Kalshi steht unter federaler Aufsicht: Offenlegungspflicht für Arbeitgeber wird eingeführt

Kalshi führt eine Regel zur Offenlegung von Arbeitgebern ein, um Insiderhandel bei sensiblen Handelsgeschäften zu verhindern. Diese Maßnahme folgt auf Warnungen des Weißen Hauses und erhöht die Compliance-Anforderungen für Nutzer der Plattform.

Prüfung durch das Weiße Haus: Kalshi muss Regel zur Offenlegung von Arbeitgebern einführen

„Wir müssen sicherstellen, dass unsere Plattform transparent und sicher bleibt“, erklärte ein Sprecher von Kalshi.

Kalshi, der führende US-Prediction-Markt unter Aufsicht der CFTC, plant, von seinen Nutzern die Offenlegung ihres Arbeitgebers zu verlangen, bevor sie in bestimmten sensiblen Handelsbereichen aktiv werden. Diese Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf die zunehmenden Bedenken hinsichtlich des Insiderhandels, insbesondere im Zusammenhang mit nicht-öffentlichen Informationen von Regierungsbehörden.

Hintergrund der Entscheidung

Die Entscheidung von Kalshi folgt auf Warnungen des Weißen Hauses und einer formellen Untersuchung des Kongresses zur Nutzung nicht-öffentlicher Informationen durch Regierungsbeamte. Am 24. März 2026 wurde eine interne Mitteilung an die Mitarbeiter des Weißen Hauses versandt, in der vor der Verwendung solcher Informationen auf Handelsplattformen wie Kalshi gewarnt wurde.

Im Mai 2026 initiierte James Comer, der Vorsitzende des House Oversight Committee, eine Untersuchung und forderte Informationen zur Nutzerverifizierung und zur Überwachung verdächtiger Aktivitäten von Kalshi und Polymarket.

Reaktion auf Insider-Risiken

Kalshi hat bereits proaktive Maßnahmen ergriffen, um potenzielle Verstöße zu untersuchen. Im Jahr bis Februar 2026 wurden über 200 Untersuchungen zu möglichen Regelverstößen eingeleitet, die auch öffentliche Disziplinarmaßnahmen nach sich zogen. Dazu gehören Geldstrafen und mehrjährige Sperren gegen Nutzer, die gegen die Regeln verstoßen haben, darunter auch prominente Persönlichkeiten.

Details zur neuen Regelung

Gemäß den neuen Richtlinien müssen Nutzer, die in Märkten mit erhöhtem Risiko für nicht-öffentliche Informationen (MNPI) handeln, ein Online-Formular ausfüllen, in dem sie ihren Arbeitgeber angeben. Dies betrifft insbesondere Märkte, die politische Ergebnisse, Unternehmensereignisse oder bedeutende politische Entscheidungen betreffen. Die Einführung dieser Regelung wird in den kommenden Wochen erwartet.

Diese Maßnahme ergänzt bereits bestehende Kontrollen, die unter anderem detaillierte Onboarding-Abfragen für risikobehaftete Personen, Echtzeit-Handelsüberwachung und die Möglichkeit zur Kontosperrung während laufender Untersuchungen umfassen.

Wettbewerbsvorteil durch Regulierung

Durch die Einführung dieser erweiterten Kontrollen stärkt Kalshi seine Position im Vergleich zu Krypto-Konkurrenten wie Polymarket. Als vollständig regulierte Börse mit einem verpflichtenden KYC-Prozess und einer Fiat-Infrastruktur signalisiert Kalshi ein hohes Maß an Integrität und Compliance, was institutionelle Investoren ansprechen könnte, die unsichere Offshore-Plattformen meiden.

Details zu den betroffenen Märkten und zur Durchsetzung der neuen Regelungen werden in Kürze im Regelwerk von Kalshi veröffentlicht. Angesichts des anhaltenden Wachstums im Prediction-Markt und der strengen Aufsicht durch Regulierungsbehörden könnte dieser Schritt als wegweisend für die Verbindung von Innovation und Schutzmaßnahmen angesehen werden.

Marktteilnehmer und Arbeitgeber sind angehalten, die aktualisierten Richtlinien zu prüfen, sobald die Einführung näher rückt.


Quellen: de.beincrypto

Bildquelle: KI generiert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert