HBAR fällt, während Hedera-TVL um 50 Prozent steigt

Während HBAR fällt, steigt der Total Value Locked (TVL) im Hedera-Netzwerk um über 50 Prozent. Trotz wachsender DeFi-Aktivitäten zeigen technische Indikatoren Abwärtsrisiken und signalisieren, dass der Markt derzeit skeptisch bleibt.

HBAR fällt, während Hedera-TVL um 50 Prozent steigt

Ein in den USA entwickelter Kryptowährungs-Token steht aktuell vor neuen Abwärtsrisiken, obwohl die Aktivität im Hedera-Netzwerk erheblich zunimmt. Der HBAR-Token hat seit Jahresbeginn etwa 11 Prozent an Wert verloren und liegt im Vergleich zum Vorjahr rund 58 Prozent im Minus.

Aktuell zeigt sich ein bärisches Chartmuster, während das Kapital, das im Netzwerk gebunden ist, um fast 50 Prozent gestiegen ist. Diese Situation ist bemerkenswert, da die Fundamentaldaten sich verbessern, der Kurs jedoch weiterhin schwächelt.

Technische Analyse und Marktbewegungen

Das betroffene Projekt ist Hedera, dessen Token HBAR heißt. Kürzlich fiel HBAR unter die Nackenlinie einer Kopf-Schulter-Formation, ein technisches Muster, das häufig Trendumkehrungen signalisiert. Dieser Kursrückgang ereignete sich am 7. März und setzt die Kryptowährung seitdem weiteren Abwärtsrisiken aus.

Besonders auffällig ist, dass dieser Rückgang genau zu einem Zeitpunkt stattfand, als sich die Netzwerkkennzahlen von Hedera stark verbesserten. Laut Daten von DeFiLlama ist der „Total Value Locked“ (TVL) des Netzwerks, also der Gesamtwert der in dezentralen Anwendungen hinterlegten Vermögenswerte, von etwa 38,6 Millionen USD am 16. Februar auf rund 60,4 Millionen USD gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von über 50 Prozent innerhalb weniger Wochen.

Marktpsychologie und Anlegerverhalten

Normalerweise deutet ein steigender TVL darauf hin, dass das Netzwerk vermehrt genutzt wird und das Vertrauen der Anleger wächst. Ein Anstieg des Kapitals in dezentralen Anwendungen sollte in der Regel auch den Kurs des jeweiligen Tokens unterstützen. Doch das Chartbild von HBAR zeigt eine andere Entwicklung.

Statt bei steigendem TVL zuzulegen, zeigt der Token technische Schwächen. Diese Divergenz deutet darauf hin, dass der Markt momentan eher auf das Chartbild fokussiert ist als auf die verbesserten Fundamentaldaten. Solche Phasen sind häufig in übergeordneten bärischen Marktstimmungen zu beobachten.

Käuferverhalten und Marktanalysen

Trotz des bärischen Musters scheinen Privatanleger, die in diesen Made-in-USA-Coin investieren, aktiv zu bleiben. Ein Indikator dafür ist der Money Flow Index (MFI), der das Verhältnis von Kauf- und Verkaufsdruck misst. Ein steigender MFI wird oft als Zeichen gewertet, dass Anleger die Schwächephasen nutzen, um zu kaufen.

Zwischen dem 5. Februar und dem 7. März stieg der Kurs von HBAR allmählich an, während auch der MFI einen Aufwärtstrend verzeichnete. Dies zeigt, dass Trader in den Rücksetzern aktiv kauften.

Zusätzlich unterstützen aktuelle Daten zu Börsenabflüssen dieses Signal. Seit dem 5. März verzeichnet dieser Made-in-USA-Coin trotz eines schwachen Kurses anhaltende Abflüsse von den Börsen. Dies bedeutet, dass Token von den Börsen abgezogen und nicht dorthin überwiesen werden.

Kapitalflüsse und technische Indikatoren

Selbst nach dem Kopf-Schulter-Ausbruch am 7. März setzte sich dieses Muster fort. Der letzte erfasste Abfluss zeigt, dass etwa 526.770 USD in HBAR von den Börsen abgezogen wurden. Dies deutet darauf hin, dass einige Trader weiterhin akkumulieren, obwohl die technische Struktur schwach bleibt.

Zusammenfassend zeigen der steigende MFI und die anhaltenden Abflüsse von den Börsen, dass Privatanleger weiterhin versuchen, den Kursrückgang für Käufe zu nutzen oder auf ein mögliches Tief zu spekulieren. Allerdings reicht der Kauf von Privatanlegern in der Regel nicht aus, um einen Markt zu stabilisieren. Größere Kapitalflüsse sind entscheidend für die Umkehr oder Fortsetzung eines Trends.

Ausblick auf die Kursentwicklung

Der Chaikin Money Flow (CMF) ist ein weiterer wichtiger Indikator, der das Verhalten größerer Kapitalströme misst. Kürzlich fiel der CMF unter die Nulllinie, was darauf hinweist, dass die Kapitalabflüsse inzwischen größer sind als die Zuflüsse durch Kleinanleger. Zudem hat der Indikator eine aufsteigende Trendlinie unterschritten, die den Markt seit Anfang Februar gestützt hat.

Ein solcher Bruch deutet oft darauf hin, dass größere Anleger sich vom Markt zurückziehen, während Kleinanleger weiterhin kaufen. Dennoch zeigt der CMF insgesamt noch eine positive Entwicklung zusammen mit dem Kurs, was darauf hindeutet, dass die Kapitalabflüsse der Großanleger bisher nicht sehr stark sind.

Die aktuelle Kursstruktur von HBAR verdeutlicht das Risiko eines weiteren Rückgangs. Nach dem Bruch der Nackenlinie deutet das Kopf-Schulter-Muster auf einen möglichen Kursrückgang in Richtung 0,079 USD hin. Vom Ausbruchspunkt aus entspricht dies einem Rückgang von etwa 18 Prozent. Vom aktuellen Kurs im Bereich von 0,094 USD beträgt das verbleibende Risiko rund 15 Prozent.

Für eine bullische Stimmung müsste HBAR das Kursniveau bei 0,101 USD zurückerobern, da dieser Bereich Kursanstiege seit Ende Februar mehrfach gestoppt hat. Ein stärkeres Comeback erfordert einen Ausbruch über 0,106 USD. Das gesamte bärische Muster bleibt bis zu einem Kurs von 0,107 USD gültig.

Kann der Token nicht schnell die Marke von 0,095 USD zurückgewinnen, bleibt das Abwärtsbild bestehen. In diesem Fall liegen die nächsten Unterstützungszonen zunächst bei 0,091 USD sowie bei 0,082 USD. Erst danach rückt das vollständige Ziel des Kopf-Schulter-Musters um 0,079 USD in den Fokus.

Zusätzlich ist es interessant zu beobachten, wie HBAR bleibt bullisch trotz 35-Prozent-Absturz und welche Auswirkungen dies auf die Marktpsychologie hat. Auch die Frage, ob Bitcoin deutlich bärisch bleibt und die 60.000-USD-Marke fällt, könnte für Anleger von Bedeutung sein. Zudem lohnt sich ein Blick darauf, welche Token Krypto-Wale während des US-Iran-Konflikts handeln.

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Bildquelle: ai-generated-gemini

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