Solana: Kurs-Trendumkehr bleibt bestehen

Der Kurs von Solana zeigt Anzeichen einer Trendwende, doch eine drohende Korrektur von 7 bis 10 Prozent könnte die Erholung gefährden. Langfristige Investoren steigern ihre Akkumulation, während kurzfristige Händler sich der psychologischen Grenze nähern.

Solana: Kurs-Trendumkehr bleibt bestehen

Der Kurs von Solana steht weiterhin unter Druck, während sich die Marktbedingungen als herausfordernd erweisen. Der Token hat im vergangenen Monat einen Rückgang von etwa 13 Prozent verzeichnet, was die allgemeine Schwäche des Kryptomarktes widerspiegelt. Dennoch gibt es Anzeichen für eine mögliche Umkehr, da eine bullische Divergenz im Chart einen ersten Erholungsversuch ausgelöst hat. Zudem scheinen langfristige Investoren auf eine nachhaltige Erholung zu setzen.

Allerdings gibt es auch eine besorgniserregende Kennzahl, die auf einen möglichen Rückgang von 7 bis 10 Prozent hindeutet. Um die vorherrschenden Einflüsse besser zu verstehen, ist ein Blick auf die Chart-Entwicklung notwendig.

Solana zeigt bullische Divergenz: Langfristige Investoren kaufen verstärkt

Ein erstes Indiz für eine mögliche Trendwende zeigt sich in der Momentum-Struktur von Solana. Zwischen dem 28. Januar und dem 1. März bildete der Kurs ein tieferes Tief, während der Relative Strength Index (RSI) ein höheres Tief verzeichnete. Der RSI ist ein Indikator, der die Stärke von Kursbewegungen misst, indem er Gewinne und Verluste vergleicht. Eine bullische Divergenz tritt auf, wenn der Kurs fällt, der RSI jedoch steigt, was oft darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck während eines Abwärtstrends nachlässt.

Nach dem Auftreten dieser Divergenz versuchte Solana, sich zu erholen, und der Kurs stieg um etwa 10 Prozent, verlor jedoch schnell wieder an Schwung, da die Volatilität im Kryptomarkt zunahm. Wichtig zu beachten ist, dass die Struktur weiterhin intakt bleibt, da Solana nach wie vor über dem Zwischentief vom 1. März handelt.

Die aktuelle Kursbewegung testet zudem den 20-Tage-Exponential-Gleitenden-Durchschnitt (EMA), einen Trendindikator, der Händlern hilft, kurzfristige Trendwechsel zu identifizieren. Eine Rückeroberung der EMA fand im Januar statt, was zu einem Anstieg von etwa 17 Prozent führte und den Kurs auf etwa 148 USD brachte. Sollte der aktuelle Erholungsversuch diese Marke erneut erreichen, könnte dies die Hoffnungen auf eine umfassendere Erholung stärken. Die 100.000-USD-Marke für Bitcoin bleibt weiterhin ein Thema.

Blockchain-Daten zeigen Unterstützung durch langfristige Investoren

Die Kennzahl „Hodler Net Position Change“ gibt Aufschluss darüber, ob Investoren, die ihre Coins mindestens 155 Tage halten, kaufen oder verkaufen. Seit dem Auftreten der Divergenz am 1. März hat sich diese Kennzahl signifikant verbessert. Langfristige Investoren haben ihre Netto-Position von 642.906 SOL auf 819.114 SOL bis zum 3. März erhöht, was einem Anstieg von rund 27 Prozent innerhalb von nur zwei Tagen entspricht.

Dieser Anstieg deutet darauf hin, dass erfahrene Investoren trotz der unruhigen Marktlage zugekauft haben. Dennoch garantiert diese Akkumulation allein noch keine stabile Erholung. Eine weitere Kennzahl, die gegensätzlich verläuft, könnte auf bevorstehende Korrekturen hinweisen.

Steigende Short-Term-Holder-Metrik deutet auf mögliche Korrekturen hin

Während langfristige Investoren ihre Bestände erhöhen, nähern sich kurzfristige Trader einem entscheidenden psychologischen Punkt. Dies wird durch die Kennzahl „Short-Term Holder Net Unrealized Profit/Loss“ (NUPL) sichtbar. Diese Kennzahl zeigt, ob Trader auf Buchgewinnen oder Buchverlusten sitzen. Ein Anstieg des Wertes bedeutet, dass die Verluste kleiner werden und Trader näher an ihren Einstiegskursen sind. Seit dem 23. Februar ist die NUPL der kurzfristigen Investoren bei Solana von –0,71 auf –0,49 gestiegen, was einer Erholung von rund 31 Prozent entspricht.

Obwohl dieser Wert noch im Bereich der Kapitulation liegt, könnten die sinkenden Verluste dazu führen, dass Trader bei einem Kursanstieg ihre Positionen schließen. Solche Muster haben sich in der Vergangenheit bereits bei Solana gezeigt. Am 24. Februar stieg die NUPL der kurzfristigen Trader auf etwa –0,50, während Solana bei rund 88 USD lag. Innerhalb von drei Tagen fiel der Kurs dann auf 82 USD, was einem Rückgang von etwa 7 Prozent entspricht.

Ein ähnliches Muster trat bereits Anfang Februar auf. Am 6. Februar lag Solana bei etwa 87 USD, als die kurzfristige NUPL auf –0,70 anstieg. Sechs Tage später fiel der Kurs auf 78 USD, was einem Rückgang von fast 10 Prozent entsprach.

Verteilung des Angebots könnte Verkaufsdruck erhöhen

Die Verteilung der Einstiegspreise zeigt, wo viele Anleger ihre Token erworben haben. Diese Daten offenbaren einen signifikanten Bereich zwischen 86,80 USD und 87,80 USD (86–88-USD-Zone), in dem etwa 14,19 Millionen SOL akkumuliert wurden. Der durchschnittliche Einstiegspreis gibt an, wie viel Anleger im Schnitt für ihre Token bezahlt haben. Wenn der Kurs in diesen Bereich steigt, neigen Trader, die früher eingestiegen sind, dazu, zu verkaufen, um in der Nähe der Gewinnschwelle auszusteigen. Da kurzfristige Anleger bereits dabei sind, ihre Verluste zu begrenzen, könnte dieser Bereich eine starke Widerstandszone darstellen.

Wenn Solana erneut in diese Zone steigt, könnten Trader, die ihre Verluste verringern möchten, in die Aufwärtsbewegung hinein verkaufen. Dieses Verhalten könnte das historische Muster eines Rückgangs um 7 bis 10 Prozent verstärken. Der Angebotsbereich und der steigende NUPL-Wert bei kurzfristigen Haltern weisen auf dasselbe Risiko hin.

Die 86–89-USD-Zone entscheidet über die nächste Kursbewegung von Solana

Wenn Solana dauerhaft über 89 USD steigt, hätte der Coin den nächsten Angebotscluster überwunden, ohne dass es zu starken Verkäufen kommt. Sollte dies gelingen, könnte der Kurs in Richtung 92 USD, 96 USD oder sogar 101 USD weiter ansteigen. Gelingt der Ausbruch jedoch nicht, spricht das für das bisherige NUPL-Muster. HBAR bleibt bullisch trotz 35-Prozent-Absturz.

Verliert Solana seine Unterstützung bei etwa 82 USD, könnte der Kurs schnell auf 77 USD fallen. Ein solcher Rückgang würde einem Verlust von etwa 7 bis 10 Prozent entsprechen und passt zu den vorherigen Rücksetzern in diesem Monat.

Die Umkehrstruktur von Solana bleibt bislang erhalten. Dennoch zeigt die Vergangenheit, dass der Weg nach oben nicht immer geradlinig verläuft. SUI explodiert um 37 % – wie lange hält die Rallye noch?

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Bildquelle: ai-generated-gemini

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