CLARITY Act: Banken blockieren weiter

Die Verhandlungen zum CLARITY Act stagnieren weiterhin, da Banken und Krypto-Firmen uneinig über Stablecoin-Renditen sind. Ein Durchbruch steht aus, während das Weiße Haus auf eine rasche Einigung drängt.

CLARITY Act: Banken blockieren weiter

Die Verhandlungen zum CLARITY Act stagnieren weiterhin: Banken und Krypto-Unternehmen sind sich nach wie vor uneinig über die Renditen von Stablecoins, was den Fortschritt im Senat behindert.

Das Weiße Haus drängt auf eine Einigung bis zum Wochenende, doch der Entwurf ist noch nicht finalisiert und ein Abstimmungstermin im Ausschuss steht noch aus.

Der Gesetzesentwurf befindet sich weiterhin im Bankenausschuss des Senats, und ohne eine rasche Einigung bezüglich der Renditen könnte die Verabschiedung im Wahlkampf ins Stocken geraten.

Das Weiße Haus hatte gehofft, am Wochenende einen Durchbruch in den Verhandlungen zur Stablecoin-Rendite im Rahmen des CLARITY Act zu erzielen. Dies ist jedoch nicht gelungen. Neueste Berichte von Insidern zeigen, dass der Gesetzentwurf zur Struktur des Krypto-Marktes noch weit von einer endgültigen Einigung entfernt ist.

Uneinigkeit über Stablecoin-Renditen

Vertreter der Banken und Krypto-Lobbyisten sind weiterhin uneinig darüber, ob Stablecoins eine Rendite für Nutzer bieten dürfen. Diese Differenz blockiert den Fortschritt im Senat.

Laut Eleanor Terrett haben Quellen aus dem Bankensektor die Verhandlungen als offen beschrieben. Es existiert zwar ein Entwurf, jedoch sind die Parteien „nicht nah dran“ an einer Einigung.

Einige Bankenverbände widersprechen den Berichten über gescheiterte Gespräche und betonen, dass die Verhandlungen fortgesetzt werden und weiterhin Beiträge zum Entwurf eingereicht werden.

Aktueller Stand des Gesetzes

Das Repräsentantenhaus hat den CLARITY Act im Juli 2025 mit Unterstützung beider Parteien verabschiedet. Das Gesetz soll festlegen, wann digitale Vermögenswerte unter die Aufsicht der SEC fallen und wann sie als Waren unter die Zuständigkeit der CFTC fallen. Zudem werden Registrierungsregeln für Börsen, Broker und Verwahrer etabliert.

Nach der Verabschiedung im Repräsentantenhaus wurde der Gesetzentwurf an den Bankenausschuss des Senats übergeben, wo er jedoch ins Stocken geriet.

Ein Markup wurde bislang nicht abgeschlossen, und eine Abstimmung im Senat steht noch aus. Das Gesetz bleibt somit im Ausschuss festgefahren.

Fokus auf Stablecoin-Renditen

Ursprünglich zielte der Gesetzentwurf darauf ab, die Aufteilung zwischen SEC und CFTC zu klären. Anfang 2026 verlagerte sich der Streit jedoch auf die Frage der Stablecoins.

Die Verhandlungsführer im Senat haben Vorschläge unterbreitet, die Zinsen oder Renditen auf Stablecoin-Bestände einschränken würden. Banken unterstützen diese strengeren Regelungen und argumentieren, dass Stablecoins mit Rendite wie nicht regulierte Bankeinlagen wirken.

Krypto-Unternehmen hingegen lehnen diese Sichtweise entschieden ab. Coinbase-CEO Brian Armstrong äußerte öffentlich, dass Stablecoins verantwortungsvoll Rendite generieren können und ein Verbot der Innovation schädlich wäre.

Diese Meinungsverschiedenheit gefährdet mittlerweile auch das übergeordnete Konzept zur Marktstruktur.

Druck aus dem Weißen Haus

In den letzten Wochen hat das Weiße Haus Gespräche zwischen Banken und Krypto-Unternehmen organisiert. Offizielle streben offenbar eine Einigung in der Renditefrage bis März an.

Dennoch berichten Quellen, dass es zu wesentlichen Punkten noch keine Einigung gibt.

Bankenverbände wie die American Bankers Association und die Independent Community Bankers of America weisen die Behauptung zurück, dass die Verhandlungen gescheitert seien. Ein fertiger Gesetzestext steht jedoch nach wie vor aus.

Offene Fragen

Vier zentrale Fragen sind noch ungeklärt:

  • Ob Stablecoin-Belohnungen als unerlaubte Zinsen gelten
  • Wie stark Anreize für Börsen begrenzt werden sollen
  • Wie die endgültige Abgrenzung zwischen SEC- und CFTC-Kompetenzen aussehen soll
  • Welchen Umfang die Pflichten für Entwickler im DeFi-Bereich haben sollen

Solange keine Einigung bezüglich der Renditen erzielt wird, können umfassende Reformen zur Marktstruktur nicht vorangetrieben werden.

Zukunft des CLARITY Act

Der nächste entscheidende Schritt ist die Markup-Sitzung des Bankenausschusses im Senat, für die bislang kein Termin bekannt ist.

Wenn die Verhandlungsführer die Differenzen im März verringern können, könnte später im Monat eine Abstimmung im Ausschuss stattfinden. Andernfalls könnte das Gesetz im Wahljahr weiter ausgebremst werden.

Der CLARITY Act bleibt somit weiterhin bestehen, jedoch blockiert. Die zentrale Frage ist nicht mehr, ob der Kongress Krypto-Regeln erlassen möchte, sondern ob Banken und Krypto-Unternehmen sich auf die Gestaltung der Stablecoin-Wirtschaft einigen können.

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