Benjamin Cowen, CEO von Into The Cryptoverse und ehemaliger NASA-Forscher, hat in einem Interview seine Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung des Bitcoin-Kurses abgegeben. Er geht davon aus, dass der Bitcoin-Bärenmarkt seinen Tiefpunkt im Oktober 2026 erreichen könnte, was als Basisszenario gilt.
Der aktuelle Zyklus endet seiner Meinung nach nicht mit Euphorie, sondern mit einer gewissen Gleichgültigkeit, was auch die übliche Rotation zu Altcoins ausbleiben ließ. Cowen betont, dass ein Tiefpunkt im Mai nur bei extremer Kapitulation unterhalb historischer Normen möglich wäre.
Bitcoin zeigt Widerstandsfähigkeit trotz globaler Unsicherheiten
In Anbetracht der geopolitischen Spannungen, insbesondere zwischen den USA und dem Iran, hat Bitcoin (BTC) seit dem 28. Februar über zwölf Prozent an Wert gewonnen. Diese Entwicklung wirft für viele Investoren die Frage auf, ob Bitcoin bereits seinen Tiefpunkt erreicht hat oder ob noch weitere Rückgänge bevorstehen.
In seinem Gespräch mit BeInCrypto erläuterte Cowen, dass der zeitliche Verlauf des Bitcoin-Zyklus sehr konstant bleibt. Er verweist auf die beiden vorherigen Zyklen, in denen Bitcoin jeweils innerhalb einer Woche nach dem Höhepunkt seinen Höchststand erreichte.
Erwartungen an den Bitcoin-Tiefpunkt
„Der Grundfall muss einfach sein, dass er dann seinen Tiefpunkt erreicht, wenn die anderen beiden Zyklen ebenfalls ihren Tiefpunkt hatten. Das ist ungefähr ein Jahr nach dem Höchststand, das wahrscheinlichste Szenario ist Oktober 2026“, erklärte Cowen.
Er hält es jedoch auch für möglich, dass Bitcoin bereits im Mai seinen Tiefststand erreicht. Dies würde jedoch ein massives Kapitulationsereignis erfordern, das weit über das hinausgeht, was in den vergangenen mittleren Jahren beobachtet wurde.
„Solange die Bitcoin-Renditen seit Jahresbeginn innerhalb des Standardabweichungsbereichs früherer mittlerer Jahre bleiben, sehe ich keinen Grund, von meiner Oktober-Prognose abzuweichen“, fügte er hinzu.
Marktanalyse und Prognosen
Die Einschätzung von Cowen deckt sich mit den Vorhersagen anderer Marktanalysten. Joao Wedson, CEO von Alphractal, stellte fest, dass der Zyklus-Höchststand von Bitcoin 534 Tage nach dem Halving im April 2024 erreicht wurde, was die kürzeste Zeitspanne im Vergleich zu den vorherigen Zyklen darstellt.
- Wedsons Analyse deutet darauf hin, dass der Markt sein Tief voraussichtlich 912 bis 922 Tage nach dem Halving erreichen wird.
- Dies spricht für einen Zeitraum Ende September oder Anfang Oktober 2026.
Schätzungen von CryptoQuant unterstützen diese Sichtweise weitgehend. Modelle zeigen einen möglichen Tiefpunkt zwischen Juni und Dezember 2026, wobei der wahrscheinlichste Zeitraum zwischen September und November liegt.
Der aktuelle Zyklus und seine Besonderheiten
Ein zentraler Punkt in Cowens Analyse ist, dass der Höchststand von Bitcoin im aktuellen Zyklus unter ganz anderen Bedingungen erreicht wurde als in den vorherigen Zyklen. Während Bitcoin 2017 und 2021 von einer breiten Euphorie unter Retail-Investoren profitierte, ist das gesellschaftliche Interesse an Krypto seit 2021 gesunken.
„Dies ist ein Zyklus, bei dem Bitcoin inmitten von Gleichgültigkeit und nicht wegen Euphorie den Höchststand erreichte. Der einzige andere Fall war tatsächlich 2019. Wenn der Höchststand mit Gleichgültigkeit eintritt, kommt es nicht zu einer solchen Rotation“, sagte Cowen.
Aktueller Bitcoin-Kurs und Ausblick
Aktuell wird Bitcoin zu 73.831 USD gehandelt, was über 40 % unter seinem Allzeithoch von knapp 126.000 USD im Oktober 2025 liegt. Sollte Cowens Analyse zutreffen, sind weitere Kursrückgänge möglich, bevor der Zyklus seinen Boden findet.
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Bildquelle: ai-generated-gemini











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