Einfluss von 4.000 XRP-Haltern auf Ripples Sieg gegen die SEC

Fast 4.000 XRP-Halter haben laut John Deaton maßgeblich zu Ripples Sieg gegen die SEC beigetragen. Ihre eidesstattlichen Erklärungen beeinflussten die Entscheidung der Richterin, die XRP nicht als Wertpapier einstuft.

Einfluss von 4.000 XRP-Haltern auf Ripples Sieg gegen die SEC

Der Anwalt John Deaton betont, dass die fast 4.000 eidesstattlichen Erklärungen von XRP-Haltern einen entscheidenden Einfluss auf das Urteil von Richterin Analisa Torres hatten.

Diese Erklärungen gehörten zu den wenigen Dutzend Beweisstücken, die aus Tausenden von eingereichten Dokumenten ausgewählt wurden. In ihrem Urteil stellte Torres fest, dass XRP kein Wertpapier ist, und differenzierte zwischen dem Coin selbst und dessen Verkauf.

Ripples rechtlicher Erfolg und die Rolle der Halter

Der Sieg von Ripple gegen die US-Börsenaufsicht SEC war unerwartet stark. Laut Deaton haben die Erfahrungen der XRP-Halter das Ergebnis des Verfahrens maßgeblich geprägt. Diese Informationen wurden nur wenige Tage nach dem dreijährigen Jubiläum des Urteils bekannt.

Am 13. Juli 2023 veröffentlichte Richterin Torres ihre Entscheidung, in der sie feststellte, dass XRP selbst kein Wertpapier ist. Allerdings stellte sie fest, dass 728,9 Millionen USD an direkten Verkäufen an institutionelle Investoren gegen das Wertpapiergesetz verstoßen. Verkäufe an normale Käufer auf Börsen wurden hingegen nicht als Verstoß gewertet.

Die Bedeutung der eidesstattlichen Erklärungen

Deaton sammelte die eidesstattlichen Erklärungen von fast 4.000 XRP-Haltern und erklärte, dass Richterin Torres sich in ihrer Entscheidung vor allem auf diese Aussagen stützte. „Von den Tausenden an Beweismitteln in dem gesamten Verfahren hat sie in ihrem abschließenden Urteil nur einige Dutzend Belege verwendet. Die eidesstattlichen Erklärungen der XRP-Halter gehörten dazu“, so Deaton.

Zusätzlich berief sich die Richterin auf Deatons Amicus-Schreiben sowie auf seinen Auftritt im LBRY-Fall, einem weiteren Verfahren der SEC gegen eine Kryptowährung.

Die Argumentation von John Deaton

Deaton argumentierte, dass XRP lediglich Computercode sei und dass Code allein niemals als Wertpapier klassifiziert werden könne, selbst wenn er verkauft wird. Er zog einen Vergleich zu Orangenplantagen, um seine Sichtweise zu verdeutlichen. Der Howey-Test, der die Grundlage für die Definition eines Wertpapiers bildet, stammt aus einem Urteil des Obersten Gerichts von 1946 zu Orangenplantagen in Florida. Obwohl die Plantagen als Anlagemöglichkeit verkauft wurden, war die Frucht selbst nie ein Wertpapier. Diese Argumentation übernahm Richterin Torres für XRP.

Feierlichkeiten und aktuelle Entwicklungen

Stuart Alderoty, der Chief Legal Officer von Ripple, feierte den Jahrestag des Urteils mit einem Beitrag und erklärte diesen Tag zu einem inoffiziellen Feiertag. Der Token XRP selbst notierte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei etwa 1,08 USD, was einem Rückgang von rund 3 % im Vergleich zum Vortag entspricht, laut Daten von BeInCrypto Markets.

Das Urteil hat nach wie vor Auswirkungen auf die US-Krypto-Politik. Der Kongress diskutiert derzeit über Regelungen zur Struktur des Kryptomarktes. Eine zentrale Erkenntnis aus diesem Fall ist, dass normale XRP-Halter aktiv Einfluss genommen haben und eine Bundesrichterin ihren Stimmen Gehör geschenkt hat.


Quellen: de.beincrypto

Bildquelle: KI generiert

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