TSMC hebt Umsatzprognose für 2026 an: Auswirkungen auf die Nachfrage nach KI-Chips
Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) hat ihre Umsatzprognose für das Jahr 2026 auf über 40 % angehoben, was auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach Chips für Künstliche Intelligenz (KI) zurückzuführen ist. Diese Anpassung folgt auf einen Rekordgewinn im zweiten Quartal und stellt eine deutliche Steigerung im Vergleich zur vorherigen Schätzung von über 30 % dar.
Steigende Investitionen und Rekordgewinne
Für das Jahr 2026 plant TSMC Investitionen in Höhe von 60 bis 64 Milliarden USD, was eine Erhöhung gegenüber dem vorherigen Maximum von 56 Milliarden USD darstellt. Zudem sind für die Chipfabriken in Arizona weitere 100 Milliarden USD eingeplant.
Im zweiten Quartal erzielte TSMC einen Nettogewinn von 706,56 Milliarden NT$, was einem Anstieg von 77,4 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieses Ergebnis übertraf die Analystenschätzungen von 632,6 Milliarden NT$ und markiert einen neuen Rekord. Im Vergleich zum vorherigen Quartal stieg der Gewinn um 23,4 %, was den fünften Rekord in Folge darstellt. Der Umsatz belief sich auf 1,27 Billionen NT$, was etwa 40 Milliarden USD entspricht und einen Anstieg von 36 % im Jahresvergleich darstellt.
Bruttomarge und Umsatzprognosen
Die Bruttomarge lag bei 67,7 % und übertraf die Erwartungen des Unternehmens. Der Monat Juni stellte den stärksten Umsatzmonat des Quartals dar, mit einem Umsatz von 442,68 Milliarden NT$ (13,7 Milliarden USD).
Die positiven Geschäftszahlen ermöglichten es dem Management, die Prognosen für die kommenden Jahre anzuheben. Für das dritte Quartal erwartet TSMC einen Umsatz zwischen 44,6 Milliarden und 45,8 Milliarden USD.
Einordnung der Prognose und Nachfrageentwicklung
Die Anhebung der Umsatzprognose ist ein Indikator für eine stabile Nachfrage im Chip-Markt. Analysten berichten, dass die Aufträge für die fortschrittlichen 3-Nanometer- und 2-Nanometer-Technologien von TSMC weiterhin stark sind. Auch das Interesse an der CoWoS-Verpackungstechnologie bleibt hoch.
Die Erhöhung der Investitionen ist von großer Bedeutung, da TSMC bereits 165 Milliarden USD bereitgestellt hat und nun zusätzlich 100 Milliarden USD für Arizona einplant. Dies verdeutlicht, dass das Unternehmen den Ausbau im Bereich KI als langfristiges Vorhaben betrachtet. Zudem verlagern Bitcoin-Miner ihren Fokus auf KI, was die Nachfrage nach entsprechenden Chips weiter anheizen könnte.
„Dies dient der Errichtung mehrerer oder weiterer Halbleiter-Logik-Waferfabriken für Zwei-Nanometer-MP-(Massenproduktion)-Technologien sowie fortschrittlicher Verpackungsfabriken. So können wir die starke, mehrjährige Nachfrage unserer führenden US-Kunden unterstützen”, erklärte C.C. Wei, Vorsitzender von TSMC.
Da TSMC die fortschrittlichsten KI-Chips liefert, ist die Anhebung der Prognose ein positives Signal für Unternehmen wie Nvidia, AMD und andere Chipentwickler. Dennoch birgt das Engagement für höhere Investitionen auch Risiken. Sollte die Nachfrage im KI-Sektor nachlassen, könnte TSMC verspätet betroffen sein, da das Unternehmen seine Produktionskapazitäten bei hoher Auslastung ausgebaut hat. Auch die Unsicherheit bei der MicroStrategy-Aktie könnte Auswirkungen auf den Markt haben.
Die nächste Herausforderung wird die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal sein, die zeigen wird, ob das Umsatzniveau von 45 Milliarden USD gehalten werden kann.
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Quellen: de.beincrypto, tagesschau, n-tv
Bildquelle: KI generiert











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