Reaktion des Tanker-Riesen auf die Situation in der Straße von Hormuz
Der CEO von Mitsui OSK Lines, Jotaro Tamura, äußerte sich besorgt über die Unsicherheit, die weiterhin die Passage durch die Straße von Hormuz prägt. Er betonte, dass es mehrere Wochen oder sogar bis zu einem Monat dauern könnte, bis Schiffe wieder sicher durch diese strategisch wichtige Wasserstraße fahren können, selbst wenn eine Einigung zwischen den USA und dem Iran erzielt wird.
Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen
Die Straße von Hormuz, die vor dem Ausbruch des Konflikts Ende Februar mehr als 20 Prozent des weltweiten Öl- und verflüssigten Erdgasaufkommens transportierte, hat seitdem einen drastischen Rückgang der täglichen Durchfahrten erlebt. Tamura wies darauf hin, dass die Reedereien aus den Erfahrungen der letzten Monate gelernt haben und nun vorsichtiger agieren.
„Angesichts der Ereignisse der letzten Monate halte ich es für realistisch anzunehmen, dass es mindestens einige Wochen, wenn nicht einen Monat dauern könnte“, sagte Tamura in einem Interview. Er betonte, dass ein unterzeichnetes Abkommen zwischen den Regierungen nicht ausreiche, um das Vertrauen der Reedereien zu gewinnen. Vielmehr müsse die Vereinbarung auch in der Praxis wirksam umgesetzt werden, um die tatsächlichen Bedingungen in der Straße von Hormuz widerzuspiegeln.
Die Rolle von MOL und erste Durchfahrten
Mitsui OSK Lines, der größte Tankerbetreiber der Welt nach Anzahl der Schiffe, betreibt über 900 Schiffe. Vor der Einigung hatte das Unternehmen vier Schiffe aus dem Golf abgezogen und keine Gebühren an den Iran gezahlt. Derzeit warten mindestens sieben eigene Schiffe auf die Durchfahrt.
Dennoch gibt es bereits erste Erfolge: Der indische LNG-Tanker Disha war das erste Schiff, das nach der Vereinbarung die Straße von Hormuz passierte und 62.370 Tonnen Gas transportierte. Laut offiziellen Angaben haben mittlerweile zehn Schiffe unter indischer Flagge und fünf weitere unter fremder Flagge die Passage erfolgreich durchlaufen.
Ausblick auf die zukünftige Entwicklung
Die Unterzeichnung der Einigung wird für Freitag in Genf erwartet. Die Geschwindigkeit, mit der sich der Verkehrsfluss normalisieren wird, hängt entscheidend davon ab, ob die Schiffsbetreiber dem neuen Korridor genügend Vertrauen entgegenbringen, um ihn zu nutzen.
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Quellen: de.beincrypto, n-tv
Bildquelle: KI generiert











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