Google verhängt neues Verbot für Prognosemärkte im Chrome-Browser

Google ergreift Maßnahmen gegen Echtgeld-Handel auf Vorhersagemärkten und verbietet entsprechende Chrome-Erweiterungen ab August 2026. Die neuen Richtlinien betreffen auch den Datenschutz und KI-Sicherheit, während der Zugang über Websites und mobile Apps weiterhin möglich bleibt.

Google setzt neues Verbot für Prognosemärkte in Chrome um

„Nutzer sollten immer vollständig sehen können, wie ihre Daten verarbeitet werden, mit der Zuversicht, dass ihr Erweiterungs-Ökosystem verantwortungsvoll funktioniert.”

Mit dieser Aussage kündigte Google am 1. Juli 2023 an, dass ab dem 1. August 2026 keine Chrome-Erweiterungen mehr erlaubt sind, die Echtgeld-Handel auf Vorhersagemärkten ermöglichen oder unterstützen. Diese Entscheidung ist Teil einer umfassenden Aktualisierung der Richtlinien für das Developer Program und betrifft insbesondere die Regulierung von Produkten und Dienstleistungen.

Änderungen der Richtlinien und deren Auswirkungen

Die neuen Richtlinien verbieten ausdrücklich Vorhersagemärkte als Produkte, was eine erhebliche Hürde für Plattformen wie Polymarket und Kalshi darstellt. Diese Unternehmen sehen sich nun mit einem erschwerten Zugang zu einem Markt konfrontiert, der kürzlich Rekordhöhen beim Handelsvolumen erreicht hat.

Zusätzlich zu den neuen Beschränkungen für Vorhersagemärkte verschärft Google auch die Regeln zur Datenerhebung. Zukünftig dürfen Erweiterungen nur noch die Daten sammeln, die für einen spezifischen Zweck unbedingt notwendig sind. Entwickler sind verpflichtet, ihre Datennutzungspraktiken transparent zu machen und Änderungen klar zu kennzeichnen.

Kontext und Reaktionen auf das Verbot

Das Verbot steht im Widerspruch zu Googles eigenen Aktivitäten, da Google Finance seit November 2025 Daten aus Vorhersagemärkten integriert. Während das Unternehmen die Quoten dieser Märkte akzeptiert, schränkt es gleichzeitig den Zugang zu den entsprechenden Handelstools ein.

Die Dynamik des Marktes wird durch zunehmende regulatorische Beschränkungen weiter beeinflusst. So hat Argentinien im März 2023 einen landesweiten Stopp für Polymarket verhängt, was dazu führte, dass Google und Apple die entsprechenden Apps aus ihren Stores entfernten. In den USA wird der Sektor von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) verteidigt, während gleichzeitig Klagen gegen Vorhersagemarkt-Verbote in mehreren Bundesstaaten anhängig sind.

Marktentwicklung und Zukunftsausblick

Trotz der regulatorischen Herausforderungen fließt weiterhin Kapital in den Bereich. Berichten zufolge strebt Kalshi eine Bewertung von 40 Milliarden USD an, nur wenige Monate nach einer Series-F-Finanzierung über 1 Milliarde USD. Allerdings zeigt eine Analyse des Wall Street Journal, dass über 70% der Polymarket-Nutzer Verluste verzeichnen, während lediglich 0,1% der Konten 67% des gesamten Gewinns erzielen.

Der Zugang zu Vorhersagemärkten bleibt jedoch über Webseiten und mobile Apps weiterhin möglich, was bedeutet, dass der Markt trotz der neuen Einschränkungen nicht vollständig abgeschottet wird.


Quellen: de.beincrypto

Bildquelle: KI generiert

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