Große institutionelle Investoren in den USA haben ihre Bestände an Bitcoin-ETFs zum Ende des vierten Quartals 2025 verringert. Aktuelle Analysen zeigen, dass die Verkäufe vor allem von bestimmten Gruppen ausgingen und nicht den gesamten Markt betrafen.
Analysten von Bloomberg Intelligence berichten, dass sogenannte 13F-Anleger – bedeutende Institutionen, die ihre Bestände vierteljährlich bei der US-Börsenaufsicht melden – im letzten Quartal 2025 netto Bitcoin-ETFs im Wert von nahezu 1,6 Milliarden USD verkauft haben.
Verkäufe durch große Anlegergruppen
Die signifikantesten Bestandsreduzierungen wurden von Investmentberatern und Hedgefonds verzeichnet, die zu den wichtigsten Haltern von ETFs zählen.
Ein 13F-Anleger ist ein großer Vermögensverwalter in den USA, der in der Regel über mehr als 100 Millionen USD an verwalteten Vermögenswerten verfügt. Diese Investoren sind verpflichtet, ihre Bestände vierteljährlich offenzulegen, wobei die Angaben stets den Stand zum Quartalsende widerspiegeln.
Die gemeldeten Bestände an Bitcoin-ETFs dieser Institutionen waren im vierten Quartal niedriger als im vorhergehenden Quartal, was darauf hindeutet, dass sie ETF-Anteile verkauft haben, ohne jedoch zwangsläufig physische Bitcoins an den Börsen zu veräußern. Dies könnte auch mit der aktuellen Situation in Verbindung stehen, wo Bitcoin weiterhin unter Druck steht, trotz gelegentlicher Erholungen.
Einfluss auf den Bitcoin-Kurs
Diese Entwicklungen erklären, warum der Bitcoin-Kurs weiterhin unter Druck steht, obwohl es gelegentlich zu kurzfristigen Erholungen kommt. In den letzten Wochen gab es immer wieder tägliche Abflüsse bei den ETF-Transaktionen, darunter mehrere signifikante Rückgänge im Februar. Ein Grund dafür könnte der Rückgang des Bitcoin-Coinbase-Premiums sein, der auf Rekordtief gefallen ist.
Verkaufsmuster der Anleger
Die Daten zeigen, dass die größten Netto-Abflüsse von folgenden Gruppen stammten:
- Investmentberater: circa -21.831 BTC
- Hedgefonds-Manager: circa -7.694 BTC
Auch andere Gruppen wie Broker und Banken haben ihre Bestände verringert. Im Gegensatz dazu haben einige Gruppen, darunter Holdinggesellschaften und staatlich verbundene Unternehmen, ihre Bestände erhöht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass alle Institutionen pessimistisch eingestellt sind. Viele Unternehmen nutzen Bitcoin-ETFs auch zur Absicherung, für Arbitragegeschäfte oder kurzfristige Handelsstrategien und nicht ausschließlich als langfristige Investition.
Marktentwicklung und Ausblick
Das Gesamtbild zeigt jedoch eine zunehmende Zurückhaltung großer Anleger. Dies steht im Einklang mit dem Abwärtstrend bei den ETF-Abflüssen. Solange die täglichen ETF-Transaktionen nicht über mehrere Tage hinweg positiv verlaufen, könnte Bitcoin in einer anfälligen Phase verbleiben. In diesem Fall wäre es lediglich eine Erholungsbewegung und keine umfassende Trendwende. Ein möglicher Lichtblick könnte jedoch die Nachricht über die 670 Mio. USD Zuflüsse für US-Krypto-ETFs am ersten Handelstag 2026 sein.











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