WLFI Treasury leert eigenen Stablecoin-Pool: Das sind die Folgen

WLFI hat kürzlich seine Treasury geleert und 50 Millionen USD von Dolomite geliehen, was zu einem dramatischen Anstieg der Einzahlungszinsen auf über 35 % führte. Analysten warnen vor Liquidationsrisiken und möglichen Schwierigkeiten bei Auszahlungen für Gläubiger, da die Liquidität des Pools sta…

WLFI Treasury leert eigenen Stablecoin-Pool: Das sind die Folgen

Die Treasury von World Liberty Financial (WLFI) hat kürzlich eine bedeutende Entscheidung getroffen, indem sie drei Milliarden Token in ihre Treasury eingezahlt und 50 Millionen USD von der Kreditplattform Dolomite geliehen hat.

Infolge dieser Maßnahmen stiegen die Einlagezinsen für den Stablecoin USD1 auf 35,81 %, da die Liquidität des Pools vollständig negativ wurde.

Analysten warnen vor erheblichen Risiken bei Auszahlungen und möglichen Liquidationskaskaden, die durch diese Entwicklungen ausgelöst werden könnten.

Die strategische Reserve-Wallet von WLFI sorgt derzeit für Besorgnis im Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi), nachdem sie über 50 Millionen USD1 von Dolomite, der Plattform, die die eigenen World Liberty Markets betreibt, aufgenommen hat.

On-Chain-Daten belegen, dass die Treasury von WLFI innerhalb von fünf Tagen etwa drei Milliarden WLFI-Governance-Token als Sicherheit hinterlegt hat, was zu einem Kredit von 50,44 Millionen USD1 führte. Dies hat die Auslastung des Pools auf über 100 % erhöht, während die Liquidität nun mit minus 232.000 Token negativ ist, was bedeutet, dass das Angebot an USD1 nahezu erschöpft ist.

Hintergründe und Auswirkungen

Diese Situation hat dazu geführt, dass die Einzahlungszinsen für USD1-Gläubiger auf 35,81 % APR angestiegen sind, während die Kreditkosten auf 30 % klettern. Solche Anstiege in den DeFi-Kreditmärkten treten häufig auf, wenn die Nachfrage nach Krediten das verfügbare Angebot übersteigt, was in diesem Fall durch die eigene Treasury des Projekts verursacht wurde.

Das Projekt, das Verbindungen zur Trump-Familie hat, startete World Liberty Markets im Januar 2026 in Zusammenarbeit mit Dolomite. Der USD1, ein Stablecoin, der an den US-Dollar gekoppelt ist und durch US-Staatsanleihen sowie Bargeldäquivalente gesichert wird, erreichte Anfang 2026 eine Marktkapitalisierung von etwa 3,5 Milliarden USD.

Risiken für Gläubiger und Marktreaktionen

Die Gründe für den aggressiven Kredit der Treasury könnten von internen Liquiditätsbedarfen bis hin zu dem Versuch reichen, die On-Chain-Aktivität und den Total Value Locked (TVL) künstlich zu steigern. Das Kapital von WLFI macht mittlerweile mehr als die Hälfte des TVL von Dolomite in diesem Markt aus.

On-Chain-Analysten weisen darauf hin, dass Gläubiger, die von den hohen Erträgen von 35 % profitieren möchten, möglicherweise Schwierigkeiten haben werden, Auszahlungen vorzunehmen, solange die massiven Kreditpositionen bestehen bleiben. Ein Analyst äußerte sich dazu:

„Aktuell liegt der Kreditzins bei Dolomite bei 30 %, und der Bestand ist komplett ausgeliehen, die Liquidität zeigt minus 232.000 Token. Wer diese Zinsen verdienen möchte, sollte allerdings überlegen, wann er seine USD1 tatsächlich abheben kann.”

Die Reaktionen innerhalb der Community ziehen Vergleiche zu renditeorientierten Strategien, die in der Vergangenheit bereits zu Zusammenbrüchen im DeFi-Bereich führten. Sollte der Kurs von WLFI deutlich fallen, könnte dies ein Liquidationsrisiko für die überbesicherte Position darstellen, das sich auf den gesamten Pool auswirken könnte.

Die hohen Zinsen sind zwar real, spiegeln jedoch keine organische Nachfrage wider, sondern resultieren aus einem künstlichen Mangel, der von einer einzelnen inneren Partei erzeugt wurde. Teilnehmer sollten daher die aktuellen Pool-Daten bei Dolomite genau im Auge behalten und mit Vorsicht agieren.

Bildquelle: ai-generated-gemini

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