Steigende Betrugsfälle im Ticketvertrieb vor der WM 2026, warnt Lloyds
Die Lloyds Banking Group hat Fußballfans vor einem signifikanten Anstieg von Betrugsfällen im Zusammenhang mit Ticketkäufen zur bevorstehenden Weltmeisterschaft gewarnt. In der aktuellen Premier-League-Saison ist die Anzahl der gemeldeten Betrugsfälle um 36 % gestiegen. Durchschnittlich verlieren die betroffenen Personen 215 Pfund.
Die Bank erwartet, dass Betrüger während des Turniers 2026 ähnliche Methoden anwenden werden. Insbesondere Ticketkäufer, die über soziale Medien agieren, stehen im Fokus der Betrüger. Darüber hinaus werden unregulierte Krypto-Fan-Token als neuer Kanal für WM-bezogene Betrugsversuche identifiziert.
Vor Anpfiff bereits steigende Betrugszahlen
Lloyds berichtete, dass die durchschnittlichen Verluste pro Opfer bei 215 Pfund liegen, wobei einige Fans sogar deutlich höhere Beträge verloren haben. Im Vergleich zu den gleichen sechs Monaten des Vorjahres stiegen die Gesamtverluste um 42 %. Fußball macht dabei 32 % aller von der Bank erfassten Ticket-Betrugsfälle aus.
Das Vorgehen der Betrüger ist bekannt: Verkäufer veröffentlichen gefälschte Tickets in sozialen Netzwerken, wechseln dann auf WhatsApp, fordern eine Überweisung und sind nach Erhalt des Geldes nicht mehr erreichbar. Lloyds warnte zudem vor gefälschten QR-Codes, falschen Wartelisten und betrügerischen Vorverkaufsangeboten.
FIFA erhöht Ticketpreise und schafft Knappheit
Die FIFA hat die Verknappung von Tickets erhöht, was von Betrügern ausgenutzt werden kann. Der Verband bietet für das Finale am 19. Juli im MetLife Stadium Plätze der Kategorie 1 zu Preisen von 32.970 USD an, was etwa dem Dreifachen des bisherigen Höchstpreises von 10.990 USD entspricht. Für die WM 2026 wurden über 500 Millionen Ticketanfragen registriert, was deutlich mehr ist als bei den Turnieren 2018 und 2022 zusammen.
Krypto-Fan-Token als neue Betrugsgefahr
Zusätzlich zu gefälschten Tickets warnen Lloyds und Strafverfolgungsbehörden vor Betrug im Zusammenhang mit Krypto-Token während des Turniers. Fan-Token von Nationalmannschaften, die auf nicht regulierten Plattformen in Großbritannien oder den USA verkauft werden, schneiden bei großen Turnieren oft schlecht ab und werden häufig von betrügerischen Projekten kopiert, die mit dem Geld der Anleger verschwinden.
Britische Abgeordnete haben dieses Geschäftsmodell bereits kritisiert. Ein Ausschuss des Unterhauses stellte fest, dass Fan-Token ein finanzielles Risiko für die Fans darstellen und den Ruf der Vereine schädigen könnten. In der Vergangenheit traten ebenfalls Nachahmungen auf, darunter ein Projekt namens „World Cup Inu“, das beschuldigt wurde, Gelder durch versteckte Swap-Steuern gesammelt zu haben.
Empfehlungen für Fans
Ermittler raten den Fans, Tickets ausschließlich über den offiziellen Wiederverkaufsmarkt der FIFA zu erwerben, unerbetene Angebote grundsätzlich abzulehnen und Token-Projekte zu meiden, die ohne regulierte Herausgeber auf den Hype um das Turnier setzen.
Das erste Spiel der WM steht in etwa einem Monat an. Die nächsten Zahlen von Lloyds werden zeigen, ob Aufklärungskampagnen die Verluste während des Turniers verringern können.
Quellen: de.beincrypto
Bildquelle: KI generiert











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