Senatorin Cynthia Lummis: Clarity Act könnte Verzögerung um vier Jahre bedeuten

Senatorin Cynthia Lummis warnt, dass der Clarity Act zur Regulierung von Kryptowährungen durch Verzögerungen im Gesetzgebungsverfahren bis zu vier Jahre blockiert werden könnte. Finanzminister Scott Bessent fordert dringendes Handeln, um die finanzielle Zukunft Amerikas zu sichern.

Senatorin Cynthia Lummis: Clarity Act könnte Verzögerung um vier Jahre bedeuten

Senatorin Cynthia Lummis (Republikanerin aus Wyoming) äußert Bedenken, dass der Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY Act) im Gesetzgebungsverfahren bis zu vier Jahre lang blockiert werden könnte, wenn der Senat nicht vor den Zwischenwahlen 2026 aktiv wird.

In diesem Zusammenhang bezeichnet Lummis den Clarity Act als die „letzte Chance“ des Kongresses, bevor möglicherweise im Jahr 2030 eine gesetzgeberische Stagnation eintritt. Ihre Warnung folgt einem Meinungsbeitrag von Finanzminister Scott Bessent, der ebenfalls die Dringlichkeit eines schnellen Handelns betont.

Die Dringlichkeit des Handelns

Lummis hat sich seit der Einführung des CLARITY Act als die prominenteste Unterstützerin im Senat hervorgetan. Sie leitet den Senats-Unterausschuss für digitale Vermögenswerte und hebt immer wieder hervor, dass das Gesetz entscheidend ist, um zu verhindern, dass regulatorische Unsicherheiten Unternehmen im Bereich Kryptowährungen ins Ausland drängen.

„Das ist unsere letzte Chance, den Clarity Act bis mindestens 2030 zu verabschieden. Wir können es uns nicht leisten, Amerikas finanzielle Zukunft aufzugeben“, erklärte Lummis in einem Beitrag.

Diese Warnung erhält zusätzliche Bedeutung, da Lummis angekündigt hat, im Dezember 2025 nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. Sie begründet dies mit den physischen und psychischen Anforderungen, die eine weitere sechsjährige Amtszeit mit sich bringen würde.

Ihre derzeitige Amtszeit endet im Januar 2027, was den Gesetzesentwurf zu einem zentralen Punkt ihrer politischen Karriere macht.

Herausforderungen für die Initiative in Washington

Lummis ist nicht allein in ihren Bedenken. Ihre Aussagen wurden von US-Finanzminister Scott Bessent und weiteren Beratern von US-Präsident Donald Trump unterstützt, die ebenfalls betonen, dass jetzt gehandelt werden muss.

Bessent warnte, dass die Unklarheit bezüglich der Regeln bereits dazu geführt hat, dass sich die Entwicklung von Krypto in Länder mit klareren Vorschriften wie Abu Dhabi und Singapur verlagert hat.

Trotz der breiten Unterstützung aus der Exekutive gibt es weiterhin erhebliche Hürden. Ein zentraler Streitpunkt, der Zinsertrag von Stablecoins, wurde durch einen Kompromiss zwischen Tillis und Alsobrooks am 20. März geregelt. Diese Vereinbarung verbietet passive Zinserträge auf Stablecoin-Bestände, erlaubt jedoch Belohnungen, die auf Aktivitäten basieren.

Die Hürden für den Gesetzesentwurf

Der Gesetzesentwurf muss noch fünf aufeinanderfolgende Hürden überwinden, bevor er US-Präsident Trump zur Unterschrift vorgelegt werden kann. Diese Hürden umfassen:

  • Ein Bearbeitungsprozess im Bankenausschuss,
  • Die Hürde von 60 Stimmen im gesamten Senat,
  • Eine Abstimmung über die Versöhnung mit der im Juli 2025 verabschiedeten Version des Repräsentantenhauses,
  • Eine weitere Abstimmung über die Annäherung an die Version des Landwirtschaftsausschusses im Senat (dessen eigener Entwurf im Januar 2026 weitergebracht wurde),
  • Die Unterschrift von US-Präsident Trump.

Demokratische Senatoren setzen sich weiterhin für eine ethische Regelung ein, die es Regierungsmitarbeitern untersagt, durch private Krypto-Geschäfte zu profitieren. Das Weiße Haus hat auf diese Forderungen bislang nicht reagiert.

Der Senat wird am 13. April aus der Osterpause zurückkehren, und die republikanischen Mitglieder des Bankenausschusses planen, Ende April mit dem Bearbeitungsprozess zu beginnen. Sollte dieser Zeitraum ohne Fortschritte verstreichen, warnen Analysten, dass das Gesetz bis mindestens 2027 keine realistische Chance mehr hat, da die restliche Legislaturperiode von Wahlkampfaktivitäten geprägt sein wird.

Aktuelle Prognosemärkte schätzen die Wahrscheinlichkeit, dass Trump den CLARITY Act noch vor Ende 2026 unterzeichnet, auf 56%.

Bildquelle: ai-generated-gemini

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