Robinhood Chain: Erfolg durch Memecoins birgt Risiken für die Zukunft

Artemis warnt vor den Risiken der Robinhood-Blockchain, deren beeindruckendes DEX-Volumen hauptsächlich durch Memecoins entsteht. CEO Jon Ma fordert eine Abkehr von spekulativen Token, um das Vertrauen der Nutzer zu sichern.

Robinhood Chain: Erfolg durch Memecoins birgt Risiken für die Zukunft

Artemis warnt: Der größte Erfolg der Robinhood-Blockchain könnte auch ihr größtes Risiko sein

Jon Ma, CEO von Artemis, äußert Bedenken hinsichtlich der Dominanz von Memecoins auf der Robinhood Chain. Er warnt, dass dieser Trend die langfristigen Ambitionen der Blockchain gefährden könnte.

Die Robinhood Chain hat in den ersten zwei Wochen nach ihrem Start ein beeindruckendes tägliches DEX-Volumen von über 800 Millionen USD erreicht, wobei Memecoins den Großteil des Handelsvolumens ausmachen. Das Layer-2-Netzwerk, das auf Arbitrum basiert, ermöglicht schnellere und kostengünstigere Transaktionen im Vergleich zu Ethereum. Der offizielle Start fand am 1. Juli statt, mit dem Ziel, tokenisierte Aktien und reale Vermögenswerte anzubieten. Dennoch dominieren derzeit spekulative Token das Handelsgeschehen.

Memecoins treiben das Handelsvolumen der Robinhood Chain

Nach Angaben von DefiLlama erreichte die Robinhood Chain am Dienstag ein DEX-Volumen von etwa 819 Millionen USD innerhalb von 24 Stunden und 3,9 Milliarden USD in der gesamten Woche. Diese Zahlen verdeutlichen das Handelsvolumen, das täglich auf der Blockchain generiert wird. Am Montag übertraf das Netzwerk kurzzeitig das Handelsvolumen von Ethereum, fiel jedoch später wieder zurück.

Ein Token namens Cash Cat (CASHCAT), der mit dem Projektnamen von Robinhood in Verbindung steht, hat laut CoinGecko eine Marktkapitalisierung von 156 Millionen USD. Kleinere Projekte wie Robin Hood (FOX) haben innerhalb eines Tages nahezu eine Verdopplung ihres Wertes erfahren und erreichen nun eine Bewertung von rund 2 Millionen USD.

Warnung vor den Risiken der Memecoin-Dominanz

Ma, der Artemis leitet, einem Analyseunternehmen im Blockchain-Bereich, investierte bereits 2019 vor dem Börsengang in Robinhood. In einem offenen Brief an CEO Vlad Tenev würdigte er den starken Start der Robinhood Chain. Er berichtete von über 300.000 täglich aktiven Adressen, geschätzten jährlichen Gebühren von 40 Millionen USD und einem Total Value Locked (TVL) von 300 Millionen USD.

„Aber Memecoins kosten Menschen Geld und zerstören das Vertrauen…BITTE Robinhood, bauen Sie keine Memecoin-Blockchain auf”, warnte Ma deutlich.

Ma verwies auf die neue Generation von Memecoins auf der Base-Blockchain von Coinbase, die seiner Meinung nach 99 % ihres Wertes seit dem Höchststand verloren haben. Zudem erinnerte er an den Fall von GameStop im Jahr 2021, bei dem Tenev vor dem US-Kongress aussagen musste.

Unterstützer setzen auf Liquidität und Nutzerwachstum

„Zehn Millionen Menschen sind nur ein App-Update davon entfernt, zum ersten Mal bei Memes dabei zu sein.”

Arbitrum meldete innerhalb einer Woche Einnahmen von über 800.000 USD, was hochgerechnet fast 42 Millionen USD im Jahr entspricht. Im Rahmen eines Expansionsprogramms fließen 10 % dieser Einnahmen in das Arbitrum-(ARB-)Ökosystem, während der ARB-Kurs in dieser Woche um 16 % gestiegen ist.

Im Gegensatz dazu profitiert Ethereum kaum von diesem Werttransfer, was bereits von Analysten diskutiert wird. Coinbase-CEO Brian Armstrong sprach sich in der Debatte für positive Nutzeranwendungen aus und betonte, dass Nutzer und Liquidität die stärkste Verteidigung darstellen. Eine Analyse von Grayscale kam ebenfalls zu dem Schluss, dass der Markt zunehmend Wert auf Fundamentaldaten legt, anstatt sich auf Memespekulationen zu konzentrieren.

Ob Memecoins als Einstieg oder Ablenkung fungieren werden, wird sich zeigen, sobald Robinhood seine Haupt-App mit der Blockchain verknüpft. Bis dahin beobachten sowohl Kritiker als auch Befürworter die Entwicklungen und Zahlen genau.


Quellen: de.beincrypto

Bildquelle: KI generiert

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