Brian Armstrong, CEO von Coinbase, äußerte sich zu den Herausforderungen, die das Wachstum der künstlichen Intelligenz (KI) behindern. Er betonte, dass nicht die Qualität der Modelle, sondern die Energie- und Computing-Infrastruktur entscheidend für die Entwicklung von KI sein werden.
Armstrong machte diese Aussagen in Reaktion auf einen Beitrag des Investors Tommy Shaughnessy, der die steigenden Kosten für KI-Nutzung durch verbrauchsbasierte API-Preise thematisierte. Diese Preise könnten die Ausgaben von Unternehmen für KI deutlich über die erwarteten Flatrate-Abos hinaus treiben.
Prognosen zur Marktveränderung
Der Coinbase-CEO prognostiziert, dass innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate etwa 80% der KI-Workloads auf Modelle umsteigen werden, die bis zu 99% günstiger sind als die derzeitigen High-End-Optionen. Die restlichen 20% der Anwendungen werden weiterhin auf Spitzenleistungen angewiesen sein, beispielsweise in der wissenschaftlichen Forschung oder bei fortschrittlichen Steuerungsagenten.
Vergleich mit dem PC-Markt
Armstrong verglich diese Entwicklung mit dem Markt für private Computer. Er stellte fest, dass die Mehrheit der Nutzer nicht die teuersten Modelle wie MacBooks oder Gaming-PCs kauft, obwohl deren Preise schneller sinken, als es das Moor’sche Gesetz vorhersagt. Er wies darauf hin, dass das Preisgefälle nicht das Problem der Knappheit löst, da der Engpass bei der Energie und dem Silizium liegt, die benötigt werden, um KI-Modelle im großen Stil zu betreiben.
Strategie von Coinbase
Coinbase hat bereits eine Strategie implementiert, die auf diesen Prinzipien basiert. Armstrong erklärte, dass die Börse bei geeigneten Aufgaben günstigere Modelle verwendet, um die Ausgaben für KI stabil zu halten, während die Nutzung von Token exponentiell ansteigt. Die AI-native Umstrukturierung von Coinbase, die Anfang 2026 umgesetzt werden soll, fokussiert sich auf effiziente, agentengesteuerte Arbeitsprozesse.
Regulierung und Markttrends
Armstrong äußerte sich auch kritisch zu einer übermäßigen Regulierung von KI, da er der Meinung ist, dass der technologische Fortschritt nicht durch politische Vorgaben eingeschränkt werden sollte. Diese Haltung steht im Einklang mit den Beobachtungen von Shaughnessy, der darauf hinwies, dass Unternehmen wie Uber ihr gesamtes KI-Budget für 2026 bereits im April ausgegeben haben, was die rasanten Kostensteigerungen im KI-Bereich verdeutlicht.
Die Rolle der Energieinfrastruktur
Armstrong schlussfolgerte, dass die Qualität der Modelle sich annähert und günstigere Alternativen die Leistungsunterschiede verringern. Die eigentliche Grenze für das Wachstum sieht er jedoch in der Infrastruktur, die notwendig ist, um jede Stufe der KI mit Energie zu versorgen. Diese Einschätzung spiegelt die aktuellen Investmenttrends wider, da das globale KI-Venture-Funding im ersten Quartal 2026 bei 242 Milliarden USD lag. Dennoch kann die Kapazität der Rechenzentren mit der Nachfrage nicht Schritt halten.
Abschließend betonte Armstrong, dass es nicht entscheidend sei, welches Modell letztendlich dominiert, sondern ob die Energie- und Computerinfrastruktur in der Lage ist, die ungebremste Nachfrage zu bedienen.
Quellen: de.beincrypto
Bildquelle: KI generiert











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