Ethereum Foundation investiert nahezu 93 Millionen USD in ETH-Staking

Die Ethereum Foundation investiert fast 93 Millionen USD in Staking und signalisiert damit einen strategischen Wechsel. Statt ETH zu verkaufen, nutzt sie nun ihre Bestände für jährliche Einnahmen von bis zu 4 Millionen USD.

Ethereum Foundation investiert nahezu 93 Millionen USD in ETH-Staking

Die Ethereum Foundation (EF) hat in den letzten 24 Stunden fast 93 Millionen USD in ETH gestakt, was ein starkes Signal für die Zukunft der Organisation darstellt.

Dieser Schritt markiert einen Wandel von der langjährigen Praxis, native Token zu verkaufen, um den Betrieb zu finanzieren. Stattdessen setzt die Foundation nun auf Staking, um institutionellen Trends zu folgen und den Verkaufsdruck auf den Markt zu verringern.

Ethereum Foundation: Potenzial für jährliche Renditen

Blockchain-Daten zeigen, dass die Foundation am 3. April etwa 45.034 ETH, was einem Wert von rund 93 Millionen USD entspricht, in den Ethereum Beacon Deposit Contract eingezahlt hat. Laut Arkham Intelligence wurde das Kapital schrittweise vom Multisig-Wallet der EF Treasury in Tranchen von jeweils 2.047 ETH transferiert.

Diese Einzahlung folgt auf eine kleinere Überweisung von 22.500 ETH zu Beginn der Woche. Damit erhöht sich das gesamte gestakte Guthaben der Foundation auf 69.500 ETH, was etwa 143 Millionen USD entspricht.

Veränderungen im Treasury-Management

In den letzten zehn Jahren war das Treasury-Management der Foundation häufig Gegenstand von Marktspekulationen. Bisher finanzierte sich die Organisation hauptsächlich durch regelmäßige ETH-Verkäufe, um ihr jährliches Budget, Forschungszuschüsse und die Weiterentwicklung des Ökosystems zu sichern.

Diese Verkäufe fanden oft in der Nähe von lokalen Höchstständen statt, was einige Trader dazu veranlasste, die Verkäufe als Indikator für ein bevorstehendes Markttop zu betrachten. Diese Praxis führte zu Vorwürfen, dass die Verantwortlichen des Protokolls langfristige Überzeugungen vermissen ließen.

Staking als neue Strategie

Mit dem Wechsel zum Staking wird die Foundation nun zu einem zentralen Akteur in ihrem eigenen Wirtschaftssystem. Anstelle von Verkäufen agiert die Organisation nun als Validator und verwandelt ihre Ether-Treasury im Wert von 430 Millionen USD in eine produktive, zinsbringende Anlage.

Bei den gegenwärtigen institutionellen Staking-Renditen von etwa 2,7 % könnte die Foundation jährlich rund 4 Millionen USD an wiederkehrenden Einnahmen generieren. Allerdings muss sich die Organisation auch mit den gleichen operativen Risiken und möglichen „Slashing“-Verlusten auseinandersetzen, die auch andere Netzwerkteilnehmer betreffen.

Die neue Strategie der Foundation spiegelt zudem einen breiteren Trend unter institutionellen Haltern wider. Unternehmen wie BitMine haben in den letzten zwölf Monaten Millionen von Token gestakt, was dazu beiträgt, dass mittlerweile 38,5 Millionen Ether – etwa 30 % des gesamten Umlaufangebots – zur Sicherung des Netzwerks beitragen.

Bildquelle: ai-generated-gemini

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