Die MicroStrategy-Aktie hat einen Anstieg von 33 Prozent verzeichnet, was auf ein Umsatzplus und die Entwicklung des Bitcoin-Kurses zurückzuführen ist. Wird diese Rallye von Dauer sein?
Am 5. Februar stieg der Bitcoin-Kurs nach der Veröffentlichung des Quartalsberichts um 11 Prozent, was sich positiv auf den Kurs von MicroStrategy auswirkte. Der Chaikin Money Flow (CMF) zeigt nach Monaten erstmals wieder positive Werte, was auf eine mögliche institutionelle Akkumulation hindeutet.
Trotz des Anstiegs bleibt der Kurs jedoch unter dem 20-Tage-EMA und der Marke von 150 USD, was die Erholung als unbestätigt erscheinen lässt.
Erholung der MicroStrategy-Aktie und ihre Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs
MicroStrategy, auch bekannt als Strategy Inc., hat seit Anfang Februar eine signifikante Erholung des Aktienkurses erlebt. Nach einem Tiefpunkt am 5. Februar stieg der Kurs in wenigen Tagen um fast 33 Prozent. Dieser Anstieg fiel zeitlich mit einer Erholung des Bitcoin-Kurses zusammen, was das Interesse von institutionellen Investoren an MicroStrategys Bitcoin-gebundenem Geschäftsmodell unter der Leitung von Michael Saylor neu entfachte.
Obwohl der Anstieg der MicroStrategy-Aktie auf den ersten Blick beeindruckend wirkt, ist es entscheidend, den Zusammenhang zu betrachten. Die zentrale Frage bleibt, ob diese Rallye tatsächlich auf langfristigem Vertrauen in die Bitcoin-Strategie von MicroStrategy basiert oder ob es sich lediglich um einen kurzfristigen Anstieg handelt, der von der allgemeinen Stimmung im Kryptomarkt abhängt.
Bitcoin-Kurs und seine Auswirkungen auf die MicroStrategy-Aktie
Die langfristige Entwicklung des Aktienkurses von MicroStrategy steht in direktem Zusammenhang mit dem Bitcoin-Kurs. Nach einem Höchststand von fast 126.000 USD im Oktober erlebte der Bitcoin-Kurs einen Verkaufsdruck, der auch die Krypto-Aktien, einschließlich MicroStrategy, stark belastete. Seit dem Höchststand im Oktober ist der Kurs von MicroStrategy um mehr als 70 Prozent gefallen, da Bitcoin in eine ausgeprägte Korrekturphase eintrat.
Seit dem 5. Februar hat sich der Bitcoin-Kurs um etwa 11 Prozent erholt und stieg von knapp 63.000 USD auf rund 70.000 USD. In diesem Zeitraum stieg der Kurs von MicroStrategy um etwa 33 Prozent. Diese Reaktion im Verhältnis von eins zu drei verdeutlicht die starke Abhängigkeit der Aktie vom Bitcoin-Kurs und bestätigt die enge Korrelation zwischen MicroStrategy und Bitcoin. Zudem stellt sich die Frage, ob die 100.000-USD-Marke für Bitcoin noch möglich ist.
Umsatzsteigerung und Nettoverlust: Ein Blick auf die Zahlen
Im Bericht für das vierte Quartal 2025 meldete MicroStrategy einen Umsatz von 123 Millionen USD, was einem Anstieg von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders bemerkenswert ist der Umsatz mit Abonnements, der um mehr als 62 Prozent gestiegen ist, was die Stärke der Cloud-Sparte unterstreicht. Die Bruttomarge blieb stabil bei etwa 66 Prozent, was für das Softwaregeschäft eine verlässliche Einnahmequelle darstellt.
Der hohe Nettoverlust ist hauptsächlich auf nicht zahlungswirksame Buchverluste auf die Bitcoin-Bestände zurückzuführen, die im Rahmen von Michael Saylors langfristiger Strategie aufgebaut wurden. Dies deutet nicht auf operative Schwächen hin. Das Management hat betont, dass es weiterhin Bitcoin erwerben und langfristig denken möchte. Ein Beispiel für eine vielversprechende Strategie ist, warum Metaplanet auf 568 % BTC-Rendite bis 2025 setzt.
Institutionelle Investoren und die Marktstimmung
Eine der wichtigsten Indikatoren für das Verhalten großer Anleger ist der Chaikin Money Flow (CMF). Dieser zeigt an, ob große Investoren kaufen oder verkaufen, basierend auf einer Kombination aus Kurs und Handelsvolumen. Ein steigender CMF deutet auf Käufe hin, während ein sinkender CMF Verkäufe signalisiert.
Von Ende November bis Anfang Februar fiel der Kurs von MicroStrategy weiter, während der CMF langsam anstieg, was eine bullische Divergenz signalisierte. Während die Stimmung unter privaten Anlegern schwächer wurde, bauten institutionelle Investoren still ihre Positionen aus. Nach dem 5. Februar überstieg der CMF erstmals seit Dezember wieder den Wert Null, was darauf hindeutet, dass frisches Kapital in die Aktie fließt. Institutionelle Investoren setzen auf eine mögliche Erholung des Bitcoin-Kurses und betrachten MicroStrategy als attraktive Möglichkeit. In diesem Zusammenhang ist auch die Frage interessant, wie SUI um 37 % explodiert ist.
Risiken und Herausforderungen für die MicroStrategy-Aktie
Der Momentum-Indikator zeigt jedoch ein vorsichtigeres Bild. Der Bull-Bear-Power-Indikator, der misst, ob Käufer oder Verkäufer kurzfristig dominieren, bleibt trotz des 33-prozentigen Anstiegs negativ. Dies deutet darauf hin, dass Verkäufer nach wie vor die Kontrolle haben. Es wird zwar eingekauft, jedoch wird der Kurs noch nicht aktiv nach oben gedrückt, was bedeutet, dass der Anstieg anfällig für schnelle Rückgänge bleibt.
Die aktuelle Kursstruktur wird durch einige wichtige Marken bestimmt. Der erste große Widerstand nach oben liegt bei 138 USD. Ein Tagesschlusskurs über diesem Bereich würde auf eine neue Stärke des MSTR-Kurses hindeuten. Darüber hinaus stellt die Marke von 150 USD eine entscheidende Hürde dar, die als psychologischer Widerstand gilt und sich am wichtigen gleitenden Durchschnitt (EMA) orientiert. Ein stabiler Anstieg über 150 USD könnte eine echte Trendumkehr für die MSTR-Aktie signalisieren.
Sollte dies geschehen, könnte die Zone um 189 USD als nächstes Ziel in den Fokus rücken. Erst darüber wäre ein größerer Anstieg in Richtung 300 USD realistisch, was jedoch derzeit nur als Nebenszenario betrachtet werden kann. Nach unten bleibt das Risiko klar erkennbar. Der Bereich zwischen 107 und 104 USD stellt das Tief aus dem Februar dar und wurde bereits einmal getestet. Fällt der Kurs unter 104 USD, wäre die Erholung beendet. In einem solchen Fall könnte der Kurs von MicroStrategy weiter bis auf 82 USD fallen. Bei noch größerer Schwäche wäre sogar die 56-USD-Zone am 0,618-Fibonacci-Retracement denkbar.











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