Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, in Bezug auf die Straße von Hormuz sieben falsche Behauptungen aufgestellt zu haben. Diese Äußerungen erfolgten kurz nach der bemerkenswerten Erholung des S&P 500, die die schnellste seit 1982 darstellt.
Ghalibaf äußerte sich zu mehreren spezifischen Punkten und wies die Andeutung zurück, dass die USA durch ihre öffentlichen Erklärungen einen Vorteil in den Verhandlungen erlangt hätten. Er betonte: „Washington hat den Krieg mit diesen Lügen nicht gewonnen, und sie werden damit ganz sicher auch bei den Verhandlungen nicht weiterkommen.“
Warnung vor Schließung der Straße von Hormuz
Der iranische Politiker warnte, dass die Straße von Hormuz nicht offen bleiben werde, falls die US-Blockade weiterhin andauere. Er stellte klar, dass der gesamte Schiffsverkehr durch diese Gewässer einer von Teheran festgelegten Route folgen müsse, wofür eine Genehmigung des Iran sowie eine Koordination mit den iranischen Streitkräften erforderlich sei.
„Ob die Straße offen ist oder geschlossen wird und welche Regeln dort gelten, wird vor Ort entschieden, nicht in den sozialen Medien“, erklärte Ghalibaf wörtlich.
Darüber hinaus wies Ghalibaf Trumps Behauptung zurück, Iran habe zugestimmt, angereichertes Uran zu übertragen. Er stellte klar, dass diese Aussage völlig falsch sei und dass das angereicherte Uran des Iran „in keiner Weise irgendwohin übertragen“ werde. Jede Seeblockade würde als Verletzung der Waffenruhe angesehen.
Reaktionen auf die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz
Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsausschusses des iranischen Parlaments äußerte sich ähnlich und betonte, dass eine Abgabe von Uran aus dem Iran nicht erlaubt werde. Die US-Darstellungen in den sozialen Medien entsprächen nicht der Realität.
Am 17. April 2023 gab Iran offiziell die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz bekannt, nachdem eine Waffenruhe im Libanon eine Bedingung Teherans erfüllt hatte. Diese Entscheidung führte zu einer starken Reaktion auf den Ölmärkten: Brent-Öl fiel um mehr als 9 % auf 90,38 USD pro Barrel, während US-Öl um 11,4 % auf 83,85 USD pro Barrel sank.
Marktsituation und Unsicherheiten
Trotz der offiziellen Wiedereröffnung hat sich der normale Schiffsverkehr nicht wiederhergestellt. Die Anzahl der durchfahrenden Schiffe liegt nur bei einem Bruchteil des Vorkriegsniveaus von 130 bis 140 Schiffen pro Tag. Über 150 Tanker ankern rund um die Straße, während hohe Versicherungskosten und widersprüchliche Signale zwischen den USA und Iran die meisten Betreiber zurückhalten.
Die US-Blockade gegen mit Iran verbundene Häfen bleibt weiterhin bestehen. Die Diskrepanz zwischen Teherans Rhetorik und der Darstellung Washingtons deutet darauf hin, dass die Verhandlungen fragil bleiben. Da über eine Verlängerung der Waffenruhe keine Einigung erzielt wurde und beide Seiten grundlegende Fakten bestreiten, könnte sich der Status der Straße kurzfristig wieder ändern.
Die Märkte, die nach den Nachrichten zur Wiedereröffnung eine Rallye erlebten, müssen das Risiko in Betracht ziehen, dass der Optimismus vom Freitag voreilig war. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Bitcoin-Kurs bei 77.192 USD, was einem Anstieg von 3,6 % in den letzten 24 Stunden entspricht. Die erwartete Rallye am Wochenende auf 80.000 USD lässt jedoch bislang auf sich warten, da die Märkte erkennen, dass der Optimismus über die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz verfrüht war.
US-Jet im Iran abgestürzt: Politische Herausforderungen für Trump und Vermisstenmeldung
„`
Bildquelle: ai-generated-gemini











Schreibe einen Kommentar