US-Justizministerium verurteilt Mitglied der Gambino-Familie: COVID-Hilfen illegal in Krypto investiert

Carmine Agnello, Enkel des Gambino-Bosses John Gotti, wird zu 15 Monaten Haft verurteilt, nachdem er über 1 Million USD an COVID-Hilfsgeldern für Krypto-Betrug verwendet hat. Der Fall wirft Fragen zur Sicherheit von Pandemie-Krediten auf.

US-Justizministerium verurteilt Mitglied der Gambino-Familie: COVID-Hilfen illegal in Krypto investiert

Ein Bundesrichter hat Carmine Agnello, den Enkel des verstorbenen Gambino-Chefs John Gotti, zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem er über eine Million USD an Hilfsgeldern aus dem COVID-19-Programm veruntreut hatte. Von dieser Summe wurden 420.000 USD in ein Krypto-Geschäft investiert.

Richterin Nusrat Choudhury sprach das Urteil am 20. April in einem Bundesgericht auf Long Island aus. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Haftstrafe von 33 bis 41 Monaten gefordert.

Wie Agnello die Pandemie-Kredite missbrauchte

Agnello bekannte sich im September 2024 schuldig in einem Fall von elektronischem Betrug. Zwischen April 2020 und November 2021 stellte er mindestens drei betrügerische Anträge im Rahmen des Economic Injury Disaster Loan (EIDL) Programms der Small Business Administration (SBA) und erhielt dabei insgesamt 1,1 Millionen USD.

Die beantragten Kredite bezogen sich auf Crown Auto Parts & Recycling LLC, ein Unternehmen, das zum Zeitpunkt der meisten Auszahlungen bereits nicht mehr aktiv war. Agnello gab falsche Angaben zur Anzahl der Mitarbeiter, verschwieg frühere Verurteilungen und nannte falsche Verwendungszwecke für die Gelder.

  • 420.000 USD wurden direkt in ein Krypto-Unternehmen investiert.
  • Dieser Fall ist Teil einer wachsenden Liste von Betrugsfällen, bei denen Hilfsgelder für den Erwerb digitaler Vermögenswerte verwendet wurden.

Folgen und Wiedergutmachung

Zusätzlich zur Haftstrafe ordnete Richterin Choudhury an, dass Agnello 1.268.302 USD zurückzahlen, 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und eine Behandlung wegen Spielsucht beginnen muss.

Nach seiner Haftstrafe wird Agnello zwei Jahre unter Aufsicht stehen und muss sich bis zum 20. Juli bei der Justiz melden.

Der US-Staatsanwalt Joseph Nocella Jr. äußerte sich in einer öffentlichen Erklärung kritisch über den Betrug:

„Während der Hochphase der COVID-19-Pandemie hat der Angeklagte auf schändliche Weise eigene Taschen mit staatlichen und steuerfinanzierten Geldern gefüllt.”

Der Generalinspekteur der SBA sieht im EIDL-Betrug weiterhin ein anhaltendes Risiko. Milliardenbeträge aus Pandemie-Krediten werden weiterhin überprüft. Ob strengere Kontrollen zukünftige Betrugsfälle im Bereich Krypto verhindern können, bleibt abzuwarten.

Bildquelle: ai-generated-gemini

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