Peter Brandt erwägt Verkauf von Bitcoin zugunsten von Gold-Investitionen
Peter Brandt äußerte Überlegungen, einen Teil seiner Bitcoin-Bestände zu veräußern, um in Gold zu investieren. Diese Entscheidung begründet er mit einem technischen Ausbruch im Verhältnis zwischen Gold und Bitcoin.
Technische Analyse des XAU/BTC-Verhältnisses
Das XAU/BTC-Verhältnis, das angibt, wie viele Bitcoin benötigt werden, um eine Unze Gold zu erwerben, steht derzeit bei etwa 0,067. Brandt interpretiert diesen Wert als Zeichen einer möglichen Trendwende, da sich das Verhältnis aus einer mehrjährigen Basis nach oben bewegt. Er ist der Ansicht, dass Gold erheblich an Wert gewinnen könnte, wenn es gelingt, den Abwärtstrend zu durchbrechen.
Aktuell liegt der Bitcoin-Kurs bei etwa 62.658 USD, was rund 50 % unter dem Höchststand von 126.000 USD im Oktober 2025 liegt. Im Gegensatz dazu pendelt der Goldpreis, trotz eines Rückgangs von 25 % von seinem Rekordhoch von über 5.600 USD, bei etwa 4.175 USD.
Brandt stützt seine Analyse auf klassische technische Indikatoren und bleibt seit 2026 vorsichtig in Bezug auf Bitcoin. Er hatte zuvor mögliche Tiefststände im Bereich von 40.000 bis 60.000 USD prognostiziert, bevor er einen Anstieg in Richtung eines Ziels von 250.000 USD für möglich hält.
Marktreaktionen auf Brandts Überlegungen
Die Ansichten über Brandts Überlegungen sind jedoch nicht einheitlich. Michael Saylor argumentiert, dass die schwächere Performance von Bitcoin eher auf eine Umleitung von Liquidität in die KI-Infrastruktur zurückzuführen sei, als auf eine Flucht in Gold. On-Chain-Daten zeigen zudem, dass Langzeit-Halter während des Kursrückgangs etwa 125.000 Bitcoin akkumuliert haben, was auf eine starke Nachfrage hinweist.
Analyst Michaël van de Poppe äußerte sich kritisch zu Brandts Chart und erklärte: „Bis Bitcoin sich verdoppelt, ist dieses ganze Chart wertlos.“ Damit hebt er hervor, dass das Wachstumspotenzial von Bitcoin die vermeintliche Schwäche gegenüber Gold schnell ausgleichen könnte.
Bewertung durch andere Analysten
Trader Pablo Heman sieht sowohl Gold als auch Bitcoin als gleichwertige Investitionen an. Er glaubt, dass Bitcoin kurzfristig Aufwärtspotenzial hat, solange der Kurs über 55.000 USD bleibt. Langfristig zeigt er sich jedoch optimistisch gegenüber Gold und verweist auf Chinas Bestrebungen, die Preisfindung der London Bullion Market Association (LBMA) zu beeinflussen.
„Wow, Short Bitcoin Long Gold?! Das ist eine mutige Prognose! Ich halte beide und bin überzeugt, dass Bitcoin zumindest in den nächsten Monaten eine größere Erholung bevorsteht. Solange Bitcoin über 55.000 liegt, dürfte es eine kräftige Erholung geben. Ich bin aber für Gold (und Silber) langfristig bullisch, also über die nächsten fünf bis zehn Jahre oder noch länger“, sagte Heman.
Ausblick auf das XAU/BTC-Verhältnis
Das XAU/BTC-Verhältnis fungiert derzeit als entscheidender Indikator. Ein anhaltender Ausbruch könnte das Narrativ zugunsten von Gold stärken, während ein Rückgang darauf hindeuten könnte, dass Bitcoin wieder an Dynamik gewinnt. Neueste Wochendaten zeigen zudem, dass Kryptowährungen sowohl Gold als auch Aktien in der aktuellen Marktphase übertreffen.
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Quellen: de.beincrypto, Süddeutsche Zeitung
Bildquelle: KI generiert











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