Britische Anleger sehen sich möglicherweise mit einer doppelten Steuerbelastung konfrontiert, wenn sie in die STRC-Aktien von MicroStrategy investieren.
Hohe Steuerlast für britische Investoren
Das Halten des 21Shares Strategy Yield ETP erweist sich als steuerlich vorteilhafter, da die Erträge reinvestiert werden und die Besteuerung in der Regel erst beim Verkauf über die Kapitalertragsteuer erfolgt.
Die Nutzung eines Individual Savings Account (ISA) beseitigt alle steuerlichen Fragestellungen bei beiden Anlageoptionen.
Die Variable Rate Series A Perpetual Preferred Stock (STRC) von Strategy Inc. wurde am 30. März 2026 auf der Handelsplattform Trading 212 eingeführt. Dies ermöglicht britischen Privatanlegern den direkten Zugang zu einem Bitcoin-besicherten Anlageprodukt, das eine jährliche Rendite von etwa 11,5 % verspricht.
Allerdings können beim direkten Erwerb deutlich höhere Steuern anfallen, als viele Käufer annehmen.
Unbekannte Steuerproblematik für britische Investoren
Der STRC von MicroStrategy wird derzeit nahe seinem Nennwert von 100 USD gehandelt und bietet variable monatliche Barausschüttungen, die aktuell etwa 11,5 % pro Jahr betragen.
Der Zinssatz wird monatlich angepasst, um den Kurs stabil zu halten. Nach Angaben von Strategy sind die Reserven für mehr als 50 Jahre an Ausschüttungen ausgelegt.
In den USA werden diese monatlichen Zahlungen als Rückzahlung des investierten Kapitals (Return of Capital, ROC) betrachtet. Diese Zahlungen sind dort nicht steuerpflichtig und reduzieren den Einstandspreis des Anlegers.
Diese steuerliche Behandlung gilt jedoch nicht im Vereinigten Königreich.
„Wenn Sie STRC im Vereinigten Königreich kaufen, ist es steuerlich deutlich vorteilhafter, es über das 21Shares ETP zu erwerben… Gewinne beim Verkauf unterliegen im Vereinigten Königreich meistens nur der Kapitalertragsteuer (CGT); auf das Produkt selbst fällt keine Einkommensteuer an“, erklärte Krypto-Analyst James Van Straten.
Steuerliche Lücke: Eine entscheidende Herausforderung für britische Investoren
Im Vereinigten Königreich klassifizieren Broker und Handelsplattformen die monatlichen Barausschüttungen von STRC in der Regel als ausländische Dividenden und nicht als Rückzahlung des Kapitals.
Außerhalb eines Stocks and Shares ISA bedeutet dies, dass Anleger auf jede monatliche Zahlung Einkommensteuer zu ihrem persönlichen Dividendensteuersatz zahlen müssen:
- 8,75 % für Anleger mit Grundsteuersatz
- Bis zu 39,35 % für Anleger mit zusätzlichem Steuersatz
Zusätzlich fällt Kapitalertragsteuer (CGT) auf jeden Gewinn beim Verkauf an.
Van Straten verweist auf eine alternative Möglichkeit: das 21Shares Strategy Yield ETP, Ticker STRC, das an der Euronext Amsterdam und Paris gehandelt wird.
„Das ETP wurde am 24. Februar 2026 aufgelegt, ist in der Schweiz domiziliert, hat eine Verwaltungsgebühr von 0,00 % und ist als thesaurierendes Produkt konzipiert“, so Van Straten weiter.
Das bedeutet, dass Ausschüttungen aus der zugrunde liegenden Aktie in den Nettoinventarwert (NAV) reinvestiert werden und nicht als Bargeld ausgezahlt werden.
Da keine Barausschüttungen an die Anleger fließen und das ETP als in der Schweiz gelistetes Wertpapier und nicht als ausschüttendes Produkt strukturiert ist, gelten Gewinne beim Verkauf im Vereinigten Königreich in der Regel nur als Kapitalerträge (CGT), ohne zusätzliche Einkommensteuer.
ISA-Wrapper: Die optimale Lösung
Der steuerliche Vorteil entfällt für Anleger mit einem Stocks and Shares ISA. Ein britisches Individual Savings Account (ISA) ist ein steuerfreies Anlage- oder Sparkonto, auf dem Zinsen, Dividenden und Kapitalgewinne bis zu einem jährlichen Limit steuerfrei erzielt werden können. Sowohl der direkt an der Nasdaq gelistete STRC als auch das 21Shares ETP können innerhalb eines ISA gehalten werden, sodass sämtliche Gewinne und Erträge bis zur 20.000-Pfund-Grenze jährlich steuerfrei bleiben.
Außerhalb eines ISA bietet die ETP-Struktur einen erheblichen Vorteil für Steuerpflichtige mit höherem oder zusätzlichem Steuersatz, die andernfalls einen großen Teil der monatlichen Rendite an die Einkommensteuer abgeben müssten.
Währungsrisiken, Brokergebühren und unterschiedliche Meldepflichten je Plattform können die tatsächliche Rendite weiter beeinflussen. Die Nettorendite wird nach Abzug dieser Kosten auf etwa 10 % geschätzt.
Bitte beachten Sie: Dieser Artikel stellt weder Anlageberatung noch Steuerberatung dar. Die Behandlung durch die britischen Finanzbehörden (HMRC) kann sich ändern; individuelle Umstände sind unterschiedlich.
Anleger aus dem Vereinigten Königreich sollten die steuerliche Einordnung mit ihrem Broker klären und sich vor der Entscheidung zwischen beiden Produkten an einen qualifizierten Steuerberater wenden.
Bildquelle: ai-generated-gemini











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