Der britische Unternehmer Ping Fai Yuen erhebt schwere Vorwürfe gegen seine getrennt lebende Ehefrau, die ihm angeblich mit Hilfe von Überwachungskameras seine Trezor-Wiederherstellungsphrase entwendet und 2.323 Bitcoin (BTC) gestohlen hat. Der Wert dieser Bitcoins beläuft sich derzeit auf etwa 172 Millionen USD.
Der Fall wurde am 10. März 2026 vor dem High Court of England and Wales verhandelt.
Überwachung in der Ehe
Yuen hatte seine Bitcoins auf einer Trezor-Hardware-Wallet gespeichert, die durch eine PIN und eine 24-Wörter-Wiederherstellungsphrase gesichert war. Seine Ehefrau, Fun Yung Li, soll heimlich Überwachungskameras in ihrem gemeinsamen Wohnsitz in Brighton installiert haben, um ihn beim Eingeben der Wiederherstellungsphrase zu filmen.
Am 2. August 2023 wurden die gestohlenen Bitcoins auf 71 verschiedene Adressen transferiert. Seit dem 21. Dezember 2023 gab es keine weiteren Transaktionen.
Warnungen und Ermittlungen
Im Juli 2023 warnte Yuens Tochter ihn davor, dass seine Ehefrau möglicherweise auf sein Vermögen aus sei. Daraufhin installierte er verdeckte Audio-Aufnahmegeräte, die Li dabei aufzeichneten, wie sie über die Überweisung von großen Summen sprach, ohne dass Banken Verdacht schöpfen würden.
Im Dezember 2023 wurde Li von der Polizei festgenommen, wobei zehn Cold Wallets und fünf Wiederherstellungsphrasen sichergestellt wurden. Yuen gestand später im Jahr 2024 Körperverletzung.
Gerichtsurteil und Reaktionen
Richter Cotter wies die Ansprüche aufgrund von Umwandlung zurück und entschied, dass Bitcoin nach englischem Recht nicht als physisches Eigentum gilt. Dennoch wird das Verfahren wegen ungerechtfertigter Bereicherung, Pflichtverletzung und konstruktivem Treuhandverhältnis fortgesetzt.
Der Richter äußerte eine „sehr hohe Aussicht auf Erfolg“ für den Kläger.
Changpeng Zhao (CZ), Mitgründer von Binance, kommentierte auf X und hob die Ironie hervor, dass das zentrale Versprechen der Selbstverwahrung, die vollständige Kontrolle, durch einen Verrat im eigenen Heim erheblich gefährdet wurde.
Li bestreitet alle Vorwürfe und lebt mittlerweile in Hongkong. Der vollständige Prozess steht noch aus, und es wurden einstweilige Verfügungen erlassen, um die Bewegungen der Coins zu verhindern.
Bildquelle: ai-generated-gemini











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