Wie der CLARITY Act die Stablecoin-Renditen beeinflusst und welche Risiken bestehen

Republikanische Senatoren nähern sich einer Einigung über Stablecoin-Renditen im CLARITY Act, doch verbleibende politische Differenzen könnten den Fortschritt gefährden. Banken scheinen im Vergleich zu Kryptofirmen besser positioniert zu sein.

Wie der CLARITY Act die Stablecoin-Renditen beeinflusst und welche Risiken bestehen

Republikanische Senatoren im US-Senat haben nahezu eine Einigung über Regelungen zu Erträgen von Stablecoins im Rahmen des Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY Act) erzielt. Diese Einigung fand nach einer internen Sitzung am 20. März statt.

Berichten zufolge nahmen an dieser Sitzung unter anderem Patrick Witt, der Leiter des White House Crypto Council, sowie die Senatoren Cynthia Lummis, Thom Tillis und Tim Scott teil.

Details der Verhandlungen

Das Presseteam von Senatorin Lummis gab bekannt, dass die Verhandlungen zu den Erträgen von Stablecoins zu 99% abgeschlossen seien. Die entsprechenden Abschnitte im Gesetzentwurf seien demnach in einer stabilen Position. Laut einer Mitteilung sind die verbleibenden Differenzen politischer Natur und nicht technischer Art.

„Wir sind zu 99% bei den Stablecoin-Erträgen und die Verhandlungen zu den digitalen Vermögenswerten im Gesetzentwurf sind gut vorangekommen”, berichtete Eleanor Terrett unter Berufung auf das Presseteam von Lummis.

Senatorin Lummis äußerte sich gegenüber Journalisten, dass die Sitzung neue Perspektiven eröffnet habe, die sie nicht erwartet hatte. Sie betonte jedoch, dass sich die Gespräche in einem „sensiblen Stadium” befinden. Der Fokus verlagere sich nun von der endgültigen Textfassung hin zu Gesprächen mit wichtigen Stakeholdern.

Witt lehnte nach der Sitzung einen Kommentar ab und wirkte sichtbar frustriert.

Die Rolle der Banken

Krypto-Analyst Andy äußerte die Vermutung, dass der Kompromiss bei den Erträgen zugunsten traditioneller Banken ausfalle. Er vermutet, dass Unternehmen wie Coinbase und deren CEO Brian Armstrong schwächere Regelungen für Stablecoin-Erträge akzeptieren müssen, um den Gesetzesprozess voranzutreiben.

Christopher Perkins hingegen zeigte sich vorsichtiger und wies darauf hin, dass Vorschläge zur Entlastung regulatorischer Kapitalanforderungen für Banken erst einen Tag zuvor bekannt gegeben wurden, was seiner Meinung nach kein Zufall sei.

  • Er nannte zwei offene Punkte: kurzfristiger Stimmenhandel und Regelungen zur Ethik im Zusammenhang mit dem Stop Insider Trading Act.
  • Das Ergebnis der Verhandlungen bleibt daher weiterhin ungewiss.

Zukünftige Herausforderungen

Der CLARITY Act wurde im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen im Repräsentantenhaus verabschiedet und passierte im Januar 2026 den Landwirtschaftsausschuss des Senats. Die Beratung im Bankenausschuss des Senats, die nun für Ende April angesetzt ist, stellt den ersten von fünf Schritten dar, bevor der Gesetzentwurf dem Präsidenten vorgelegt werden kann.

Berichten zufolge prüfen Senatoren der Bankenseite im Senat zudem, eine Deregulierung von Community-Banken an das Gesetz zu koppeln, um im Gegenzug Unterstützung des Repräsentantenhauses für ein separates Wohnungsbaupaket zu erhalten.

Ein solcher Zusatz könnte den bereits engen Zeitplan im Parlament weiter komplizieren, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Zwischenwahlen.

Am selben Tag postete Senatorin Lummis ein Bild eines „YIELD”-Verkehrsschildes mit einem Augen-Emoji, das allgemein als Zeichen für echten Fortschritt interpretiert wurde.

Dennoch sind solche Signale noch keine verbindlichen Zusagen. Obwohl der Streit um die Stablecoin-Erträge inhaltlich zu 99% abgeschlossen scheint, bleibt ungewiss, ob der Kongress die verbleibenden 1% vor den Zwischenwahlen klären kann.

Bildquelle: ai-generated-gemini

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