Morgan Stanley plant den Einstieg in den US-amerikanischen Markt für Spot-Bitcoin-ETFs und wird dabei eine Rekordgebühr von lediglich 0,14 % anbieten.
Diese Preisgestaltung, zusammen mit der beeindruckenden Plattform von 6 Billionen USD und einem Netzwerk von 16.000 Beratern, wird die Marktposition der Bank erheblich stärken.
Die aggressive Preispolitik ermöglicht eine signifikante Expansion im Bereich digitaler Vermögenswerte.
Die Bank mit einem Gesamtvermögen von 9 Billionen USD zeigt mit dieser Strategie, dass sie schnell Marktanteile in einem der am härtesten umkämpften Segmente für Krypto-Produkte gewinnen möchte.
Details zur Gebühr von 0,14 % für den Bitcoin-ETF
Am 27. März reichte Morgan Stanley einen überarbeiteten S-1-Registrierungsantrag ein, in dem eine Gebühr von 0,14 % für den geplanten ETF vorgeschlagen wird.
„Der Trust zahlt die einheitliche Delegated Sponsor Fee, die täglich mit einem Jahreszins von 0,14 % vom Nettovermögenswert des Trusts berechnet wird (die ‚Delegated Sponsor Fee‘), und die Menge an Bitcoin, die für jede tägliche Abrechnung zu zahlen ist, wird anhand des Pricing Benchmark bestimmt“, heißt es in dem Antrag.
Diese Preisstruktur stellt derzeit die günstigste am Markt dar und liegt deutlich unter der Gebühr des führenden iShares Bitcoin Trust von BlackRock, der aktuell 0,25 % verlangt.
Marktreaktionen und Expertenmeinungen
Nate Geraci, Präsident von Nova Dius Wealth Management, hob hervor, dass die vorgeschlagene Gebühr nicht nur im Vergleich zu anderen Krypto-ETFs, sondern auch im Kontext anderer rohstoffgebundenen Produkte bemerkenswert ist.
„Morgan Stanley, eines der größten und bekanntesten Finanzunternehmen der Welt, wird einen Spot-Bitcoin-ETF starten. Die Gebühr für diesen ETF wird die niedrigste in der Kategorie sein und liegt deutlich unter der des größten physischen Gold-ETFs der Welt“, sagte Nate Geraci auf X.
Die offensive Preisstrategie überrascht nicht, da Wettbewerber bereits seit über zwei Jahren auf dem Markt aktiv sind.
Seit ihrer Genehmigung im Jahr 2024 haben US-Spot-Bitcoin-ETFs Nettozuflüsse von insgesamt 55,93 Milliarden USD verzeichnet. Diese Fonds verwalten zusammen 84,77 Milliarden USD an Vermögenswerten und repräsentieren etwa 7 % des gesamten globalen Bitcoin-Bestands. Der Fonds von BlackRock führt derzeit mit einem Nettovermögen von 51,49 Milliarden USD.
Strategische Vorteile von Morgan Stanley
Marktbeobachter sind der Meinung, dass Morgan Stanley nun gut positioniert ist, um die starken Marktteilnehmer herauszufordern, da die Bank über erhebliche Vorteile im Vertrieb verfügt.
Die Vermögensverwaltung der Bank betreut rund 6 Billionen USD an Kundenvermögen und arbeitet mit einem Netzwerk von 16.000 Finanzberatern.
Früher konnten diese Berater ihren Kunden Bitcoin-ETFs anderer Anbieter anbieten. Mit dem Start eines eigenen Fonds kann das Unternehmen seine Angebote im Bereich Kryptowährungen vertikal integrieren und die Gebührenerlöse direkt einbehalten.
Der geplante Bitcoin-ETF von Morgan Stanley ist zudem nur ein Teil einer umfassenden digitalen Expansion im Bereich Vermögenswerte für den Bankriesen. Im Januar beantragte das Unternehmen auch ETFs für andere digitale Vermögenswerte wie Ethereum und Solana.
Über die ETFs hinaus erweitert die Bank ihre zentrale Infrastruktur, um dezentrale Finanzdienstleistungen (DeFi) und die Tokenisierung realer Vermögenswerte zu unterstützen.
Bildquelle: ai-generated-gemini











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