Goldman Sachs revidiert Zinssenkungsprognose der Fed auf Dezember 2026 und März 2027
Goldman Sachs hat seine Einschätzung zur zeitlichen Planung der Zinssenkungen durch die US-Notenbank überarbeitet und erwartet nun die ersten Lockerungen im Dezember 2026 sowie im März 2027. Diese Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund der Annahme, dass die Inflation im Jahr 2026 über dem angestrebten Ziel von 2 % der Fed liegen wird.
Die Bank hebt hervor, dass die steigenden Energiepreise voraussichtlich dazu führen werden, dass der Kernindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) im Jahr 2026 bei etwa 3 % verbleiben wird. Diese Einschätzung steht im Einklang mit den Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF), der ebenfalls davon ausgeht, dass der Kern-PCE-Wert erst zu Beginn des Jahres 2027 wieder auf 2 % sinken wird.
Einfluss der Inflation auf Zinssenkungen
Die Volkswirte von Goldman Sachs betonen, dass vor einer möglichen Zinssenkung zunächst kühlere monatliche Inflationswerte und schwächere Arbeitsmarktdaten erforderlich sind. Am 29. April entschied das Federal Open Market Committee, den Leitzins im Bereich von 3,50 % bis 3,75 % zu belassen und berichtete von stabilen wirtschaftlichen Bedingungen in den meisten Regionen. Bei dieser Sitzung gab es vier abweichende Stimmen, was seit 1992 nicht mehr vorgekommen ist.
Darüber hinaus äußerte Lindsay Rosner von Goldman Sachs Asset Management, dass die geldpolitischen Falken im FOMC bei der Sitzung im Juni an Einfluss gewinnen könnten.
„Das FOMC könnte sich dazu gezwungen sehen, die Tendenz für Lockerungen aus dem nächsten Statement nach der Juni-Sitzung zu nehmen, was nahelegt, dass die Falken im Komitee an Einfluss gewinnen“,
so Rosner.
Folgen stabiler Zinssätze für den Kryptomarkt
Die verzögerten Zinssenkungen könnten die Liquidität einschränken, die in risikobehaftete Anlagen wie Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) fließt. Das CME FedWatch-Tool zeigt eine Wahrscheinlichkeit von 93,4 % dafür an, dass die Fed die Zinsen bei der Sitzung am 17. Juni unverändert lässt. Ein dadurch gestärkter US-Dollar könnte die Bewertungen von Kryptowährungen insgesamt negativ beeinflussen.
- Altcoins neigen dazu, bei knapper Liquidität die stärksten Verkaufsdrucke zu erleben.
- Das Narrativ von Bitcoin als Schutz gegen Inflation könnte jedoch an Bedeutung gewinnen, falls der Preisdruck durch Energie weiter ansteigt.
Händler richten nun ihre Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden PCE-Daten sowie die FOMC-Entscheidung am 17. Juni, die als entscheidender Impuls angesehen werden. Eine verstärkte Fokussierung der Fed auf Zinserhöhungen könnte den Druck auf spekulative Krypto-Positionen bis ins dritte Quartal erhöhen.
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Quellen: de.beincrypto
Bildquelle: KI generiert











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