Coinbase sieht sich Boykottaufrufen gegenüber nach Ablehnung des Stablecoin-Gesetzes

Coinbase lehnt einen Kompromiss zum Stablecoin-Yield im Digital Asset Market Clarity Act ab, was zu Boykottaufrufen innerhalb der Krypto-Community führt. Der Gesetzentwurf könnte scheitern, wenn der Senatsausschuss bis April nicht handelt.

Coinbase sieht sich Boykottaufrufen gegenüber nach Ablehnung des Stablecoin-Gesetzes

Coinbase hat in dieser Woche angekündigt, dass das Unternehmen den aktuellen Kompromiss zum Stablecoin-Yield im Rahmen des Digital Asset Market Clarity Act nicht unterstützen kann.

Bei einem Treffen am Montag äußerte die Krypto-Börse Bedenken hinsichtlich bestimmter Bestimmungen, die von Senator Thom Tillis (R-N.C.) und Angela Alsobrooks (D-Md.) vorgeschlagen wurden. Dies ist bereits das zweite Mal, dass Coinbase aus diesen Gründen gegen das Gesetz Stellung bezieht.

Wachsende Unzufriedenheit in der Krypto-Community

Die Entscheidung von Coinbase hat in der Krypto-Community eine Welle der Enttäuschung ausgelöst. Nutzer und Branchenvertreter äußerten auf der Plattform X (ehemals Twitter) öffentlich ihre Kritik an CEO Brian Armstrong.

Tommy Shaughnessy von Delphi Ventures äußerte sich zwar vorsichtiger, kritisierte jedoch ebenfalls die Vorgehensweise von Coinbase. Er betonte, dass die Branche dringend ein Gesetz benötige, bevor die Demokraten möglicherweise das Repräsentantenhaus zurückgewinnen. Seiner Meinung nach sollten die Einschränkungen beim Stablecoin-Yield erst nach einer Marktbeobachtung überprüft werden.

Regulatorische Unsicherheit und wirtschaftliche Auswirkungen

Obwohl einige Senatoren in den letzten Tagen optimistisch über eine mögliche Einigung waren, bleibt die Situation angespannt. Coinbase verzeichnete im Jahr 2025 einen Umsatz von 1,35 Milliarden USD mit Stablecoins, was etwa 19 % des gesamten Umsatzes ausmacht.

Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht vor, dass Erträge auf passive Stablecoin-Bestände sowie alles, was „wirtschaftlich einem Zins entspricht“, verboten werden. Die SEC, CFTC und das Finanzministerium sollen innerhalb von 12 Monaten definieren, welche Belohnungen zulässig sind.

Diese regulatorische Unsicherheit stellt ein zentrales Problem dar, da Coinbase zukünftige Einnahmen nicht im Hinblick auf noch nicht festgelegte Regeln planen kann.

Politischer Einfluss und Meinungsverschiedenheiten

Darüber hinaus gehört Coinbase zu den bedeutendsten Geldgebern des Fairshake Super PAC Netzwerks, was dem Unternehmen politischen Einfluss verleiht, den viele Krypto-Unternehmen nicht besitzen.

Dennoch gibt es innerhalb der Branche unterschiedliche Meinungen zu dieser Thematik. Ein Branchencall in dieser Woche offenbarte, dass einige Krypto-Vertreter den Kompromiss für umsetzbar hielten, während Coinbase weiterhin dagegen argumentierte.

Das Gesetz könnte scheitern, falls der Bankenausschuss des Senats es nicht bis Ende April voranbringt.

Bildquelle: ai-generated-gemini

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