Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks haben eine vorläufige Einigung mit dem Weißen Haus zu den Regelungen für Zinsen auf Stablecoins erzielt. Diese Einigung könnte die monatelange Blockade des Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY Act) im US-Senat beenden.
Berichten zufolge zielt die Vereinbarung, die am 20. März von Politico veröffentlicht wurde, auf den zentralen Konflikt ab, der das Gesetz seit Januar im Bankenausschuss des Senats aufhält. Ein wesentlicher Bestandteil der Einigung ist das Verbot von Zinszahlungen auf passive Stablecoin-Bestände.
Alsobrooks äußerte sich in einem Interview mit Politico zu der Einigung und bezeichnete sie als Kompromiss, der sowohl die Innovation im Bereich Krypto als auch die Stabilität von Bankeinlagen schützen soll. Senator Tillis bezeichnete das vorläufige Abkommen als vielversprechend, wies jedoch darauf hin, dass es noch von Vertretern der Bankenbranche und der Krypto-Industrie geprüft werden müsse, bevor es weiter vorankommt.
Hintergrund der Stablecoin-Zinsfrage
Die Diskussion über Zinsen auf Stablecoins stellt das größte Hindernis für die Verabschiedung des CLARITY Act im Senat dar. Vertreter traditioneller Banken argumentieren, dass zinstragende Stablecoins in direkter Konkurrenz zu versicherten Einlagen stehen und somit das Risiko eines massiven Kapitalabflusses aus dem Bankensystem erhöhen. Im Gegensatz dazu sehen Krypto-Unternehmen, darunter auch Brian Armstrong, CEO von Coinbase, die Zinsbeschränkungen als eine Form der Regulierung, die Banken vor der Konkurrenz schützt.
Ausblick auf die nächsten Schritte
Die Einigung bleibt vorläufig, da weder die Bankenbranche noch große Krypto-Unternehmen den endgültigen Text akzeptiert haben. Tillis betonte, dass die Vertreter der Branchen in den abschließenden Prozess einbezogen werden müssen.
Am 20. März berichtete das Team von Senatorin Cynthia Lummis, dass die Verhandlungen über Stablecoin-Zinsen zu 99 % gelöst seien, was auf ein nicht öffentliches Treffen der Republikaner hinweist, an dem auch Patrick Witt, Geschäftsführer des White House Crypto Council, teilnahm. Die Ankündigung von Tillis und Alsobrooks scheint diesen Fortschritt zu bestätigen.
Wenn das Abkommen Bestand hat, könnte der Bankenausschuss des Senats bereits Ende April eine Abstimmung vorbereiten. Lummis hat eine Frist bis zum Jahresende für eine abschließende Abstimmung im gesamten Senat gesetzt, jedoch ist der Gesetzgebungsprozess angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen angespannt.
Der CLARITY Act wurde im Juli 2025 im Abgeordnetenhaus mit 294 zu 134 Stimmen verabschiedet. Das Gesetz soll die Aufsicht über Krypto zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) aufteilen und bundesweite Vorgaben für die Ausgabe von Stablecoins, die Registrierung von Börsen sowie die Einstufung digitaler Vermögenswerte festlegen.
Ob diese vorläufige Einigung nach der Prüfung durch die Branchenvertreter Bestand hat, wird entscheidend dafür sein, ob das bedeutendste US-Krypto-Gesetz vorankommt oder erneut ins Stocken gerät.
Bildquelle: ai-generated-gemini











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