Privatanleger haben seit dem zweiten Quartal 2025 über 70 Milliarden USD in Gold-ETFs investiert, während institutionelle Investoren in die entgegengesetzte Richtung tendieren und 1 Milliarde USD in Gold sowie 200 Millionen USD in Silber abstoßen.
Die Kaufwelle von Retail-Investoren erfolgt in einem Umfeld, in dem institutionelle Anleger ihre Bestände reduzieren. Laut dem Kobeissi Letter haben die Käufe von Gold-ETFs durch Privatanleger in den letzten sechs Monaten eine Verdopplung erfahren.
Zusätzlich haben Retail-Investoren im vergangenen Jahr mehr als 10 Milliarden USD in Silber-ETFs investiert.
„Retail-Investoren sind voll auf Edelmetalle fokussiert“,
wird im Bericht betont.
Die Diskrepanz zwischen dem Engagement von Retail- und institutionellen Investoren ist jedoch auffällig. Während Privatanleger aktiv kaufen, haben institutionelle Investoren in den letzten Monaten 1 Milliarde USD in Gold und 200 Millionen USD in Silber verkauft. Diese Abflüsse beschleunigten sich, nachdem der Goldpreis Anfang Januar innerhalb von nur drei Tagen um 20% gefallen war.
„Institutionen haben Gold von 1.800 USD bis 4.900 USD akkumuliert. Jetzt verdreifachen Retail-Anleger ihre Käufe und Institutionen verkaufen 1,2 Milliarden USD. Dies wird als Distribution bezeichnet. Smart Money verkauft nicht am Tiefpunkt, sondern in Phasen hoher Nachfrage. Ihrer Nachfrage“, so MSB Intel in einem Kommentar.
In der Zwischenzeit sind die Preise für Gold und Silber aufgrund der steigenden Spannungen im Nahen Osten gefallen. Seit den koordinierten Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar ist der Goldpreis um etwa 9,44% gesunken, während Silber sogar um rund 22,59% unter seinem Höchststand liegt.
Historisch gesehen haben Kriege und geopolitische Krisen oft zu einem Anstieg der Goldnachfrage geführt. Dennoch haben die steigenden Ölpreise über 100 USD pro Barrel die Inflationsängste verstärkt, was sich negativ auf nicht verzinsliche Vermögenswerte wie Edelmetalle ausgewirkt hat.
Im Gegensatz dazu ist Bitcoin (BTC) um etwa 6,17% gestiegen, trotz der jüngsten Rückgänge. Das On-Chain-Analyseunternehmen CryptoQuant berichtet, dass die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold auf -0,88 gefallen ist, was den niedrigsten Wert seit November 2022 darstellt. Dieser Wert deutet darauf hin, dass sich die beiden Vermögenswerte derzeit in stark entgegengesetzte Richtungen bewegen.
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Bildquelle: ai-generated-gemini











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