Trumps aggressive Rhetorik belastet Bitcoin und die Märkte erheblich

Die Drohungen von Donald Trump gegen den Iran haben den Bitcoin-Kurs unter 67.000 USD gedrückt und die Märkte in Unruhe versetzt. Während der Ölpreis steigt, bleibt die Unsicherheit über eine schnelle Lösung der Konflikte bestehen.

Trumps aggressive Rhetorik belastet Bitcoin und die Märkte erheblich

US-Präsident Donald Trump hat in seiner ersten bedeutenden Fernsehansprache zum Iran-Konflikt am Mittwochabend eine Verschärfung der militärischen Maßnahmen angekündigt, was zu einem Rückgang des Bitcoin-Kurses unter 67.000 USD führte.

In seiner Rede erklärte Trump, dass „die wichtigsten strategischen Ziele bald erreicht sind“ und kündigte an, dass die USA in den kommenden Wochen „extrem hart“ gegen den Iran vorgehen würden. Er betonte: „Wir bringen sie zurück in die Steinzeit, wohin sie gehören.“ Diese Aussagen sorgten für Unsicherheit an den Märkten.

Ölpreise steigen, während Krypto- und Aktienmärkte fallen

Der Ölpreis stieg während der Rede um 5% auf 106 USD pro Barrel, während die Märkte auf eine mögliche Friedenslösung gehofft hatten. Stattdessen gab es jedoch nur Stillstand. Am Ende der Ansprache war der Ölpreis auf über 106 USD gestiegen, was die Marktreaktionen verdeutlicht.

Die S&P 500 Futures fielen um 1,1%, während europäische Futures um 1,5% sanken. Gold verlor 1,4% und fiel auf 4.691 USD pro Unze, während Silber um 3% nachgab. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg auf 4,36%.

Der Bitcoin-Kurs fiel von einem Tageshoch von 69.135 USD auf 66.818 USD, was einem Rückgang von 3,3% entspricht. Ethereum sank um 2,8% auf 2.084 USD, wodurch die zweitägige Erholungsrallye der Kryptowährungen abrupt endete.

Marktreaktionen in Asien und Trumps Forderungen

In Asien waren die Verluste besonders ausgeprägt. Der südkoreanische KOSPI fiel um 3,5% und war damit der größte Verlierer in der Region. Der japanische Nikkei-Index sank um 1,8%, während der Hang Seng in Hongkong um etwa 1% nachgab.

Trump forderte die ölimportierenden Länder auf, die Straße von Hormuz selbst zu sichern, und erklärte, dass diese „ganz natürlich“ wieder geöffnet werde, sobald der Krieg beendet sei. Konkrete Pläne oder Zeitrahmen wurden jedoch nicht genannt.

Iran reagiert mit Ablehnung

Wenige Stunden zuvor hatte Trump beim Osteressen im Weißen Haus betont, dass die USA „einfach ihr Öl nehmen“ könnten, jedoch den Amerikanern die Geduld fehle. Er nannte Südkorea, Japan und China namentlich und forderte sie auf, sich stärker in der Region zu engagieren.

Die Reaktion in Seoul war deutlich, da der Rückgang des KOSPI sowohl die Abhängigkeit von Energieimporten als auch den Schock widerspiegelte, direkt vom US-Präsidenten angesprochen worden zu sein. Trump verzichtete zudem auf sein Ultimatum, ab dem 6. April das iranische Stromnetz anzugreifen, und ließ konkrete Aussagen über NATO, Bodentruppen oder laufende Verhandlungen aus.

Marktprognosen und zukünftige Entwicklungen

Iran zeigte sich unnachgiebig, und Außenminister Abbas Araghchi erklärte, dass es keine direkten Verhandlungen mit den USA gebe. Präsident Masoud Pezeshkian veröffentlichte einen offenen Brief, in dem er die Amerikaner fragte, welche Interessen dieser Krieg tatsächlich vertrete.

Währenddessen arbeitet das iranische Parlament an einem Gesetz, das ein Mautsystem für die Straße von Hormuz dauerhaft einführen würde. Die Revolutionsgarde verlangt bereits bis zu 2 Millionen USD pro Durchfahrt, zahlbar in Stablecoins oder dem chinesischen Yuan. Sollte dieses Gesetz verabschiedet werden, könnte es jeden zukünftigen Waffenstillstand überdauern.

Die Marktteilnehmer scheinen die Situation bereits in den Preisen abzubilden. Während Trump eine baldige Öffnung der Meerenge prognostiziert, plant der Iran die Errichtung einer dauerhaften Mautstation. Händler in den Bereichen Öl, Anleihen und Kryptowährungen kamen am Mittwochabend zu dem Schluss, dass der Konflikt nicht so schnell beendet sein wird.

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Bildquelle: ai-generated-gemini

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