales Bargeld für Online-Zahlungen ohne die Notwendigkeit von Banken. Der erste Block von Bitcoin enthielt sogar eine Schlagzeile über Bankenrettungen in Großbritannien, was die ursprüngliche Zielsetzung verdeutlicht. Armstrong stellte jedoch fest, dass die Zahlungsfunktion von Bitcoin in den 17 Jahren seit seiner Einführung nie wirklich realisiert wurde. Verschiedene Ansätze, wie das Lightning Network, konnten sich nicht durchsetzen.

„Manche wollten dies mit dem Lightning Network, einer Optimierungsschicht auf Bitcoin, erreichen, aber wirklich durchgesetzt hat sich das nie”, sagte Armstrong.

Die Herausforderungen von Bitcoin

Ein zentrales Problem liegt im Design von Bitcoin. Da das Angebot begrenzt ist, neigen die Halter dazu, Bitcoin wie Gold zu akkumulieren. Armstrong erklärte:

„Die Menschen glauben, es wird künftig mehr wert sein und möchten es daher im Moment nicht ausgeben.”

Zudem verstärkt die hohe Volatilität diese Tendenz.

Stablecoins als neue Lösung

Stablecoins haben die Lücke gefüllt, die Bitcoin hinterlassen hat. Diese an den US-Dollar gebundenen Token werden zunehmend für alltägliche Zahlungen genutzt, während Banken weiterhin an ihrem bestehenden System festhalten. Armstrong bemerkte:

„Wir konnten das massive Wachstum von Stablecoins auf Blockchains beobachten. Durch Fiat besicherte Stablecoins werden als Zahlungsmittel eingesetzt, während Bitcoin weiterhin der Wertspeicher als digitales Gold ist.”

Aktuelle Zahlen unterstützen diese Einschätzung. Laut DefiLlama liegt das Angebot an Stablecoins bei etwa 310 Milliarden USD, wobei Tether 184 Milliarden USD und Circles USDC weitere 73 Milliarden USD ausmachen.

Armstrongs Fazit

Trotz der Abweichung von Satoshis ursprünglicher Vision sieht Armstrong dies nicht als Misserfolg an. Er ist der Meinung, dass Bitcoin einfach eine andere Rolle gefunden hat.

„Ich glaube, das Bitcoin-Netzwerk ist damit einverstanden. Es ist nicht als Zahlungsnetzwerk für große Transaktionsvolumina gedacht. Es ist digitales Gold.”


Quellen: de.beincrypto

Bildquelle: KI generiert

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