Wie beeinflussen ansteigende Ölpreise den Bitcoin-Kurs?
Aktuelle Spannungen in der Straße von Hormus haben dazu geführt, dass Öl-Lieferungen seit vier Wochen gefährdet sind.
Die steigenden Ölpreise fördern die Inflation und könnten eine Verzögerung bei Zinssenkungen zur Folge haben.
Zusätzlich könnten höhere Renditen den Bitcoin- und Krypto-Markt erheblich belasten.
Die gegenwärtige Situation mit den Ölpreisen steht im Mittelpunkt der Märkte und übt makroökonomischen Druck auf Bitcoin aus. Die Konflikte in der Straße von Hormus könnten über Inflation und Renditen direkte Auswirkungen auf die Liquidität im Kryptomarkt haben. Der Iran-Konflikt heizt sich auf.
In diesem Kontext könnte eine vierwöchige Unterbrechung, wie sie von Präsident Trump prognostiziert wird, weitreichende Folgen haben, die über den Energiesektor hinausgehen.
Ölpreise während der Hormus-Krise: Steht Bitcoin unter Druck?
Am Sonntag äußerte sich Präsident Trump dahingehend, dass der Konflikt mit dem Iran möglicherweise vier Wochen andauern könnte. Er betonte, dass dieser Zeitraum für die Planung wichtig sei und die Stärke des Iran anerkannt werden müsse. Dennoch bleibt Trump für zukünftige Gespräche offen.
Gleichzeitig berichtete Polymarket, dass das bedeutende Schifffahrtsunternehmen Maersk alle Fahrten durch die Straße eingestellt hat, die eine der wichtigsten Öltransportstrecken weltweit darstellt.
Etwa 20 Prozent des globalen Rohölangebots passieren die enge Passage zwischen Iran und Oman. Selbst ohne eine vollständige Blockade sind die Versicherungsprämien für Tanker stark angestiegen, und Händler rechnen mit möglichen Angebotsengpässen.
Goldman Sachs schätzt, dass der „faire Wert“ von Öl je nach Ausmaß einer einmonatigen Störung zwischen 1 und 15 USD pro Barrel schwanken könnte.
Eine vollständige Blockade könnte 15 USD auf den Preis aufschlagen, während eine teilweise Störung weniger gravierende Auswirkungen hätte. In extremen Szenarien prognostizieren einige Analysten Preise von 120 bis 150 USD pro Barrel.
Dennoch sind die Märkte uneinig. Laut der Kobeissi Letter hat Öl fast 70 Prozent seines anfänglichen Preisanstiegs schnell wieder verloren und fiel unter 70 USD pro Barrel zurück. Diese starke Volatilität verdeutlicht die nervöse Stimmung an den Märkten.
„Das ist NICHT der Dritte Weltkrieg. Ignoriere den Lärm“, kommentierten Analysten bei der Kobeissi Letter.
Ölpreisanstieg und Liquiditätskrise: Steht Bitcoin vor einem vierwöchigen Makro-Stresstest?
Wie von Reuters berichtet, stieg der Ölpreis, während die Aktienkurse fielen. Investoren wechselten zu US-Dollar, Gold und Anleihen, da sich der Konflikt im Nahen Osten über einen längeren Zeitraum hinziehen könnte.
Sollte der Ölpreis im kommenden Monat hoch bleiben, könnten die Erwartungen an eine niedrigere Inflation erneut steigen – gerade zu einem Zeitpunkt, an dem die Märkte eigentlich mit Zinssenkungen rechneten. Warum der Bitcoin-Kurs noch nicht am maximalen Schmerzpunkt für Anleger ist.
Hier wird die Verwundbarkeit von Krypto deutlich.
Höhere Ölpreise führen direkt zu steigenden Kosten im Transportwesen und in der Industrie. Dies wiederum erhöht die Preise im Verbraucherpreisindex (CPI), was die Zentralbanken dazu veranlassen könnte, geplante Zinssenkungen zu verschieben.
Erwartungen an eine steigende Inflation führen oft zu höheren Renditen bei Anleihen. Steigen die realen Renditen, wird die Liquidität knapper.
Bitcoin wird häufig als liquider Vermögenswert mit hohem Risiko gehandelt. In früheren Phasen mit steigenden Zinsen floss mehr Kapital in Anleihen und weniger in spekulative Märkte.
Ein anhaltender Öl-Schock könnte somit Billionen USD an zinssensiblen Kapital neu bewerten und sowohl Aktien als auch digitale Vermögenswerte unter Druck setzen.
„Da die Krypto-Märkte rund um die Uhr aktiv sind und die Spannungen zwischen den USA und Iran bereits am Wochenende verarbeitet wurden, sind Krypto-Händler nun vorsichtig. Sie beobachten, ob die steigenden Ölpreise am Montag auf die US-Märkte übergreifen“, stellten Analysten von Bloomberg fest.
Das bedeutet, dass eine Entschuldung sofort eintreten kann. Wenn die Anleiherenditen zusammen mit dem Ölpreis schnell steigen, könnten gehebelte Positionen bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen rasch aufgelöst werden.
BeInCrypto hat bereits zuvor gewarnt, dass ein Öl-Schock eine Welle der Liquiditätsverknappung auslösen kann, ohne dass es einer großen geopolitischen Krise bedarf.
Der Mechanismus ist klar: hoher Ölpreis → höhere Inflation → weniger Zinssenkungen → steigende Renditen → weniger Liquidität.
Geopolitische Dimensionen und die Rolle von Öl für den Kryptomarkt
Zusätzlich gibt es eine weitere geopolitische Dimension. BeInCrypto weist auf die Ängste vor einem Dominoeffekt hin, der beispielsweise Auswirkungen auf die Taiwanstraße haben könnte. Dies könnte die Risiken für den Welthandel erhöhen und den Druck auf die Weltwirtschaft weiter verstärken.
In den kommenden vier Wochen könnte Öl ein entscheidender Frühindikator für den Kryptomarkt werden. Eine Entspannung der Lage, die die Ölpreise stabilisiert, könnte schnell die Risikobereitschaft im Markt zurückbringen. US-Dollar-Index fällt unter wichtige Marke – Startet nächste Bitcoin-Rally?
Eine anhaltende Störung in Hormus könnte jedoch die Situation verschärfen: Die Diskussion würde sich dann nicht nur um politische Spannungen drehen, sondern um einen echten Liquiditätsengpass. Digitale Vermögenswerte sind dabei oft die ersten, die von solchen Entwicklungen betroffen sind.
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Bildquelle: ai-generated-gemini











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