Ripple hat eine neue Fallstudie veröffentlicht, die sich mit der Zusammenarbeit mit der Kryptobörse Bitso beschäftigt.
Bitso verwendet RLUSD und XRP, um schnelle Zahlungen zwischen den USA und Lateinamerika zu ermöglichen.
Diese Lösung ersetzt die kostspielige Pre-Funding-Praxis durch regulierte On-Demand-Liquidität.
Herausforderung: Langsame und teure Überweisungen
Die grenzüberschreitenden Zahlungen zwischen den USA und Lateinamerika sind traditionell mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Banküberweisungen über das SWIFT-Netzwerk benötigen häufig mehrere Tage und verursachen hohe Gebühren. Zudem sind Unternehmen oft gezwungen, Kapital in verschiedenen Ländern vorzuhalten, um zügige Zahlungen zu gewährleisten – ein Prozess, der als Pre-Funding bekannt ist.
Für Unternehmen wie Bitso, die täglich hohe Transaktionsvolumina bearbeiten, stellen diese Ineffizienzen eine erhebliche Belastung dar. Langsame Abwicklungszeiten binden Kapital und erhöhen die Betriebskosten.
Fun Fact: Traditionelle SWIFT-Überweisungen nach Lateinamerika können 3-5 Werktage in Anspruch nehmen und bis zu 7 Prozent Gebühren kosten. Bei einer Überweisung von 10.000 Dollar können somit bis zu 700 Dollar an reinen Transferkosten anfallen.
Die Lösung: Ripple Payments mit RLUSD und XRP
Bitso setzt auf Ripple Payments als Alternative zum herkömmlichen Bankensystem. Die Lösung basiert auf zwei wesentlichen Komponenten:
- RLUSD als Brückenwährung: Ripples regulierter Stablecoin ermöglicht USD-denominierte Liquidität ohne die Verzögerungen des traditionellen Bankensystems. RLUSD wird von einer durch das New York Department of Financial Services (NYDFS) regulierten Trust Company ausgegeben und bietet institutionellen Nutzern die notwendige Compliance-Sicherheit.
- Nahezu sofortige Settlements: Anstatt tagelang auf die Abwicklung zu warten, erfolgen Zahlungen innerhalb von Sekunden. Dadurch wird das gebundene Kapital erheblich reduziert.
- Wegfall des Pre-Fundings: Die On-Demand-Liquidität über Ripple Payments ersetzt die Notwendigkeit, Kapital in verschiedenen Währungen vorzuhalten. Dies senkt die Kapitalkosten und verbessert die Effizienz.
Die Bedeutung Lateinamerikas als Markt
Lateinamerika zählt zu den wichtigsten Korridoren für grenzüberschreitende Zahlungen weltweit. Geldüberweisungen von Migranten an ihre Familien erreichten 2025 über 150 Milliarden Dollar jährlich. Darüber hinaus gibt es Handelszahlungen zwischen nord- und südamerikanischen Unternehmen.
Gleichzeitig haben viele lateinamerikanische Länder mit instabilen lokalen Währungen und hoher Inflation zu kämpfen. Der Bedarf an schnellem und kostengünstigem Zugang zu US-Dollar-Liquidität ist entsprechend hoch. Hier setzt Ripple mit RLUSD an.
Die Rolle von XRP im System
Während RLUSD die stabile Liquidität bereitstellt, übernimmt XRP eine technische Funktion im Hintergrund. Als Auto-Bridge-Asset auf dem XRP Ledger ermöglicht XRP den Austausch zwischen verschiedenen Währungen und Tokens in Echtzeit.
Jede Transaktion auf dem XRPL verursacht zudem eine geringe Netzwerkgebühr in XRP, die dauerhaft verbrannt wird. Ein Anstieg des Transaktionsvolumens führt somit langfristig zu einer Reduzierung des zirkulierenden Angebots.
Fun Fact: Der XRP Ledger verarbeitet durchschnittlich über 1,8 Millionen Transaktionen täglich – mit Settlement-Zeiten von 3-5 Sekunden pro Transaktion.
Einordnung der Partnerschaft
Die Fallstudie zu Bitso fügt sich in Ripples Strategie ein, Ripple plant 1 Mrd. USD XRP-Freigabe ab 2026 in Regionen mit hoher Nachfrage nach grenzüberschreitenden Zahlungen zu etablieren. Neben Lateinamerika konzentriert sich das Unternehmen auch auf den Nahen Osten, Afrika und den asiatisch-pazifischen Raum.
Für Ripple ist die Partnerschaft ein weiterer Beweis für die praktische Anwendbarkeit seiner Zahlungsinfrastruktur. Für die XRP-Community zeigt sie, dass die Technologie über theoretische Konzepte hinaus im realen Geschäftsbetrieb Anwendung findet.











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